FXCM: Euro, nein danke! – Kronen-Duo und Türkische Lira profitieren

Gerade einmal noch 38 Prozent der Türken sprechen sich aktuell für einen Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union (EU) aus. Vor acht Jahren zu Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen lag dieser Anteil noch bei 73 Prozent.

In der EU sind die Schweden zwar schon, aber nur noch jeder fünfte von ihnen würde aktuell die Krone gegen den Euro eintauschen, beim Referendum 2003 gewannen die Euro-Gegner die Abstimmung nur knapp mit 56 Prozent. In Norwegen das gleiche Bild, die Bevölkerung ist nach zwei gescheiterten Abstimmungen für einen EU-Beitritt immer weniger zu begeistern.

Die zeitweilige isländische Präsidentschaftskandidatin Anórsdóttir wurde zu diesem Thema gar mit den Worten zitiert: "Wer möchte sich schon in einem brennenden Hotel einmieten?"

Zwar brennt Europa in meinen Augen noch nicht, die im Hauptberuf populäre TV-Moderatorin bringt die derzeitige Lage der europäischen Gemeinschaftswährung allerdings sehr gut auf den Punkt. Die Folge am Devisenmarkt sind immer länger andauernde und sich beschleunigende Abwärtstrends des Euro gegenüber vielen anderen Währungen.

In meinen Kommentaren der vergangenen Wochen habe ich besonders die Chancen des skandinavischen Kronen-Duos aus Schweden und Norwegen, aber auch der Türkischen Lira hervorgehoben. Der Trend beider Kronen stimmt und ist weiterhin intakt, die Lira tendierte in den vergangenen sechs Wochen eher seitwärts.

Chart Euro Krone Türkische Lira
 

Für alle drei gilt bei einem Engagement generell das gleiche Risiko: Kommt es zu einem starken Rebound im Euro, der die vielen Short positionierten Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, wird die Gemeinschaftswährung auch kurzfristig wieder einigen Boden gegenüber den angesprochenen Währungen gut machen.

Mittel- bis langfristig halte ich aber sehr wohl das Erholungspotenzial des Euro für begrenzt und schätze die Chancen eines Investments sowohl in die Schweden- und Norwegen-Krone als auch in die Türkische Lira höher als die Risiken ein.

Von beiden Skandinaviern kamen in den vergangenen Tagen sehr positive Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung. Schweden überraschte mit einem Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal von 2,3 Prozent, gerechnet hatten die Volkswirte hier lediglich mit 0,6 Prozent. Auch die Industrieproduktion im Juni zeigt mit einem Plus von 0,4 Prozent zum Vormonat die Widerstandsfähigkeit der schwedischen Wirtschaft gegenüber der sich abzeichnenden Rezession in der Eurozone.

Norwegen glänzte hier sogar mit einem Plus von 0,8 Prozent. Erwartet wurde in beiden Fällen ein Rückgang. Bei Norwegen zu betonen ist die hohe Abhängigkeit vom Öl und Gas und den entsprechenden Preisen, die der Anleger immer im Auge behalten sollte. Entwarnung allerdings wurde hier vorerst mit einem Juni-Plus von 1,3 Prozent im Monatsvergleich in diesem Sektor gegeben.

Die türkische Wirtschaft musste bei dieser Kennziffer dagegen einen leichten Dämpfer hinnehmen. Das Minus fiel mit zwei Prozent im Monatsvergleich höher aus als erwartet und unterbricht den seit Jahresbeginn andauernden Wachstumstrend. Damit erklärt sich auch die unterschiedliche Entwicklung von Kronen-Duo und Türkischer Lira gegenüber dem Euro. Für die Türkische Lira bin ich auf mittlere Sicht aber weiterhin sehr positiv eingestellt. Schaut man sich die Altersstruktur der türkischen Bevölkerung an, sieht man das enorme Wachstumspotenzial der Wirtschaft am Bosporus. Ein Viertel der Türken ist noch keine 15 Jahre alt, zum Vergleich: In den USA liegt dieser Anteil bei nur 20 Prozent, in Deutschland und Japan bei gerade einmal 13 Prozent. Außerdem kann sich das Land aufgrund seiner Lage besser von Europa abkoppeln als viele andere Anrainer der Eurozone. Während besonders der direkte Nachbar Griechenland leidet, konzentrieren sich die Türken zunehmend auf Asien und den Nahen Osten, was sich langfristig auszahlen sollte. Kurzfristig allerdings besteht bei der Lira zusätzlich das Risiko einer Zinssenkung der Türkischen Notenbank, die nach den schlechten Zahlen wieder etwas wahrscheinlicher geworden ist.

Favorisieren würde ich vor diesem Hintergrund das Engagement in die Norwegische (NOK) und Schwedische Krone (SEK), wobei ich das größere Potenzial bei den Norwegern vermute. Einfach aus dem Grund, da die Schwedische Krone seit Mai schon etwas heiß und weitaus besser als ihr norwegisches Pendant gelaufen ist und damit reichlich Korrekturpotenzial aufgebaut hat. Nachdem EUR/NOK mein im Juni avisiertes Ziel von 7,40 schon weit hinter sich gelassen hat, sollte auf Sicht von zwölf Monaten die Marke von 7,00 EUR/NOK realistisch sein. Bei der Schweden-Krone bleibe ich bei meinem Kursziel von 8,00 EUR/SEK. Eher unter Beobachtung, aber langfristig sehr interessant ist derzeit für mich die Türkische Lira.

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