Immobilienpreisentwicklung: Mehrheit der Deutschen rechnet mit weiter steigenden Preisen

Zwei Drittel der Deutschen rechnen mit steigenden Immobilienpreisen in den kommenden zwölf Monaten, ergab eine Bevölkerungsumfrage von Ipsos Marktforschung im Auftrag der ING-DiBa. Stark sinkende Preise und damit die Gefahr einer platzenden Immobilienblase sehen die Befragten nicht. Jeder dritte Deutsche prognostiziert dagegen stagnierende Preise. Auch Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa sieht keinerlei Anzeichen für einen kurzfristigen Preissturz in Deutschland, gibt aber zu bedenken: ?Der kritische Blick für die tatsächliche Rentabilität von Immobilien sollte nicht auf der Strecke bleiben. Die schmerzlichen Erfahrungen des Auslands zeigen, dass Immobilienpreise auch sinken können.?


Starke regionale Unterschiede bei der Preisentwicklung?

Der Rückblick zeigt starke regionale Unterschiede bei der Immobilienpreisentwicklung: So verzeichneten die Ballungsgebiete zuletzt große Preisanstiege, während die Preise in ländlichen Gebieten sanken. In der Bundeshauptstadt hat sich der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in den letzten fünf Jahren zum Beispiel fast verdoppelt. Für Carsten Brzeski ist der Preisanstieg in den Großstädten vor allem eine Folge der gestiegenen Nachfrage bei unverändertem Angebot. ?Die gute Konjunktur, hohe Beschäftigung, niedrige Zinsen aber auch Zuwanderung und ausländische Investoren haben den Appetit auf Immobilien in Großstädten stark erhöht.? Die Preisentwicklung war überfällig, weil deutsche Immobilien im europäischen Vergleich jahrelang unterbewertet waren. ?Quadratmeterpreise in deutschen Großstädten lagen noch vor kurzer Zeit bei einem Drittel vergleichbarer französischer, englischer oder spanischer Objekte ? und das trotz höherer Bauqualität.? Dem starken Preisanstieg in den Großstädten stehen jedoch sinkende Preise in ländlichen Regionen gegenüber. Viele Eigentümer werden ihre Objekte aufgrund rückläufiger Bevölkerungszahlen nur mit Abschlägen vom ursprünglichen Kaufpreis los.


?aber weniger stark bei der Bevölkerungs-Prognose

In der Umfrage zeigte sich dieses regionale Gefälle weniger deutlich: Nur fünf Prozent der Bewohner in ländlichen Gebieten rechnen mit sinkenden Immobilienpreisen, 43 % hingegen mit steigenden Preisen. ?Trotz des allgemeinen Optimismus der Deutschen gilt weiterhin für zukünftige Immobilienkäufer eine alte Regel: Bei der Wahl des Objektes sind vor allem drei wichtige Faktoren zu beachten ? Lage, Lage, Lage?, sagt Carsten Brzeski.

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