Goldpreis: Wie sieht es in der Gold ETF-Welt aus?

CMC Markets: Der Goldpreis begann das Jahr 2023 mit einem kräftigen Anstieg auf ein neues Achtmonatshoch. Das gelbe Metall hat sämtliche kurzfristigen Widerstände durchstoßen und erreichte in den letzten Tagen die Schlüsselmarke von 1.900 USD pro Unze.

Angetrieben wurde die Rally von Rezessionsängsten, nachlassender Inflation, einem Rückgang des US-Dollars, Hoffnungen auf langsamere Zinserhöhungen der Fed und geopolitischen Risiken.

Die Inflation in den Vereinigten Staaten ging im Dezember und Januar eindeutig zurück, sodass die Zinserhöhungen der Fed in den letzten Monaten ihre Wirkung zeigen.

Das jährliche Inflationswachstum war der geringste Anstieg seit Oktober 2021.

Da Gold als Investment nun wieder in aller Munde ist, anders als noch vor 3 Monaten, bestehen natürlich auch Risiken.

Wenn Investments verstärkt in den Schlagzeilen auftauchen, ist zum Teil auch Vorsicht geboten, weil das Thema an der Börse dann – salopp formuliert – schon durch sein könnte.

Hinzu kommt, dass der Goldpreis in den vergangenen Monaten bereits eine lange Wegstrecke zurückgelegt hat.

Gold-Fans blasen deshalb schon zum Angriff auf die 2.000-Dollar-Marke und hoffen darauf, dass der Ausbruchsversuch mit neuen Rekorden noch in diesem Jahr einhergehen könnte.

Fundamental haben sie dafür zumindest einige Argumente auf ihrer Seite.

 

 

Warum Gold?

Gold wird in Zeiten finanzieller und politischer Unsicherheit häufig als Mittel zur Vermögenserhaltung eingesetzt. Es schneidet in der Regel gut ab, wenn andere Anlageklassen zu kämpfen haben.

Außerdem ist die Nachfrage nach Gold gestiegen, da die Zentralbanken mehr Gold kaufen und die Verbraucher mehr Schmuck kaufen.

Nach Angaben des World Gold Council haben Zentralbanken aus aller Welt im dritten Quartal 2022 eine Rekordmenge an Gold gekauft.

Der solide Trend beim Goldpreis dürfte derzeit investierte Anleger glücklich machen.

Welche Möglichkeiten es gibt in Gold zu investieren, möchten wir mit dieser Übersicht erläutern.

Angesichts des Optimismus haben Anleger eine lange Liste von Möglichkeiten, um von der Rallye des Metalls zu profitieren.

Am einfachsten ist es sicherlich mit börsengehandelten Indexfonds, ETFs.

Dabei können Privatanleger in den Genuss eines steigenden Goldpreises kommen, ohne das Risiko einer einzelnen Aktie oder des Rohstoffs selbst zu haben.

Nachfolgend haben wir einige von diesen ETFs hervorgehoben.

 

Basismetall und Edelmetalls ETFs geben einen Marktüberblick

Es gibt zwar viele Produkte, die direkt an den Spot-Goldpreis oder an Futures gekoppelt sind, jedoch ist es oft sinnvoll eine möglichste weiten und breiten Marktüberblick zu erhalten.

Ein Blick auf die beiden größten Basis- und Edelmetall ETFs, dem Invesco Invesco DB Precious Metals Fund zeigt, dass sich beide Produkte in einem Aufwärtstrend befinden, da sie wichtige Widerstände im Januar nach oben aufbrechen konnten.

 

Quelle: CMC Markets Plattform,Invesco DB Base Metals Fund, Wochenchart, 27.01.23

Quelle: CMC Markets Plattform,Invesco DB Base Metals Fund, Wochenchart, 27.01.23

Quelle: CMC Markets Plattform,Invesco DB Precious Metals Fund, Wochenchart, 27.01.23

Quelle: CMC Markets Plattform,Invesco DB Precious Metals Fund, Wochenchart, 27.01.23

Gold ETF

Einen reinen Gold ETF gibt es natürlich ebenfalls.

Hier wird versucht, den Preis von Goldbarren in US-Dollar ab.

Der SPDR Gold Trust ETF (Ticker: GLD) ist der größte und beliebteste börsengehandelte ETF im Goldbereich mit einem Gesamtvermögen von 55,7 Milliarden USD und einem durchschnittlichen Tagesvolumen von etwa 5 Millionen Anteilen.

Der Fonds bildet den Preis von Goldbarren in US-Dollar ab.

Die Performance ist sehr identisch zum Spot-Preis.

 

Quelle: CMC Markets Plattform, Wochenchart, 27.01.23

Quelle: CMC Markets Plattform, Wochenchart, 27.01.23

 

Goldminen-ETFs

Eine andere Möglichkeit sind Goldminen-ETFs.

Diese gelten jedoch als besonders volatil, da sie sich mit einer Hebelwirkung auf die zugrundeliegenden Metallpreise reagieren.

Bergbauunternehmen tendieren dazu, in einem steigenden Markt größere Gewinne zu erzielen als der Rohstoff selbst.

Gleiches gilt natürlich auch auf der Unterseite.

 

Die bekanntesten Goldminen-ETF sind:

 GDX

Dies ist der beliebteste und am aktivsten gehandelte Goldminen-ETF mit einem Gesamtvermögen von 13,7 Milliarden USD und einem durchschnittlichen Tagesvolumen von ca. rund 25 Millionen Anteilen.

Der ETF versucht dabei den NYSE Arca Gold Miners Index abzubilden und enthält 49 Aktien.

Kanadische Unternehmen machen etwa 42 % des Portfolios aus, während die Vereinigten Staaten (17,7 %) und Australien (13,3 %) auf den weiteren Plätzen folgen.

 

Quelle: CMC Markets Plattform, Wochenchart, 27.01.23

Quelle: CMC Markets Plattform, Wochenchart, 27.01.23

 

VanEck Vectors Junior Gold Miners ETF GDXJ

GDXJ ist ein Small-Cap-ETF, der den MVIS Global Junior Gold Miners Index abbildet.

Mit 98 Titeln im Korb dominieren kanadische Unternehmen mit 51,5 % das Portfolio des Fonds, während Australien (17,3 %) und Brasilien (6 %) die Top drei abrunden.

Insgesamt verwaltet der VanEck Vectors Junior Gold Miners ETF hat ein Vermögen von 4,2 Milliarden Dollar.

Dabei kommt der ETF auf ein hohes Handelsvolumen von durchschnittlich 6 Millionen Anteilen pro Tag gehandelt.

 

Schwächerer Dollar ist positiv für den Goldpreis

Ein wichtiger Faktor, der die Performance von Gold beeinflusst, ist der US-Dollar. Beide stehen in der Regel in einer negativen Korrelation zueinander.

Das heißt, ein stärkerer US-Dollar geht normalerweise mit einem fallenden Goldpreis einher und umgekehrt.

Bis in den Spätherbst vergangenen Jahres hinein hatten die relative Stärke des US-Dollar und höhere Zinssätze den Goldpreis deutlich unter Druck gesetzt.

Doch seit November 2021 hat sich der US-Dollar merklich abgeschwächt und die Zinserhöhungen der Federal Reserve könnten bald ein Ende gefunden haben, was die aktuelle Aufwärtsbewegung im Goldpreis ebenfalls begünstigt.

Dieser Cocktail aus Rezession, Inflation und geopolitischen Spannungen könnte Investoren das Gold als sicheren Hafen ansteuern lassen und wieder verstärkt als Alternative zu Aktien und Anleihen gewählt werden.

 

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