Die Euphorie hält an – DAX knackt 11.500-Punkte-Marke

  • Die Euphorie hält an
  • DAX knackt 11.500-Punkte-Marke

CMC Markets: Da zum ersten Mal seit Monaten sowohl von Seiten der Geldgeber als auch Griechenlands zuversichtliche Töne zu vernehmen sind und auch ein konkreter Termin für eine mögliche Lösung genannt wird, reagieren die Anleger am deutschen Aktienmarkt weiter euphorisch. Der Deutsche Aktienindex steigt gleich zu Beginn des Handels über die Marke von 11.500 Punkten. Einige Hürden bestehen allerdings noch.

So enthalten die neuen Reformvorschläge Griechenlands scheinbar auch die Forderung, dass das IWF-Kreditpaket von der Europäischen Zentralbank herausgekauft wird, vermutlich um eine Lösung auf Basis eines „politischen Willens“ zu finden und dem strengen technischen Blick des IWF zu entgehen. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass sich Deutschland und insbesondere der Bundestag damit einverstanden erklären. Und ohne Schuldenschnitt könnte sich das griechische Parlament am Ende querstellen. Bei aller Euphorie bestehen damit weiterhin Risiken, weshalb die Rally von über 500 Punkten beim DAX innerhalb von nur wenigen Stunden durchaus mit Vorsicht und auch ein wenig Skepsis zu betrachten ist. Darüber hinaus könnte auch die weitere Entwicklung der US-Börsen Impulse liefern, die sich zuletzt wieder in Richtung ihrer Hochs aufmachten.

Charttechnik
Aus charttechnischer Sicht rückt mit der Überwindung der 11.500-Punkte-Marke direkt zum Handelsauftakt nun die Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch in den Fokus, welche aktuell um knapp 11.600 Zähler verläuft. Ein nachhaltiger Ausbruch würde ein charttechnisches prozyklisches Kaufsignal liefern, welches den Weg frei macht bis in die Region um 11.900 Zähler. Allerdings darf die Gefahr eines Spikes nach oben mit anschließendem Rückfall, also einem Rebound an der Abwärtstrendlinie nicht unterschätzt werden. Dann gilt es für die Bullen, die Zone zwischen 11.450 und 11.500 Punkten zu verteidigen, da ansonsten ein Einbruch in die Region von 11.200 und möglicherweise sogar eine Schließung des Gaps vom Montag droht.

von Andreas Paciorek

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