FXCM Marktkommentar: Devisenmarkt misstraut dem Euro

In Irland steht heute die Neuordnung des Staatshaushaltes an. Den Devisenmarkt kann die Flucht des keltischen Tigers unter den EU-Rettungsschirm jedoch nicht nachhaltig beruhigen, meint Torsten Gellert, Managing Director von FXCM Deutschland: “Devisenhändler bewegt momentan die Frage, wie groß die Ansteckungsgefahr für andere Staaten ist. Obwohl beispielsweise die Ausgangslage in Portugal eine andere ist, wird das Land misstrauisch beäugt. Viele Marktteilnehmer stecken die europäischen Schuldnerstaaten in eine Schublade.” Sollte sich die Situation in Portugal als kritisch erweisen, dürften daher auch Spanien, Italien und Belgien zunehmend in den Fokus geraten.

Die Äußerungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche eine Ausweitung des EU-Rettungsschirms sowie die Ausgabe von sogenannten Euroanleihen kategorisch ausschließen, sorgen für eine weitere Beunruhigung der Märkte. “Auch wenn damit natürlich die Interessen Deutschlands vertreten werden, unterschätzen die beiden Politiker die Logik der Finanzmärkte”, meint Gellert. “Was die überschuldeten Länder der Eurozone, und damit auch die Gemeinschaftswährung, nicht gebrauchen können, ist Uneinigkeit und Verunsicherung. Denn das würde in den Peripheriestaaten zu weiter steigenden Zinsen führen und das Problem verstärken.”

Allerdings könnte die Europäische Zentralbank versuchen, das Vertrauen durch neue Stresstests oder doch eine Ausweitung des Rettungsschirms wiederherzustellen. Sollten diese Maßnahmen politisch durchsetzbar sein, würde sich das Blatt schnell wieder wenden. Das käme dem Euro zu Gute – eine Möglichkeit, die der Markt laut Gellert bislang noch nicht eingepreist hat.

Viele Devisenhändler gehen momentan lieber auf Nummer Sicher und flüchten in andere Währungen, etwa den als zuverlässig geltenden Schweizer Franken oder renditeträchtige Schwellenländerdevisen. “Die boomenden Schwellenländer heben allmählich ihre Leitzinssätze an, um damit die Inflation einzudämmen. Für ausländisches Kapital werden sie damit umso attraktiver”, sagt Gellert. China hatte im Oktober den Leitzins auf 5,56 Prozent angehoben, Brasilien im Juli dieses Jahres auf 10,75 Prozent. Das nächste Treffen der brasilianischen Notenbanker ist für den 7./8. Dezember 2010 angesetzt. Analysten erwarten, dass der Leitzins spätestens im kommenden Jahr auf über 12,0 Prozent erhöht werden könnte.

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