Gold: Wieder volle Fahrt voraus

Der Goldpreis  scheint sich wieder stark zu erholen, nachdem die Wahrscheinlichkeit auf eine baldige Zinserhöhung seitens der US-amerikanischen Notenbank wieder gefallen ist. Der Preis konnte in dieser Zeit um fast 70 US-Dollar auf aktuell 1.275 US-Dollar je Feinunze aufwerten. Gleichzeitig stagnierte der US-Dollar in Form des US-Dollar Index um 2 Punkte, stabilisiert sich allerdings wieder oberhalb der wichtigen 94 Pkt.-Zone. Dennoch steigt der Goldpreis weiter an. Das zeigt, dass hier nun vermehrt Risiken eingepreist werden.

 

US-Zinsen, japanischer Yen und Brexit-Risiken treiben den Goldpreis an
Die schlechten Arbeitsmarktdaten in den USA haben den baldigen Zinsanstieg in den USA unwahrscheinlich gemacht und damit den US-Dollar deutlich geschwächt. Hinzu kommt, dass der japanische Yen sich gegen den US-Dollar behaupten konnte. Da der japanische Yen mit dem Goldpreis positiv korreliert, dürfte auch er in diesem Fall unterstützend gewirkt haben.


Doch neben den beiden Faktoren gesellt sich nun zunehmend das Brexit-Risiko hinzu. Dass aktuell auch diese Risiken eingepreist werden, merkt man unter anderem daran, dass der Goldpreis trotz Erholung beim US-Dollar weiter steigt. Das britische Pfund (EURGBP ) hingegen stagniert sehr stark.


Markttechnisch interessant
Derweil ist der Anstieg beim Goldpreis aus der markttechnischen Perspektive interessant. Nach der starken Reaktion in der vergangenen Woche, tauchte der Preis wieder in die zuvor nach unten verlassene bullische Flagge ein. Etwas Widerstand bot die 1.260 US-Dollar je Feinunze Preiszone. Diese konnte nun nach oben hin überwunden werden. Somit erschließt sich Potenzial zumindest bis zum letzten Jahreshoch bei 1.303 US-Dollar je Feinunze. Darüber kommen dann die Preiszonen 1.330 und 1.350 US-Dollar je Feinunze auf die Agenda der technischen Analysten.


Fazit: Leichte Vorsicht ist angebracht
Aus der markttechnischen Perspektive ist alles klar. Dennoch sollte man sich nicht gänzlich darauf ausruhen, denn der US-Dollar, der sich gerade wieder gegen viele Währungen stabilisiert, deutet darauf hin, dass hier vermehrt Brexit-Risiken eingepreist werden. Sollten sich diese wieder verringern, dann bleibt zu hinterfragen, welches die übrig gebliebenen Impulse für den Goldpreis sein werden.


Unter diesen Umständen wird es daher wichtig zu erfahren, ob die FED in der folgenden Woche den US-Dollar Trend weiter anheizen kann oder nicht. Zeigt sich die US-amerikanische Notenbank am Mittwoch weiter zuversichtlich, was den nächsten Zinsschritt angeht, so dürfte das den US-Dollar stärken. Verringert sich das Brexit-Risiko zusätzlich, dürfte somit auch der Goldpreis vermehrt Gegenwind bekommen. Ein Zurückfallen wäre in diesem Fall nicht auszuschließen.
 

 

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