flatex-markets: Facebook ein Desaster / DAX sogar über 6600 Punkte

Ein paar kleine Worte helfen dem DAX manchmal kräftig nach oben. „Glauben Sie mir, wir werden alles tun“, sagte EZB-Chef Draghi gestern bezüglich Stützungsmaßnahmen zum Euro. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, die Zinsen für Deutschland zogen etwas an, jene für Spanien und Italien sanken kräftig, vor allem auch im kurzfristigen Bereich. Nun wird es spannend, wie nachhaltig diese Aussagen sein werden. Denn die Bären haben sich sicher nicht zurückgezogen sondern nur für eine kurze Zeit das Feld überlassen.

 

Heute Morgen wird der Markt erst mal noch fester taxiert mit 6606 Punkten. Hilfreich könnten dabei auch die Quartalszahlen sein. Linde berichtet von einem guten Quartal, was auch von Sparanstrengungen unterstützt wurde. Schlimm sieht es dagegen bei Facebook aus. Man hat im zweiten Quartal einen dicken Verlust verzeichnet. Man wächst sehr schnell, doch die Kosten übersteigen die Erlöse bei Weitem. Nachbörslich ist die Aktie gestern auf ein neues Tief bei 24 Dollar gefallen, büßte nochmals zehn Prozent ein. Damit dürfte die Wut vieler Investoren auf Facebook steigen und die Bereitschaft, neu zu investieren nachlassen. Denn anders als bei Firmen mit guten und schlechten Quartalen fühlen sich viele Akteure hier schlicht ausgenommen. Was vom Sektor momentan zu halten ist zeigte auch Zynga am Tag zuvor.

 

Nicht viel besser sieht es angesichts der hohen Bewertung bei Amazon aus. Der Umsatz stimmt, doch die Investitionen fressen fast alles auf. Per Saldo blieb im letzten Quartal ein symbolischer Gewinn von sieben Millionen Dollar hängen. Allerdings gab es bei Amazon gestern Abend noch ein Auf und Ab: Erst lag die Aktie sieben Prozent hinten, dann drehte sie wieder ins Plus. Im Plus sind auch die Ölpreise gelandet. Brent macht sich auf, jetzt Richtung 106 Dollar zu laufen, WTI kratzt an der 90-Dollar-Marke. Bei Gold und Silber stehen die Zeichen auch auf Aufwärtstrend: Silber kostet 27,64 Dollar, Gold nun 1616. Auf der Konjunkturseite stehen vor dem Wochenende noch die offizielle Vorabschätzung zum US-BIP für das 2. Quartal an, erwartet zwischen 0,3 und 1,1 Prozent. Um fünf vor vier könnte sich die Stimmung vor dem Handelsschluss dann nochmal drehen. Denn das endgültige Verbrauchervertrauen aus Michigan gilt als wichtiger Konjunkturindikator der USA.

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