Goldpreis: DB schreibt “neuer Schock” voraus

CMC Markets: Um mehr als 2.000 Punkte ist der Deutsche Aktienindex allein im Juni gefallen – ein historischer Negativrekord. Das Gold reagiert im Preis kaum. Aktuell ist der Goldpreis wie festgefroren.

Dabei schreibt die Deutsche Bank in einer Studie jetzt:

 

“Mit der Drosselung der russischen Gaslieferungen stehen die europäischen Volkswirtschaften einem neuen Schock gegenüber. Die Deutsche Bank warnt vor einem weiteren Inflationsschock. Dabei verweist sie nicht nur auf eine umgehend drohende Rezession in Deutschland, sondern auch auf die diesbezügliche Gefahr einer noch weiter ausufernden Teuerung.”

 

Die Investoren wollen Planbarkeit, aber genau das gibt es gerade an der Börse gerade nicht.

Es gibt schlichtweg keine Mittel gegen einen Gaslieferstopp außer das Abschalten weiter Teile der deutschen Wirtschaft und damit das Risiko einer Rezession.

Was wir gerade sehen, ist das weite Teile der deutschen Wirtschaft in eine Art Notfallmodus umschalten. Es geht um Erhalt dessen, was man hat, und nicht um Steigerung der Gewinne oder Expansion.

 

Lockdown 2.0 bald Realität?

Wir alle wissen, wie die Wirtschaftsdaten im Lockdown 2020 ausgesehen haben. Ein Gaslieferstopp könnte einen erneuten Shutdown erzwingen. Nur dass die Menschen dann nicht wegen eines Virus zuhause bleiben müssen, sondern schlichtweg, weil die Fabriken ohne Gas nicht mehr betrieben werden können.

Was wird das mit dem Preis vom Gold anrichten?

 


 

Anleger könnten geneigt sein, sich dann wieder jenen Aktien zuzuwenden, die schon 2020 eine Stay-at-Home-Sonderkonjunktur erlebten.

Mit dem Unterschied, dass dieses Mal die Preise weit höher sind und die Inflation die Ausgabefreude der Menschen stark limitiert.

Andererseits geht es auch um die Verfügbarkeit von Konsumgütern, die in vielen Bereichen nicht mehr gegeben ist.

 

Welle an Gewinnwarnungen voraus?

Die Investoren beginnen angesichts der steigenden Zahl von einkassierten Ergebnisprognosen durch die Unternehmen damit, ihre Kaufmarken für Kurse, die sie als wieder günstig erachten, deutlich nach unten zu korrigieren.

Auch wenn die Preise für Aktien bereits stark gefallen sind, würde eine ganze Reihe solcher Ergebniskorrekturen bedeuten, dass Aktien selbst auf dem aktuellen Niveau gar nicht so günstig bewertet sind.

Der fundamentale Boden im DAX droht angesichts der Angst vor einer Welle an Gewinnwarnungen wegzubrechen.

Die Wirtschaft braucht Energie, und wenn deren Versorgung nicht mehr sichergestellt ist, geht es um Risikobegrenzung und nicht mehr um Wachstum und Expansion.

Die deutsche Wirtschaft ist gerade dabei, in eine Art Notfallmodus zu schalten.

 

Goldpreis ist stabil

Im Gegensatz zu den Kryptowährungen, die lange als Ersatz für das “altmodische Gold” gehandelt wurden, hält sich der Goldpreis in Euro und Dollar sehr stabil.

Auch wenn es nicht steigt durchlebt es bei weitem nicht die Kurskaptiolen, die etwa der Bitcoin durchmacht.

 


 

Die Anleger am Kryptowährungsmarkt haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr stark am Aktienmarkt orientiert.

Die Gold-Trader zeigen sich weiterhin emanzipiert und lassen sich von den Uhruhen am Aktienmarkt kaum beeindrucken.

 

Reverse Repo der Fed: Konkurrenz für Gold

Wir sehen jedoch eine starke Orientierung am amerikanischen Rentenmarkt. Anlagen in festverzinsliche amerikanische Staatsanleihen bringen bis zum Jahresende 2,5%.

Außerdem gibt es noch die Reverse-Repo-Geschäfte der amerikanischen Notenbank, die sogar nicht einmal ein Kontrahentenrisiko haben und mit der Fed Funds Target Rate, also mit dem Leitzins, der jetzt schnell steigen soll, verzinst werden.

Das schöpft Geld vom Gold aktuell ab und belastet den Goldpreis heute.

 

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