flatex IPO – Die Zeichnungsfrist beginnt

flatex IPO - Die Zeichnungsfrist beginnt

Vom 17. bis zum 26. Juni 2009 haben Anleger die Möglichkeit, Aktien der flatex AG im Rahmen des IPO zu einem Emissionspreis von 3,90 Euro je Aktie zu zeichnen. Broker-Test.de sprach mit Ralf Müller, Vorstand der flatex AG, über das Zustandekommen des Emissionspreises, welche Vorteile flatex-Kunden bei der Zeichnung genießen und was das Listing der Aktie im Entry Standard für den Anleger bedeutet.

Damit greifen wir nochmal das zum geplanten IPO der flatex AG geführte Interview vom 20. Mai auf.

Wie kam der Emissionspreis von 3,90 Euro je Aktie zustande?

Ralf Müller: “Der Angebotspreis wurde vom Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats sowie in Abstimmung mit der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG festgelegt. Dabei wurde zunächst ein Verkaufspreis anhand eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses aufgrund interner Berechnungen der künftigen Geschäftsentwicklung ermittelt. In einem zweiten Schritt wurde jedem Kunden der Gesellschaft ein Wert zugewiesen und die Summe dieser Kundenwerte durch die Anzahl der Aktien der Gesellschaft geteilt. Aus den so ermittelten Verkaufspreisen wurde ein Mittelwert gebildet und daraus der endgültige Angebotspreis in Höhe von EUR 3,90 pro Aktie ermittelt.”

Die Aktien sollen im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet werden. Was bedeutet dies für den Anleger?

Ralf Müller: “Der Entry Standard unterscheidet sich vom Open Market darin, dass dort erhöhte Transparenzanforderungen gestellt werden und der Anleger so mehr Informationen über „sein“ Unternehmen erhält. Im Vergleich zum General oder Prime Standard können wir als relativ junges Unternehmen die Kosten für das IPO und die im Zusammenhang stehenden Folgepflichten relativ gering halten.”

Welche Vorteile genießen flatex Kunden bei der Zeichnung der Aktien?

Ralf Müller: “Die flatex-Kunden werden bei der Zuteilung bevorzugt behandelt und müssen für ihre Zeichnungsorder auch keine Ordergebühren entrichten. Da wir davon ausgehen, dass wir die gesamte Tranche unter unseren Kunden platzieren können, werden so wohl nur flatex-Kunden beim IPO zum Zuge kommen.”

Wann können Aktionäre erstmals mit einer Dividendenzahlung rechnen?

Ralf Müller: “Dazu können wir aktuell noch keine Auskunft geben.”

Im Wertpapierprospekt wird der Aufbau eines Sales-Teams erwähnt. Welche Aufgaben wird das Sales-Team übernehmen?

Ralf Müller: “Sales-Team ist hier vielleicht etwas mißverständlich. Wir werden unseren Kundenservice und auch die Kundenbetreuung stark ausbauen. In diesem Zuge wird ein Team aufgebaut, welches unseren Bestandskunden aber natürlich auch den Neukunden mit Rat und Tat zur Seite steht. Das betrifft die aktive Kundenansprache, wenn wir merken, dass Kunden Trading-Unterstützung zum Beispiel in Form von Online-Seminaren benötigen oder wenn Kunden Hilfestellung beim Umgang mit der Handelsplattform benötigen. Und das betrifft natürlich auch alle eingehenden Fragen rund um das Angebot von flatex. Und da der Handel mit CFDs für viele Anleger und Trader noch neu und deshalb vielleicht auch etwas “unheimlich” ist, wird hier auch der Schwerpunkt liegen.”

Wie bewerten Sie die derzeitige Stimmung an den Börsen? Wie wird sich der DAX bis Jahresende Ihrer Meinung nach entwickeln?

Ralf Müller: “Wir sehen, dass sich die Stimmung am Markt aktuell wieder etwas bessert und sich der Markt momentan stabilisiert. Wir wissen aber auch, und das haben wir auch in der Vergangenheit schon des öfteren gesehen, dass sich das auch ganz schnell wieder ändern kann. Sehen Sie mir es deshalb nach, dass ich zur Entwicklung des DAX keine Einschätzung geben kann.”

Wie sieht Ihre Prognose für die Entwicklung der flatex-Aktie bis Jahresende aus?

Ralf Müller: “Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zur Kursentwicklung unserer eigenen Aktie keine Prognose abgeben wollen.”

Wir wünschen viel Erfolg!

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