Geldpolitik läuft Konjunktur weiter hinterher

Die Europäische Zentralbank (EZB) drosselte am Donnerstag das Tempo ihrer milliardenschweren Anleihenkäufe. Ab Januar 2018 will die Notenbank monatlich 30 Milliarden Euro in den Markt pumpen statt wie derzeit 60 Milliarden Euro.

Allerdings verlängert die Notenbank das Kaufprogramm zugleich um neun Monate bis mindestens Ende September 2018.

Dazu BVR-Präsident Uwe Fröhlich: "Schade – die EZB hätte schon jetzt mutiger ihr Anleihekaufprogramm zurückfahren sollen und damit auch ein schnelleres Ende der negativen Zinsen in den Blick nehmen können. Sie tut sich also weiterhin schwer mit dem längst fälligen geldpolitischen Kurswechsel. Natürlich ist die deutliche Verringerung des Anleihekaufvolumens begrüßenswert. Mit der Aussicht auf eine Zinswende frühestens in 2019 läuft die Geldpolitik der Konjunktur aber weiter hinterher."

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