EURUSD Analyse: Trübe Konjunkturaussichten

Admiral Markets: Für die Investoren war gestern der ZEW Index sehr enttäuschend. Dieser hat sich weiter verschlechtert, was auf eine weitere Eintrübung der Konjunktur in Deutschland hindeutet. Damit verfestigt sich die Einschätzung, dass die Konjunkturaussichten für dieses Jahr weiter schlecht bleiben. Die BIP Zahlen für das 2. Quartal 2019 für Deutschland dürften damit auch nicht besonders ausfallen. Der seit 10 Jahre anhaltende Aufschwung in Deutschland könnte sich damit dem Ende zu neigen.

Die Konjunkturaussichten in de USA sind zwar auch eingetrübt, aber die Wirtschaft deutet nach wie vor Vollbeschäftigung an. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie seit der Finanzkrise nicht mehr, allerdings bewegt sich die Inflation nach wie vor unter der 2% Marke. Dies ist a-typisch, da Vollbeschäftigung eigentlich steigende Löhne nach sich ziehen sollte, was die Inflation anheizt.

Dem ist aktuell nicht so.

Damit ist wahrscheinlich, dass die FED bei der nächsten Sitzung tatsächlich die Zinsen senken könnte.

 

EURUSD Analyse: Trübe Konjunkturaussichten

EURUSD Analyse: Trübe Konjunkturaussichten


EURUSD-Rückblick (10.07.2019 – 16.07.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1210 und damit 80 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR konnte sich am Mittwochnachmittag aber in einer deutlichen Impulsbewegung bis in den Bereich der 1,1260 schieben. Am Donnerstag ging es dann in der Spitze sogar bis an die 1,1286. Hier kam es dann wieder zu Abgaben, die den EUR zurück in den Bereich der 1,1250 brachten. Zum Wochenschluss hin konnte sich der EUR erneut an die 1,1270 schieben.

 


 

An diesem Level ging er dann auch aus dem Wochenhandel. Zu Wochenbeginn versuchte der EUR erneut nach Norden auszubrechen. Es blieb aber bei einem Versuch. Im Nachgang dessen ging es moderat abwärts, wobei die 1,1250 übergeordnet gehalten werden konnte. Am Dienstag setzte erneute Schwäche ein. Der EUR rutschte bis an die 1,1202 und fand erst hier einen Halt. Die Erholungen im Nachgang blieben aber überschaubar.

Der EUR schaffte es nicht, sich an das Hoch der Vorperiode zu schieben. Er schaffte es nicht einmal die 1,1300 zu erreichen. Das Tief im Betrachtungszeitraum liegt knapp über dem Level der Vorperiode. Der EUR ist in den vergangenen fünf Handelstagen in einer sehr kleinen Range seitwärts gelaufen. Diese lag unter der der Vorperiode und auch unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1269/71 weiter bis an die 1,1281/83 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde knapp überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen nicht wesentlich unter die 1,1205, unsere unteren Anlaufziele wurden damit nicht erreicht.

  • Hoch*: 1,1286 Vorperiode: 1,1311
  • Tief*: 1,1202 Vorperiode: 1,1193
  • Wochenschluss: 1,1270 (1,1225)
  • Range*: 84 Pips Vorperiode: 118 Pips

*Betrachtungszeitraum 10.07.2019 – 16.07.2019 – Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

 


 

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1378/88/98…..1,1414/24….1,1516/66/72…..1,1602/58
  • Euro-US: 1,1213/02…..1,1193/78/54/23/04…..1,1088/27….1,0955

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,2550 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1425 und 1,1151
  • Intraday-Marken: 1,1334 und 1,1203
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

 

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR ist in den letzten Handelstagen wieder deutlich unter alle wesentlichen Durchschnittslinien gefallen und hat sich darunter auch etabliert. Damit hat sich das Chartbild wieder eingetrübt. Die Aufwärtsbewegung an die 1,1412 vor gut zwei Wochen kann mittlerweile als ein klassischer Fehlausbruch interpretiert werden. Der EUR hat es in den letzten Handelstagen nicht mehr geschafft, sich an die EMA20 (aktuell bei 1,1248) zu schieben. Ganz im Gegenteil – er ist mittlerweile auch unter die EMA50 (aktuell bei 1,1240) gefallen. Damit hat der EUR nun die EMA50 und die EMA20 vor sich. Diese muss er überwinden, um überhaupt neue Perspektiven auf der Oberseite zu haben. Allerdings hat er auch noch die EMA200 (aktuell bei 1,1276) vor sich. Damit würde sich das Chartbild erst wieder aufhellen, wenn es der EUR schafft, sich über die 1,1276 zu schieben und dort auch zu etablieren.

Sollte sich weitere Schwäche einstellen, so könnte er EUR übergeordnet bis an die 1,1100 und dann weiter an die 1,1050 laufen.

Fazit: Der EUR muss wieder über die EMA20/50 und dann über die EMA200, um weiteres Potential auf der Oberseite zu realisieren. Solange er unter diesen Durchschnittslinie notiert, könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die übergeordnet bis an die 1,1100 bzw. an die 1,1050 gehen könnten.

 

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1210 zu halten. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1220/22, bei 1,1230/32 und dann bei 1,1239/41, bzw. die 1,1246/48 zu erreichen. Vorstellbar ist, dass es in dem Bereich bei 1,1239/48 zunächst schwer werden könnte weiter zu kommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch beendet. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte der EUR auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1253/55, bei 1,1263/65 bzw. 1,1274/76 laufen.

Auch im Bereich der 1,1274/76 könnte es schwer werden weiter zu kommen. Kann sich der EUR über die 1,1274/76 schieben, so wäre der Weg an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1281/83, bei 1,1292/94 und dann bei 1,1300/02 frei. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1309/11, bei 1,1321/23, bei 1,1331/33, bei 1,1342/44, bei 1,1350/52 und dann bei 1,1361/63 zu finden.

 

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1210 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1200/1,1198, an die 1,1188/86, an die 1,1177/75, an die 1,1169/67, an die 1,1156/54 und dann an die 1,1146/44 gehen. Rutscht der EUR unter die 1,1146/44, so könnte es dann an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1137/35, bei 1,1130/28, bei 1,1120/18 und dann an die 1,1112/10 bzw. an die 1,1103/01 gehen. Bei ausgesprochener Schwäche wäre auch ein Erreichen unserer Anlaufziele bei 1,1095/93, bei 1,1088/86, bei 1,1071/69 und bei 1,1160/58 denkbar.

 

 

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

 

Disclaimer

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