EUR/USD: Neuer Anlauf auf die 1,50US-$ Marke

Nachdem der Euro kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 1,50US-$ Ende Oktober überwinden konnte wurde die Aufwärtsbewegung gestoppt und der Kurs fand in der Vorwoche Erholung. Zu beginn dieser Woche blieb der Handel uneinheitlich, da viele Anleger vor den Notenbanksitzungen in den USA und Europa gewartet haben und lieber ihr Pulver trocken hielten. Einhellig war zwar die Meinung bezüglich der Leitzinsentscheidung für beide Zentralbanken, aber die Ausblicke zur künftigen Zinspolitik der FED und der EZB wurden mit Spannung erwartet.

Nach dem Statement, des Vorsitzenden des Offenmarktausschusses der FED Ben Bernanke, erhielt der Euro Auftrieb. Nicht wenige Experten hatten erwartet, dass das Statement erste Anzeichen für eine baldige Zinsanhebung enthält, nachdem die Konjunkturdaten für Amerika zuletzt durchweg positiv ausgefallen waren. Dies blieb jedoch aus und Bernanke kündigte an auch weiterhin eine Politik des billigen Geldes betreiben zu wollen.

Die EZB, die im Vergleich zur FED, nur Verantwortung für die Stabilität des Preisniveaus trägt, wird voraussichtlich eher damit beginnen, die Liquidität, die zur Rettung des Bankensektors in den Markt gepumpt wieder abzuziehen. Dies würde dem Euro für die nächsten Monate weiteres Aufwärtspotential bringen. Weiterhin uneinig sind sich die Experten innerhalb des Euroraumes über eine Intervention der EZB auf dem Devisenmarkt. Befürworter tragen den belastenden Effekt eines starken Euros auf Wachstum und Inflation ins Feld. Die EZB selbst hat noch keine Position zu diesem Thema bezogen.

Wie könnte es im EUR/USD in der nächsten Woche weiter gehen?

Zum Zeitpunkt der Analyse kostet der Euro 1,4863US-$. Im 1h-Chart hat sich ein kurzfristiger Aufwärtstrend etabliert und es können folgende Widerstands- und Unterstützungsbereiche festgemacht werden:

Widerstände existieren im Bereich von 1,4877 und 1,4895. Darüber sollte Platz bis knapp an die Marke von 1,50/US-$ sein. Unterstützungen liegen derzeit in den Bereichen von 1,4850/ 1,4833/ 1,4814. Der Bereich zwischen 1,48 und 1,49/US-$ sollte insbesondere für den kurzfristig agierender Trader viele interessante Einstiegsmöglichkeiten bieten.

Auch im Tageschart hat der im März begonnene Aufwärtstrend weiterhin Bestand. Die Aufwärtstrendlinie wurde im Handelsverlauf des 3.Novembers angetestet. Der Euro ist an dieser Linie aber bilderbuchmäßig abgeprallt.

Widerstand existiert derzeit nur im Bereich von 1,5045US-$. Bricht der Euro dieses Kursniveau, sollte Platz bis 1,52US-$ sein. Erste Unterstützung findet der Euro aktuell bei 1,4809. Die nächste Unterstützung im Bereich von 1,47US-$ ist sehr wichtig. Hier verläuft gleichzeitig auch die Aufwärtstrendlinie. Wird diese gebrochen ist mit einer weiteren Erholung bis in den Bereich von 1,45US-$ zu rechnen.

Der RSI notiert mit einem Wert von 55,67 im neutralen Bereich.

Auch der Stochastik-Oszillator und hat mit dem Tief vom 3.November am überverkauften Bereich gekratzt und notiert aktuell im neutralen Bereich und hat noch Platz bis eine überkaufte Marktsituation entsteht.

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