Internet-Konzerne aus Asien – eine Chance?

  • Schon heute kommt jeder zweite Internet-Nutzer aus Asien – das Potenzial ist jedoch noch lange nicht ausgeschöpft
  • Die Profiteure höherer Einkommen und einer zunehmenden Vernetzung der asiatischen Bevölkerungen kommen aus dem E-Commerce und dem Informationssektor


Deutsche Asset Management: Schon heute kommt jeder zweite Internet-Nutzer aus Asien – mit steigender Tendenz. Welche Chancen das Anlegern eröffnet. Rund die Hälfte aller Menschen auf diesem Planeten haben Zugang zum Internet. Von diesen 3,6 Milliarden Menschen kommen wiederum knapp über 50 Prozent aus Asien – jeder Fünfte davon aus China. Zahlen, die auf den ersten Blick vielleicht wenig erstaunlich sind. Asien macht schließlich über 55 Prozent der gesamten Weltbevölkerung aus.


Überraschender ist da vielleicht der Blick auf eine zweite Kennzahl: den Verbreitungsgrad. Während in Industriestaaten wie Deutschland oder den Vereinigten Staaten rund 90 Prozent der Menschen Zugang zum Internet haben, liegt die Rate in Asien noch bei relativ bescheidenen 45 Prozent – weit unter dem globalen Durchschnitt. In Asien warten 2,27 Milliarden Menschen auf einen Internet-Zugang.

 

Rasantes Wachstum: Immer mehr Asiaten gehen online
Klar ist, dass dies nicht mehr lange so bleiben wird. Seit der Jahrtausendwende liegt das Wachstum der Internet-Zugänge in Asien bei über 1.500 Prozent. Zum Vergleich: In den USA betrug das Wachstum im selben Zeitraum 196 Prozent.

Seit längerer Zeit versuchen Facebook und Co., den asiatischen Markt zu erobern. Zu groß ist das Potenzial aus steigendem Einkommen und zunehmender Vernetzung der Bevölkerung. Die Profiteure kommen aber vor allem aus den Ländern selbst.

In China gibt es statt Facebook Renren, statt Twitter Weibo und gesucht wird nicht über Google sondern per Baidu. "Made in China" steht in diesem Bereich aber nicht nur für die Kopie amerikanischer Angebote, sondern auch für Qualität und Innovation.

 

Was WeChat WhatsApp voraus hat
Der Mediengigant Tencent hat mit WeChat beispielsweise eine Messenger-App entwickelt, die die Facebook-Tochter WhatsApp in den Schatten stellt. Der Clou bei WeChat: Nutzer können nicht nur schreiben, sondern auch Essen bestellen und gleichzeitig bezahlen. Über 800 Millionen Menschen nutzen die App bereits monatlich.

 

 

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