Diskussion über Inflationsanstieg nimmt Fahrt auf

Bankenverband: Die Finanzwelt debattiert verstärkt über den globalen Inflationsanstieg. Die Commerzbank stellte am Freitag die Bewertung der gestiegenen Inflation als “Einmaleffekt” infrage.

“Jetzt drohen sich Inflationserwartungen nach oben in Bewegung zu setzen, und auf einem höheren Niveau zu verfestigen”, mahnte Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner in einer Analyse.

Einige Zentralbanken hätten sich “damit auch schon abgefunden”. So werde die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wohl im November Anleihekäufe einschränken, in England würden “vorzeitige Zinsschritte” diskutiert.

Nur die Europäische Zentralbank (EZB) wolle “sich aus allem noch raushalten und versucht dies als Einmaleffekt darzustellen”, sagte Weidensteiner.

Auch zahlreiche Topbanker aus den USA stellen die erhöhte Inflation als temporäres Phänomen mehr und mehr in Frage.

 

Beispielsweise hatten Morgan-Stanley-Chef James Gorman und BlackRock-CEO Larry Fink Zweifel an einem nur vorübergehenden Teuerungsanstieg geäußert.

 

Während JPMorgan Chase-Chef Jamie Dimon befand, dass die Preisanstiege in den nächsten Quartalen wahrscheinlich nicht nachlassen werden.

 


 

Reduziert sich Inflation wieder?

Die Währungshüter der EZB sowie zahlreiche deutsche Ökonomen gehen jedoch weiterhin davon aus, dass sich die Inflation im kommenden Jahr wieder spürbar reduzieren werde.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte am Donnerstag auf einer Sitzung des Währungs- und Finanzausschusses des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass die hohe Inflation im Euroraum zwar lediglich “vorübergehend” sei.

Die Zentralbank werde die Risiken für die Inflationsaussichten jedoch “weiterhin sorgfältig beobachten”.

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