Gute Aussichten für Emerging-Markets-Anleihen

Principal Global Investors: In den massiven Dezember-Abverkäufen an den Kapitalmärkten nahmen Schwellenländer-Anleihen eher den Rang eines Nebenschauplatzes ein und hätten doch mit einer positiven Performance gepunktet.

„Das sei vor allem auf den Renditerückgang für US-Staatsanleihen sowie die mäßige Entwicklung des US-Dollars zurückzuführen“, so Damien Buchet, CIO und Portfoliomanager der Finisterre Total Return Strategy.

Für das aktuelle Jahr ist Buchet daher entsprechend optimistisch: „Die Preise von Schwellenländer-Anleihen wurden im Jahresverlauf 2018 signifikant neu bewertet und stehen jetzt auf einem Niveau, das Investoren ein angemessenes Polster bietet.“

Zudem sei es unwahrscheinlich, dass zwei der kräftigsten Gegenwinde für Emerging Markets – höhere Renditen auf zehnjährige US-Staatsanleihen sowie ein stärkerer US-Dollar – 2019 andauern werden.

 

 

„Sollte die Wachstumsdynamik in den USA im 2. Quartal 2019 auslaufen, ist es vorstellbar, dass sich das US-Wachstum vom Rest der Welt abkoppelt und in einen „Catch-Down“ übergeht“, prognostiziert der Experte.

Für den Rest der Welt sei das nicht sonderlich problematisch. „Genauso wie der Rest der Welt nicht wirklich von der anziehenden US-Konjunktur 2017 und 2018 profitiert hat, sollte eine nachlassende Wachstumsdynamik zusammen mit niedrigeren Zinsen und einem weniger starken US-Dollar handhabbar sein“, unterstreicht Buchet.

In diesem Jahr werden Fundamentaldaten wieder einen größeren Stellenwert einnehmen als technische Marktfaktoren und Liquiditätsflüsse. Mit Blick auf die Kreditmärkte schreibt Buchet insbesondere der Dynamik unter den Anleiheemittenten eine zunehmend wichtige Rolle bei der Bewertung von Assets zu.

„Vergleichbar zu den lokalen Märkten, werden ‚terms of trade‘-Analysen, die tatsächlichen effektiven Wechselkurse, Dynamiken bei den Leistungsbilanzen sowie Korrelationen bei Öl- und Rohstoffpreisen besser funktionieren als in der jüngsten Vergangenheit“, fasst Buchet zusammen. „Das wird für diejenigen Investoren lohnend sein, die einen soliden und robusten makroökonomischen Analyserahmen vorweisen.“

 

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