HeidelbergCement: Bestes Jahr seit der Finanzkrise!

  • Umsatzanstieg um 2% auf 3,4 Mrd €
  • Operatives Ergebnis vor Abschreibungen um 11% auf 696 Mio € verbessert


HeidelbergCement AG
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HeidelbergCement hat heute vorläufige, nicht testierte Zahlen zu Absatz, Umsatz, operativem Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) und operativem Ergebnis für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015 vorgelegt. HeidelbergCement hat sein operatives Ergebnis in 2015 wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert deutlich gesteigert. Wesentliche Treiber dieses Erfolgs waren unsere Programme zur Effizienz- und Margensteigerung, Preiserhöhungen in Schlüsselmärkten, die im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Energiekosten sowie positive Wechselkurseffekte aus der Abschwächung des Euro.

„2015 war für HeidelbergCement das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Bernd Scheifele. „Trotz der Eintrübung der weltweiten Konjunktur im Jahresverlauf konnten wir unser operatives Ergebnis wie prognostiziert deutlich steigern. Unsere konsequente Fokussierung auf Effizienz- und Margenverbesserung in den letzten Jahren, unsere vorteilhafte geografische Aufstellung und kontinuierliche Investitionen in Wachstum haben wesentlich dazu beigetragen.“


Vorläufige Konzernzahlen

Die Absatzzahlen für die Kernprodukte Zement und Transportbeton haben sich im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt. Der Anstieg der Zementlieferungen in Nordamerika und Afrika konnte den Rückgang in Europa und Asien nahezu ausgleichen. Beim Transportbeton hat die positive Absatzentwicklung in Osteuropa, insbesondere in Polen und Georgien, sowie in Nordamerika den Rückgang in Asien überkompensiert. Die Zunahme des Zuschlagstoffabsatzes ist auf die positive Entwicklung in Nordamerika und Osteuropa zurückzuführen. Dank erfolgreicher Preiserhöhungen in wichtigen Märkten und unterstützt durch positive Währungseffekte hat sich der Umsatz um knapp 7 % auf 13,5  Mrd € erhöht.

Der Wertverlust des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, dem britischen Pfund und einigen asiatischen Währungen, hat zu einer Steigerung des Umsatzes für das Gesamtjahr um 795 Mio € und des operativen Ergebnisses um 84 Mio € beigetragen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 14 % auf 2.613 (i.V.: 2.288) Mio € und das operative Ergebnis stieg um 16 % auf 1.846 (i.V.: 1.595) Mio €. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte konnte das operative Ergebnis vor und nach Abschreibungen um 8 % beziehungsweise knapp 10 % verbessert werden.

Zu der positiven Ergebnisentwicklung haben neben Preiserhöhungen in wichtigen Kernmärkten und der erfolgreichen Umsetzung der Programme zur Effizienz- und Margenverbesserung auch leicht gesunkene Kosten für Brenn- und Treibstoffe beigetragen. Im vierten Quartal profitierte der Baustoffabsatz vom milden Wetter und der dadurch verlängerten Bauperiode in Teilen Europas. Die Abschwächung des Euro im Vergleich zu anderen Währungen führte zudem zu einem leicht positiven Beitrag zum Umsatz und Ergebnis.


Übernahme von Italcementi
macht gute Fortschritte

Die Bewertung der potenziellen Synergien wurde Anfang 2016 vorläufig abgeschlossen. Auf Basis zusätzlich identifizierter Potenziale in einer Vielzahl von Bereichen konnte das Synergieziel noch einmal deutlich von 300 Mio € auf 400 Mio € angehoben werden. Darin enthalten sind positive Effekte aus Finanzierungskosten und Steuern.

Die Finanzierung der Übernahme macht ebenfalls Fortschritte. Der Refinanzierungsbedarf am Anleihemarkt konnte nach der erfolgreichen Emission von Schuldscheindarlehen in der Höhe von 645 Mio € im Januar 2016 auf unter 2 Mrd € reduziert werden. Für die Finanzierung der Übernahme steht weiterhin eine Brückenfinanzierung von jetzt 2,7 Mrd € zur Verfügung.

Mittlerweile liegen die Freigaben der Wettbewerbsbehörden in Indien, Kanada, Marokko und Kasachstan vor. Die Gespräche mit den Wettbewerbsbehörden in den USA und in Europa dauern aktuell noch an. HeidelbergCement erwartet den Abschluss des 45%-Anteilskaufs im ersten Halbjahr 2016.


Erster Ausblick 2016

Der

Internationale Währungsfonds

(IWF) erwartet in seiner Prognose vom Januar 2016 einen leichten Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums von 3,1 % im Jahr 2015 auf 3,4 % im Jahr 2016. Treiber dieser Entwicklung sind einerseits das anhaltende Wachstum in den USA und die fortgesetzte konjunkturelle Erholung in der Eurozone. Andererseits soll sich auch das Wachstum der Schwellenländer trotz einer weiteren konjunkturellen Abkühlung in China wieder beschleunigen. Insbesondere für die Länder im Nahen Osten und in Afrika südlich der Sahara wird mit höheren Wachstumsraten gerechnet.

Die globalen Risiken haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Dies betrifft sowohl geopolitische als auch makroökonomische Risiken. Zu den geopolitischen Risiken zählen insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und im Osten der Ukraine. Bei den makroökonomischen Risiken sind vor allem die unberechenbaren Folgen der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, die Auswirkung des Ölpreisverfalls auf ölproduzierende Länder sowie die Verwerfungen durch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen Zinspolitik zu nennen.

In Nordamerika erwartet HeidelbergCement im Einklang mit dem IWF eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung und damit eine weitere Zunahme der Nachfrage nach Baustoffen. In West- und Nordeuropa wird eine positive Marktentwicklung erwartet. Diese basiert auf der fortgesetzten Erholung in Großbritannien, der weiterhin robusten Konjunktur in Deutschland und einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in Nordeuropa und Benelux. In Osteuropa rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage nach Baustoffen unter anderem aufgrund des EU-Infrastrukturprogramms. Die Krise im Osten der Ukraine beeinträchtigt weiterhin Absatz und Ergebnis des Landes.


Ölpreise machen im Osten Geschäfte schwierig

Die wirtschaftliche Lage in Russland und Kasachstan bleibt wegen des niedrigen Ölpreises schwierig. In den Märkten Afrikas erwarten wir neben einer Fortsetzung des Nachfragewachstums auch einen Anstieg des Wettbewerbs. In Asien rechnet HeidelbergCement insgesamt mit einer Belebung der Nachfrage, insbesondere aufgrund steigender Infrastrukturinvestitionen in Indonesien. Für China wird allerdings ein weiterer Nachfragerückgang und ein Anstieg der Überkapazitäten erwartet. Die Auswirkungen auf die Exportvolumen sind allerdings begrenzt, da ein Großteil der chinesischen Kapazitäten im Landesinneren liegt.

„In Anbetracht des insgesamt positiven Ausblicks für die Weltwirtschaft und unserer vorteilhaften geografischen Aufstellung blicken wir zuversichtlich in die Zukunft“, sagt Dr. Bernd Scheifele. „Gleichzeitig sind wir uns der gestiegenen geopolitischen Risiken bewusst, deren mögliche Auswirkungen Stand heute nur schwer abzuschätzen sind. HeidelbergCement ist sehr gut gerüstet, um die neuen strategischen Prioritäten – Wachstum und Wertschaffung für die Aktionäre – über die kommenden Jahre zu verfolgen. Unser Fokus liegt im laufenden Jahr auf dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme von Italcementi.

Dabei werden wir besonders darauf achten, dass wir nach erfolgreicher Übernahme unseren Verschuldungsgrad zum Jahresende wieder in unseren Zielkorridor absenken und die Hebung der Synergiepotenziale zügig angehen. Unsere Programme zur Effizienz- und Margensteigerung werden auch 2016 konsequent fortgesetzt. Ziel ist die fortlaufende Verbesserung der kommerziellen und operativen Arbeitsprozesse in den Bereichen Zement („CIP – Continuous Improvement Program“), Zuschlagstoffe („Aggregates CI“) sowie Logistik („LEO“).“

„Wir werden auch 2016 von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten profitieren, insbesondere in Nordamerika und Großbritannien“, fährt Dr. Bernd Scheifele fort. „Mit unserer starken Aufstellung bei Rohstoffreserven und Betriebsstätten an attraktiven Standorten, der einzigartigen vertikalen Integration und unserem exzellenten Produktportfolio sehen wir uns gut für die Chancen und Herausforderungen des Jahres 2016 gerüstet.“


Hinweis der Redaktion:

HeidelbergCement Insiderhandel

 

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