EURUSD-Analyse: Innenpolitische Konflikte

Admiral MarketsDie EU und insbesondere Deutschland sind momentan mit sich selbst und der richtungsweisenden Asyl-Frage beschäftigt. In den USA brodelt es hingegen langsam zwischen größeren Unternehmen und dem US-Präsidenten aufgrund der protektionistischen Wirtschaftspolitik.

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1572 und damit deutlich unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR schwankte am Mittwoch der letzten Handelswoche zunächst in einer engen Box seitwärts. Es gab zwar einen kleinen Abtaucher, dieser wurde zeitnah zurückgekauft. Am Donnerstag wurde das Tief des Vortags erneut getestet und mit einer dynamischen Bewegung auch unterschritten.

Das Währungspaar konnte sich erst bei 1,1508 stabilisieren und im Nachgang dessen auch deutlicher erholen. Diese Erholung setzte sich am Freitag fort. Der EUR konnte einen Wochenschluss über der 1,1650 und über der Vorwoche formatieren. Am Montag dieser Handelswoche ging es zunächst weiter nach oben. Das Währungspaar schaffte es, sich über die 1,1700 zu schieben, konnte sich dort aber nicht festsetzen.

Der Gewinn vom Montag wurde am Dienstag wieder ab verkauft. Der EUR rutschte im Zuge dessen wieder in den Bereich der 1,1650.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich unter dem Level der Vorperiode, wobei dieses Hoch auch durch einen Spike formatiert wurde. Das Tief im letzten Betrachtungszeitraum wurde noch einmal unterschritten. Der EUR konnte sich aber über der 1,1500 stabilisieren und erholen. Die Range mit knapp über 200 Pips lag unter der der Vorperiode aber über dem Jahresdurchschnitt.

 

EURUSD Chartanalyse

 

 


 

 

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1694/96 weiter bis an die 1,1705/07 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich am Montag eingestellt. Das Anlaufziel wurde im Späthandel exakt getroffen. Während der normalen Handelszeiten, wurde das Anlaufziel nicht erreicht. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1518/16 und dann knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1511/09, wobei das Level sich, wie erwartet, als belastbare Unterstützung gezeigt hat.

  • Wochenhoch*: 1,1712 Vorwoche 1,1851
  • Wochentief*: 1,1508 Vorwoche 1,1530
  • Wochenschluss: 1,1656 Vorwoche 1,1605
  • Wochen-Range*: 204 Pips Vorwoche 321 Pips

Wie könnte es weitergehen?

  • EUR/USD-WS: 1,1704/93…..1,1821/84…..1,1947….1,2014/46/80…..1,2138/86
  • EUR/USD-US: 1,1570/33/01…..1,1485/69…..1,1328…..1,1241…..1,1163…..1,1088

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,2046 und 1,1328
  • Intraday-Marken: 1,1818 und 1,1479
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Das Chartbild hat sich Ende der letzten Handelswoche etwas aufgehellt. Der EUR konnte sich im 4h Chart über die EMA20 schieben und auch im Nachgang über die EMA50. Am Montag ging es sogar bis in den Bereich der EMA200, die allerdings nicht ganz erreicht wurde. Der Rücksetzer am Dienstag hat das Währungspaar aber wieder an die EMA20 geführt. Was aktuell fehlt ist der Kaufdruck. Der EUR erholt sich immer etwas, um dann im Nachgang umso deutlicher nachzugeben. Die 1,1510/00 ist nach wie vor eine belastbare Unterstützung. Der EUR konnte sich hier in der letzten Handelswoche, wie Ende Mai auch, erholen.

Übergeordnet ist der EUR angeschlagen. Im Daily ist er unter die EMA20 gerutscht. Solange es per Tagesschluss nicht über die 1,1720 geht, können Rücksetzer den EUR jederzeit, auch deutlich, unter die 1,1500 führen. Aufhellen würde sich das Chartbild erst über der 1,1850. Dann wäre wieder Luft bis in den Bereich der 1,2200/1,2250. Geht es aber per Tagesschluss unter die 1,1 500 und wird das am Folgetag bestätigt, könnte es auch vergleichsweise schnell an die 1,1350/1,1300 und dann in Richtung der 1,1000 gehen.

Fazit: Aktuell kann sich der EUR immer wieder an der 1,1530/10 nach oben abstoßen. Somit ist dies das Level, was es in den kommenden Handelstagen zu beachten ist. Rutscht der EUR per Tagesschluss unter die 1,1500 könnten sich größere Abgaben einstellen. Aufhellen würde sich das Chartbild erst wieder über der 1,1720.

Rahmenbedingungen:

Der EUR hat in den letzten Handelstagen unter dem anhaltenden Zollstreit und den damit sich eintrübenden Wettbewerbsbedingungen für die europäische Wirtschaft gelitten. Zudem kommen noch die politischen Streitigkeiten in Europa in Bezug auf die Asylpolitik. Einige Beobachter befürchten sogar das Auseinanderbrechen der EU. Die aktuellen politischen Spannungen zeigen aber auch, wie sehr sich das politische Klima in Rekordzeit geändert hat.

Damit rückt auch die Schuldenpolitik wieder in den Vordergrund. Griechenland kommt nach wie vor nicht voran mit der Sanierung des Haushaltes. Experten befürchten sogar, dass das Land noch tiefer in die Schuldenkrise rutscht wie es schon ist; trotz Erleichterungen im Schuldendienst, trotz eines 100 Mrd. Schuldenschnitts vor einigen Jahren, vor allem von privaten Unternehmen. Die Frage ist, wie sich Italien jetzt aufstellen möchte. Die jetzt amtierende Regierung hat ja einiges an Leistungen in Aussicht gestellt, die nur schwerlich zu finanzi eren sind. Italien ist da eine Nummer größer – too big too fail.

Das Schicksal und die Zukunft des EUR entscheidet sich nicht in Athen sondern in Rom und dass vielleicht schon schneller als von vielen gedacht oder vermutet. Diese Rahmenbedingungen sprechen aktuell fundamental gegen einen weiteren, signifikanten Anstieg des EUR.

Im Laufe dieser Handelswoche wird auch eine Reihe von Konjunkturdaten bekannt gegeben. Insbesondere die Daten zur Preissteigerung werden aufmerksam registriert werden. Da der Ölpreis in den letzten Wochen stabil geblieben ist, gehen wir davon aus, dass sich die Inflationsrate nicht nachhaltig erhöhen wird. Für Deutschland erwarten wird diese bei unter 2 %.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1650 zu stabilisieren. Schafft der EUR dies, so könnte er dann die 1,1664/66 bzw. die 1,1672/74 erreichen. Bereits hier stößt er an die EMA20 im 4 h Chart. Somit besteht die Möglichkeit, dass sich hier Rücksetzer einstellen. Kann sich der EUR aber über die 1,1666/74 schieben, so wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,1687/89, bei 1,1702/04 und dann bei 1,1719/21 zu suchen.

Im Bereich der 1,1719/21 könnte der EUR ebenfalls Probleme haben weiter zu kommen.

Dieses Level könnte er am besten im Zuge einer dynamischen Impulsbewegung überwinden. Gelingt dies, so wären die 1,1732/34, die 1,1745/47, die 1,1753/55 und dann die 1,1769/71 die nächsten relevanten Anlaufmarken. Über der 1,1769/71 kämen dann noch die 1,1788/90, die 1,1805/07, die 1,1818/20 und die 1,1835/37 als weitere Anlaufziele in Betracht.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1650 etablieren, so könnten die Rücksetzer zunächst bis an die 1,1638/36 und dann an die 1,1620/18 gehen. Bereits hier hat der EUR Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Rutscht das Währungspaar unter die 1,1620/18, so wären die 1,1608/06, die 1,1598/96, die 1,1581/79 und die 1,1565/63 bzw. die 1,1555/53 die nächsten Anlaufziele. Im Bereich der 1,1555/53 hat der EUR Chancen auf Stabilisierung und Erholung.

Hält diese Marke aber nicht, so könnte er dann die 1,1544/42, die 1,1530/28, die 1,1518/16 und dann die 1,1509/07 erreichen. Setzt der EUR unter die 1,1528/07 zurück, so hätte er in diesem Bereich, wie in der letzten Handelswoche auch, gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung.

Wird das Level aber mit Momentum und Dynamik angelaufen, so könnte der EUR im Zuge dessen auch die 1,1496/94, die 1,1480/78, die 1,1463/61 bzw. die 1,1452/50 erreichen. Bei ausgeprägter Abwärtsdynamik könnte der EUR auch noch die 1,1435/33, die 1,1418 /16 und die 1,1407/05 anlaufen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/ aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 28.06.2018: EUR – Verbrauchervertrauen
  • 28.06.2018: USA – GDP Wachstum
  • 29.06.2018: EUR – Arbeitslosenzahlen DE
  • 02.07.2018: USA – ISM Manufacturing PMI

 

Disclaimer

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