Investoren ignorieren japanisches BIP – Fokus liegt auf FOMC und Post Brexit Daten

ThinkForex: Japan: Die europäischen Anleger sind nicht verbittert über die veröffentlichten BIP Zahlen aus Japan und schütteln ihre Ängste ab. Die über Nacht veröffentlichten Daten haben bestätigt, dass die Politik der Quantitativen Lockerung der BOJ kläglich scheiterte. Die Zahl war erschreckend und weit davon entfernt zu inspirieren. Die Prognose von 0.2% wurde verfehlt und die endgültige Zahl von 0.0% bestätigte, dass das Wirtschaftswachstum sich noch weiter verlangsamt. Es konnte fast keine Reaktion der Händler beobachtet werden und der Yen bewegte sich geringfügig höher.


Die nächste große Frage für die Anleger wird sein, wie die BOJ auf diese Zahlen reagiert. Die Bank hat er vor kurzen ein QL-Packet von 278 Milliarden Dollar angekündigt, um ihrer Wirtschaft zu helfen. Doch stellt sich die Frage, ob es genug ist oder ob man sich nach anderen Wegen umschauen sollte, um die Wachstumsrate zu steigern.


Wenn man mal die Zahl beiseite lässt und betrachtet was dahinter steht, dann wird klar, dass der Verbraucherpreis die Anleger enttäuschte, da die Zahl noch geringer ausfiel. Wenn man jemanden dafür verantwortlich machen will, dann kommen der Brexit und das allgemeine Wachstum der Schwellenländer an erster Stelle, gefolgt von andere Faktoren. Die Stärke des japanischen Yens gegenüber einem Währungskorb, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, spielen auch eine wichtige Rolle zu diesem Zeitpunkt.

 

Europa: Die Währung die am meisten die Händler interessieren wird, ist das britische Pfund. Dieser kommt dem Tief von 1985 sehr nah, doch haben einige Händler die Gelegenheit ergriffen und kauften die Währung. Trotz Aufwärtsbewegung konnte das Pfund nicht über der Marke von 1,30 abschließen und dies ist ein Grund zur Besorgnis für die Händler, da die Chancen erhöht werden, dass der Pfund weiter fällt. Es sei denn, das Verhandlungsteam mit ihren EU-Partner kann sinnvolle Fortschritte erzielen. So wird es schwierig eine Stimmungsänderung bei den Anlegern zu beobachten.


Man sollte nicht die anstehenden Zahlen für Großbritannien beurteilen, da einige Anleger Grund tun, dass man das wahre Bild der Wirtschaft Post-Brexit sehen kann. Es könnten einige Anzeichen des Post-Brexits zu beobachten sein, doch das greifbare Bild kann möglicherweise bis Ende des Jahres nicht angezeigt werden. Doch sollten die Wirtschaftszahlen anfangen Signale zu geben, in welche Richtung es geht und wie schlecht es um die Wirtschaft stehen wird. Die Konsumentenstimmung sollte die bevorstehenden Einzelhandelszahlen widerspiegeln und die BOE wird ihr bestes versuchen, um mit ihren Aktionen auszubalancieren.

 

Amerika: Die Anleger werden auch auf die FOMC gespannt sein, nachdem der US-Aktienmarkt Rekordhöhen verbucht hat. Die FED wich ziemlich weit ab vom ursprünglichen Weg der Zinserhöhung aufgrund von schleppendem Wachstum rund um den Globus. Die Investoren werden sehr genau auf die FED schauen, um die Wirtschaftshaltung der Zentralbank zu verstehen und ob eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr möglich ist. Angesichts der Unsicherheiten rund um die US-Wahlen, könnte die FED ihr Feuer in Bezug auf eine weitere Zinserhöhung dieses Jahr zurückhalten.

Autor: Naeem Aslam

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