FXCM: Schweizer Franken – Die Untergrenze zum Euro kommt wieder näher

FXCMSchweizer Franken – Die Untergrenze zum Euro kommt wieder näher

Wer glaubte, durch die Einführung der Untergrenze zum Euro durch die Schweizer Nationalbank vor mehr als zwei Jahren hätte der Franken als sicherer Hafen ausgedient, der wurde zumindest in den vergangenen zwei Wochen eines besseren belehrt. Mit Beginn der Korrekturen an den Aktienmärkten und eines beschleunigten Kapitalrückzugs aus den Schwellenländern bot die Niedrigzinswährung für die Investoren wieder ein durchaus attraktives und vermeintlich sicheres Anlageziel. Diese Entwicklung drückte den Kurs des Euro gegenüber dem Franken wieder unter die 1,22 EUR/CHF und damit zurück an die Unterstützung der vorangegangenen Monate. Jetzt ist der Abstand zur Untergrenze von 1,20 EUR/CHF wieder merklich kleiner geworden. Auf diesem Niveau zieht das Währungspaar immer diejenigen an, die auf eine weitere Verteidigung dieser Marke setzen und deshalb eine der wenigen Investitionen mit einer Art Sicherheitsnetz, die es am Markt gibt, nutzen wollen.
 

Sicherheitsnetz macht einen stabilen Eindruck
Die Schweizer Nationalbank (SNB) wird nicht müde zu betonen, dass sie an diesem gespannten Sicherheitsnetz mit der verteidigten Wechselkursuntergrenze von 1,20 EUR/CHF weiterhin festhalten wird. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Notenbank diese Wechselkursuntergrenze mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln auch weiterhin verteidigen wird. Ein zu starker Franken hätte negative Auswirkungen auf die Konjunktur des Landes, gerade der Export wäre davon betroffen. Doch mit dem komfortablen Abstand des Wechselkurses zur 1,20 hat die SNB bereits länger nicht mehr intervenieren müssen. Bereits über ein Jahr soll es her sein, das die Notenbank mit dieser Absicht das letzte Mal agierte.

Mit der Aussicht eines begrenzten Risikos auf der Unterseite kann deshalb immer dann mit verstärkten EUR/CHF-Käufen gerechnet werden, wenn die 1,22 EUR/CHF nachhaltig unterschritten wird. Das stabilisiert den Kurs schon mit einem gewissen Sicherheitsabstand zur Untergrenze. Sollte dann die Nervosität in den Märkten wieder zurückgehen und der Euro sich weiterhin stabil halten, könnte sich der Kurs schnell wieder in Richtung der 1,24 EUR/CHF auf den Weg machen.
 

Ganz ohne Risiko aber geht es nicht
Ganz ohne Risiko allerdings ist eine solche Spekulation natürlich nicht. Sich beschleunigende und damit exzessive Kapitalabflüsse aus risikobehafteten Anlagen wie den Schwellenländer-Währungen aber auch immer noch hochbewerteten Aktienmärkten sollten weiteres Kapital in den Schweizer Franken spülen. Und in so mancher Staatsanleihe der krisengeplagten Eurozone liegt zusätzlich sehr viel scheues Anlegergeld. Seit der Garantieerklärung von EZB-Mario Draghi vor gut anderthalb Jahren haben selbst die riskantesten Anlagen Europas wieder sehr viel ausländisches Kapital angezogen. Besonders die Staatsanleihen der südlichen Peripherie der Eurozone (Spanien, Italien, Griechenland) zogen globale Investoren an, die höhere Renditen erzielen wollten. Mutige Anleger suchten hohe Erträge in den schwachen Anlagen mit der scheinbaren Sicherheit von “Staatsschulden“. Wenn allerdings dieses Vertrauen schwindet, dann werden überhebelte, fundamental instabile und überbewertete Anlagen wohl am ehesten aufgelöst.
 

FXCM-Kunden vertrauen auf die Schweizer Notenbank und kaufen EUR/CHF
Unter den Kunden des Brokerhauses FXCM setzen dennoch aktuell auffällige 93 Prozent auf einen wieder steigenden EUR/CHF-Kurs, wie der von FXCM und DailyFX berechnete Speculative Sentiment Index (SSI) zeigt. Aktuell kommen auf einen Short Positionierten im EUR/CHF über 14, die auf wieder steigende Kurse der Gemeinschaftswährung spekulieren. Kauf-Positionen liegen 33% über dem Niveau und Verkaufs-Positionen 18% unter dem Niveau der  vergangenen Woche. Neben der Aussicht eines begrenzten Risikos von Kauf-Positionen reizt die Anleger für längerfristige Positionen der positive Carry (Zins-Gutschrift), den Kauf-Positionen im EUR/CHF aufgrund der Zinsdifferenz mit sich bringen.

 

Von Niall Delventhal

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