Gold – Goldgräberstimmung!

Der Goldpreis legte in dieser Woche weiter zu und erreichte mit 1195US-$/Feinunze ein neues Allzeithoch. Ungeachtet des zuletzt sehr dynamischen Kursanstiegs und der damit steigenden Wahrscheinlichkeit einer scharfen Korrektur, strömen die Anleger weiter auf den Goldmarkt und verifizieren das alte Sprichtwort: Die Hausse näher die Hausse.

Von der fundamentalen Seite kamen in dieser Woche durchweg positive Nachrichten für den Goldpreis. Zum Anfang der Woche bekräftigte die Fed, ihre extrem expansive Geldpolitik weiter fortführen zu wollen. Angesichts der Schätzungen einer auch für die nächsten Jahre weiter Hochbleibenden Arbeitslosenquote eine glaubhafte Ankündigung. Trotzdem schürte das weiter die Angst der Anleger vor einer Phase hoher Inflationsraten. Hinzu kommt, dass die wachsenden Staatsschulden der Industriestaaten zunehmend skeptischer gesehen werden. Auf dem Markt für Kreditausfallderivate (Credit Default Swaps), steigen die Umsätze für Versicherungen gegen Ausfälle bei Industriestaaten und verdeutlichen die weiterhin hohe Unsicherheit unter den Anlegern. Letztlich entsteht daraus eine paradoxe Situation: die Anleger versuchen sich durch ein Goldinvestment gegen die Folgen einer Spekulationsblase abzusichern und legen damit vielleicht die Grundlage für eine neue Spekulationsblase.

Daneben sorgten Äußerungen aus der Hedge Funds Branche für weiteren Druck auf der Käuferseite. Einige Branchengrößen wie Paul Tudor Jones gaben in dieser Woche an, Gold in ihr Portfolio aufgenommen zu haben. Auch der Rohstoff-Guru Jim Rogers meldete sich in der vergangen Woche zu Wort und prognostizierte einen weiter steigenden Goldpreis für die nächsten Monate, aufgrund der wachsenden Unsicherheit über die künftige Währungspolitik der Weltwährungen, wie Dollar, Euro und Yen.

Am Freitag folgte dann eine kraftvolle Erholung im Goldpreis bis auf 1137US-$. Angesichts der Nachrichten aus Dubai und den damit wachsenden Zweifel, dass die Finanzkrise schon überwunden sei, eher verwunderlich.

Wie könnte es beim Gold weiter gehen?

Der Aufwärtstrend des Goldkurses ist im Tageschart weiterhin intakt. Die seit August verlaufende Aufwärtstrendlinie wurde Ende Oktober bei einem Kursniveau von 1030US-$ angetestet und der Kurs ist daraufhin mustergültig an dieser Linie abgeprallt. Zum Zeitpunkt der Analyse kostet die Feinunze 1177, 24US-$.

Die Aufwärtstrendlinie bietet auch weiterhin Unterstützung. Aktuell verläuft auf dem Kursniveau bei 1075US-$ gleichzeitig auch eine horizontale Unterstützungslinie. Der nächsten Unterstützungsbereiche liegen dann bei 1022US-$ und bei 985US-$. Sollte die Aufwärtstrendlinie aber auf Schlusskursbasis gebrochen werden, müsste sich der Trader weiter auf fallende Kurse einstellen.

Der Goldkurs könnte nun am Beginn einer Phase der Erholung stehen. Aktuell generiert Gold folgende Fibonacci-Marken vom

Tief vom 28.10: 0% – 1196 / 38,2% – 1131,17 / 50% – 1111,44 / 61,8% – 1091,17 / 76,2% – 1067,22 /100% – 1028,44.

Der RSI notiert bei 74,55 Punkten und damit im überkauften Bereich. Dies deutet ebenfalls auf eine bevorstehende Erholung hin.

Der MACD steht kurz davor ein Shortsignal zu generieren.

Trader sollten diese Fibonacci-Marken im Blick behalten und beim abprallen des Kurses von diesen Marken auf eine Trendfortsetzung spekulieren. Der Stopp wäre dann knapp hinter diese Marke anzusetzen.

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