Goldpreis: Erholung nach turbulenter Woche

Börse Frankfurt: Zwei verschiedene Wochenhälften liegen hinter uns. In der ersten erfreute sich der Goldpreis eines strammen Rückenwinds, wohingegen ihm in der zweiten eine steife Brise frontal ins Gesicht blies.

Im Endeffekt wird Gold aktuell nun nahezu exakt auf dem gleichen Niveau wie am Donnerstagabend vergangener Woche umgesetzt.

Zu Wochenbeginn dominierte nämlich Risikoscheu an den Märkten. Bedenken hinsichtlich eines möglichen Zahlungsausfalls auf Zinszahlungen seitens einer großen Immobiliengesellschaft in China hielten die Märkte in Atem, so dass Aktien verkauft und sichere Häfen angesteuert wurden.

Nachdem Chinas Finanzmärkte am Mittwoch nach zwei Feiertagen wieder öffneten und keine negativen Nachrichten zu vernehmen waren, entspannten sich die Märkte dann aber wieder.

 

Fed: Zinserhöhung im kommenden Jahr?

Der vermeintliche Höhepunkt der Woche war die Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. Dort überraschten die Währungshüter, indem die Stimmung im geldpolitischen Ausschuss sich nunmehr allmählich in Richtung einer ersten Zinserhöhung bereits im kommenden Jahr zu drehen scheint. Zumindest halten dies nun mit neun von 18 Mitgliedern des Offenmarktausschusses mehr von ihnen für möglich als in den vergangenen Sitzungen.

Nach einigen kurzen aber heftigen Marktschwankungen gewann der US-Dollar nach der Sitzung hinzu. Signifikanter war jedoch der deutliche Anstieg der Kapitalmarktzinsen in den USA (gestern um rund 0,14 Prozentpunkte in den langen Laufzeiten) und rund um den Globus.

Die steigenden Renditen bremsten denn auch wie so oft die Goldpreise aus.

 

 

Goldpreis erholt sich nach turbulenter Woche

Gold kletterte zunächst von 1.755 US$ pro Unze am Donnerstagabend vergangener Woche bis auf 1.787 am Mittwochabend, als das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank verkündet wurde. Seitdem rauschte der Preis aus den o.a. Gründen bis auf 1.738 am Donnerstagabend abwärts. Er erholte sich am Freitag aber wieder und beendete den Handel bei 1.749,30 US$.

In der kommenden Woche dürften die Entwicklungen an den Anleihemärkten und rund um den chinesischen Immobilienentwickler weiter im Fokus stehen. Zudem steht das Ende des dritten Quartals im Kalender.

Gold-Kommentar von Michael Blumenroth, Rohstoffanalyst für Xetra-Gold

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