EU-Kommission halbiert Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr 2026 halbiert. Wie die Konjunkturexperten am Donnerstag in Brüssel anlässlich der Vorstellung ihrer Frühjahrsprognose mitteilten, erwarten sie für Deutschland lediglich einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Im Herbst hatte die Kommission noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet.
Hauptgrund seien die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges. Auch die Deutsche Bundesbank sieht Auswirkungen des Konflikts auf die hiesige Wirtschaft. „Im zweiten Quartal belasten die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten die deutsche Wirtschaft wohl breiter und spürbarer“, hieß es im am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht des Instituts.
Insgesamt sei im laufenden Quartal aus heutiger Sicht mit einer Stagnation des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Wie stark der Krieg die Konjunktur darüber hinaus belasten werde, hänge entscheidend von seiner Dauer ab.
Wirtschaftsentwicklung auch in gesamter EU schwächer
Vor allem aufgrund des starken Anstiegs der Energiepreise verliere die Wirtschaftstätigkeit an Schwung, hieß es. „Als Nettoenergieimporteur ist die Wirtschaft der EU besonders anfällig für den durch den Konflikt im Nahen Osten verursachten Energieschock“, hob die Kommission hervor.
Unterdessen hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone weiter verschlechtert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,3 Zähler auf 47,5 Punkte, wie das Unternehmen am Donnerstag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit Oktober 2023.
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