Arbeiten trotz Rente – muss das wirklich sein?

  • Immer mehr Rentnern reicht die gesetzliche Rente offensichtlich nicht
  • Experten prognostizieren, dass das Rentenniveau weiter sinken wird

 

Deutsche Asset Management: Reicht die gesetzliche Rente aus? Viele Rentner müssen diese Frage offensichtlich mit Nein beantworten, wie Ergebnisse des Mikrozensus zeigen. Nach und nach veröffentlicht das Statistische Bundesamt die jüngsten Ergebnisse des diesjährigen Mikrozensus, einer repräsentativen Haushaltsbefragung mit rund 830.000 befragten Personen. Dabei sorgt besonders eine Veröffentlichung für Gesprächsstoff – es geht um den Ruhestand.

Aus der Umfrage geht hervor, dass rund 942.000 der 8,3 Millionen Menschen im Alter von 65 und 74 Jahren in Deutschland im letzten Jahr einer Erwerbstätigkeit nachgingen. Das bedeutet: Jede neunte Person in dieser Altersgruppe kann nicht den Ruhestand genießen, sondern muss noch arbeiten. Vor zehn Jahren war der Anteil nur halb so hoch.

 

Lebensunterhalt im Ruhestand: Warum viele Rentner weiter arbeiten
Für rund 37 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren sei die ausgeübte Tätigkeit sogar die vorwiegende Quelle des Lebensunterhalts, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Statistiker. Für 58 Prozent sei die Erwerbstätigkeit ein Zuverdienst zu anderen Bezügen, etwa der gesetzlichen Rente.

Reicht also die gesetzliche Rente in Deutschland nicht mehr aus, um einen finanziell unabhängigen Ruhestand zu genießen? Nach den Ergebnissen heißt die Antwort: Zumindest nicht für jeden. Altersvorsorge wird mehr und mehr zur Privatsache. Allerdings herrschen in dem Bereich noch deutliche Defizite in Deutschland.

 

Private Altersvorsorge: Sinkendes Rentenniveau, aber die Skepsis bleibt
Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts besteht die Bruttorente eines deutschen Durchschnittsverdieners zu 75 Prozent aus Bezügen aus der gesetzlichen Altersvorsorge – im internationalen Vergleich zu anderen Industriestaaten ist das der absolute Höchstwert.

Dabei gerät die Deutsche Rentenversicherung durch den demographischen Wandel zunehmend unter Druck. Nach einer Modellrechnung des Ökonomie-Professors Martin Werding, wird ein Arbeitnehmer, der 2060 in Rente geht, nur noch 41 Prozent seines letzten Nettoeinkommens vor Steuern erhalten. Im Vergleich zu 2010 würde damit das Nettorentenniveau vor Steuern um mehr als zehn Prozentpunkte sinken.

 

Mischfonds: Langfristig mehr Rendite-Chancen als Festgeldkonten
Ihre Versorgungslücke im Ruhestand versuchen viele Deutsche mit Festgeldkonten oder Sparbüchern zu schließen. Bei den derzeitigen niedrigen Zinsen lässt sich so aber kaum ein Wertzuwachs erzielen. Selbst der Kaufkraftverlust durch Inflation ist mit Zinsen nahe der Nulllinie kaum auszugleichen. Mischfonds bietet auf langfristige Sicht einen Mehrertrag im Vergleich zu Festgeldanlagen.
 

 

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