Der Kampf gegen die Terror-Finanzierung


Bankenverband
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Die Finanzminister der Europäischen Union drücken bei der Bekämpfung der Terror-Finanzierung aufs Tempo. Die Ressortchefs der 28 EU-Staaten begrüßten heute in Brüssel einen zuvor von der EU-Kommission eingebrachten Aktionsplan. Darin macht sie Vorschläge, wie Terroristen der Geldhahn zugedreht werden könnte. Enthalten sind in dem Plan unter anderem Maßnahmen zur besseren Kontrolle virtueller Währungen und zu mehr Transparenz bei Prepaidkarten.


EU-Finanzminister forcieren Kampf gegen Terror-Finanzierung

Die EU-Kommission solle nun spätestens im zweiten Quartal 2016 konkrete Ergänzungen zur im vergangenen Mai verabschiedeten EU-Richtlinie zu schärferen Anti-Geldwäsche-Regeln vorlegen. Auch die Obergrenze für Bargeldzahlungen war am Rande des Treffens wieder kontrovers diskutiert worden. “Große Bargeldsummen können leicht zur Terror-Finanzierung genutzt werden, da besteht ein Risiko”, sagte der niederländische Finanzminister und Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem. Zuvor hatten Deutschland und Frankreich eine europaweite Begrenzung von Barzahlungen ins Spiel gebracht. Die Bundesregierung könnte sich ein Limit von 5.000 Euro vorstellen. Bargeld als solches dürfe jedoch nicht in Frage gestellt werden, sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling. “Ich bin einhundertprozentig für die Erhaltung des Bargelds.”


Ende des Bargeldes schon absehbar?

Das Bargeld stifte mehr Schaden als Nutzen, sein Ende “wird kommen, und es wird keine 50 Jahre mehr dauern”, ist sich hingegen Kenneth Rogoff, Harvard-Professor und frühere IWF-Chefökonom, sicher. Commerzbank-Chef Martin Blessing hält das Ganze für eine “Phantomdebatte”. “Es wird Bargeld geben und in welcher Scheingröße muss am Ende die EZB entscheiden, aber davon wird die Welt nicht untergehen”, sagte der Banker.

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