Erstmals konkrete Anleitung für die Altersvorsorge mit ETFs

Lyxor und das Institut für Vermögensaufbau legen Studie vor

  • IVA-Institut: ETFs sind eine ideale Ergänzung zu staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten
  • Indexfonds schlagen aktive Fonds auch bei der Altersvorsorge

Die Rentenlücke wird immer größer. Immer mehr Deutschen droht die Altersarmut, wenn sie sich nur auf die staatlichen Vorsorgesysteme verlassen. ETFs bieten eine neue und interessante Lösung. Neben den klassischen Altersvorsorgeprodukten können Anleger mit ETFs zusätzlich privat vorsorgen oder sogar ihre Altersvorsorge komplett selbst aufbauen. Das Institut für Vermögensaufbau (IVA) hat im Auftrag von Lyxor eine Studie zu diesem Thema erstellt. Auch Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft von Lyxor Asset Management in Deutschland und Österreich leitet, ist vom Nutzen der kostengünstigen Indexfonds für die private Altersvorsorge überzeugt: „Bei der privaten Altersvorsorge spielen ETFs ihre Kostenvorteile voll aus. Bei dem langen Anlagehorizont kommen die niedrigeren Gebühren besonders stark zum Tragen und zahlen sich für den Sparer unterm Strich durch Zusatzerträge von vielen tausend Euro aus.“

Anleitung für die Altersvorsorge mit Indexfonds – vier Lyxor ETFs reichen aus

Die neue IVA-Studie „Staatlich geförderte private Altersvorsorge: Alternativlos oder überflüssig?“ zeigt, wie Anleger ein ETF-Portfolio zur Altersvorsorge aufbauen können: Dazu empfehlen die Wissenschaftler zwei Teilportfolios, eines mit risiko- und chancenreicheren Aktien-ETFs sowie eines mit risikoärmeren Renten-ETFs. Beim Aktienportfolio raten sie zu einer ausgewogenen Mischung von entwickelten Aktienmärkten (MSCI World) und Schwellenländern (MSCI Emerging Markets). Das Rentenportfolio umfasst zu gleichen Teilen Euro-Staatsanleihen (EuroMTS AAA Government), die als risikoärmstes Anleihensegment angesehen werden können, und etwas renditestärkeren Unternehmensanleihen (iBoxx EUR Liquid Corporates). Je nach Spardauer und Verlustannahme kann für das Aktienportfolio ein Anteil zwischen 21 und 67 Prozent gewählt werden.

Das vom IVA vorgestellte ETF-Portfolio lässt sich mit nur vier Indexfonds von Lyxor Asset Management umsetzen, dem Lyxor ETF MSCI World, dem Lyxor ETF MSCI Emerging Markets sowie dem Lyxor ETF Euro Corporate Bond und dem Lyxor ETF EuroMTS AAA Government Bond. Die Gebühren der vier ETFs belaufen sich auf lediglich 0,165 bis 0,65 Prozent p.a. Zum Vergleich: Die Studie des IVA verweist darauf, dass beispielsweise bei fondsgebundene Produktlösungen der staatlich geförderten Altersvorsorge rund 10,5 Prozent der eingezahlten Beträge vom Produktmantel aufgezehrt werden.

ETFs könnten aktive Fonds bei der Altersvorsorge ablösen

Die IVA-Studie belegt das unterschätzte Potential von Indexfonds und kommt zu dem Fazit, dass „ETFs klassische staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte ideal ergänzen.“ Vor allem für Anleger, die über einen Riestervertrag hinaus vorsorgen wollen, um ihre Rentenlücke im Alter weiter zu schließen, stellen ETFs eine optimale Möglichkeit dar. Dabei seien sie aktiven Fondslösungen, was die Kostenbelastung angeht, generell überlegen. „Das Potenzial von ETFs für die private Altersvorsorge ist noch weitgehend ungenutzt. Indexfonds haben das Zeug dazu, aktive Fonds bei der Altersvorsorge abzulösen“, ergänzt Meyer zu Drewer.

ETFs schlagen konventionelle Riester-Produkte, wenn Flexibilität, Transparenz und Kostenbelastung beurteilt werden

Laut Studie schneiden ETF-Sparpläne besser ab als konventionelle Altersvorsorgeprodukte, wenn Beurteilungskriterien wie Flexibilität, Transparenz und Kostenbelastung angewendet werden. Wermutstropfen: Das Fehlen einer Kapitalgarantie bei den ETF-Sparplänen. Dies kann, so die Macher der Studie, jedoch aufgefangen werden – und zwar über eine angemessene Aufteilung der Sparrate auf risikoreichere und risikoarme ETFs. Dies hat das IVA bei den vorgestellten ETF-Portfolios umgesetzt. Auch dass ETFs ohne Riesterförderungen auskommen müssen, falle nicht so schwer ins Gewicht. Die hohe Flexibilität und die niedrigeren Kosten heben den vermeintlichen Nachteil auf.

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