Ist der Euro bereits überbewertet?

Amundi: Nach der Mehrheit der Bewertungsmodelle ist der Euro bislang noch unterbewertet. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Binnenkonjunktur, die seit Anfang des Jahres deutlich angezogen hat. Weniger die Bewertung des Euro an sich ist die Überraschung, als vielmehr die Geschwindigkeit, mit der die Währung seit Anfang Mai gestiegen ist.

 

Schwäche anderer Währungen
Es ist offensichtlich, dass der jüngste Anstieg in Faktoren außerhalb der Eurozone begründet ist (Schwäche des US-Dollars und des Pfund Sterling). Wir meinen jedoch, dass der Anstieg seit Anfang des Jahres zum großen Teil auf bessere Fundamentaldaten der Eurozone und ihre Handelsbilanzüberschüsse zurückzuführen ist.

 

Der Aufwärtsdruck dürfte daher bleiben, obwohl der jüngste Anstieg außerordentlich schnell war und eine kurzfristige Korrektur eine Möglichkeit bleibt.

Kaum nachhaltug
Wir glauben nicht, dass der Anstieg des Euro ausreichend stark ist, um die anhaltende Erholung zu gefährden. Dennoch muss die EZB sicherstellen, dass der Euro nicht zu hoch steigt. Gelingt dies, können die Unternehmensgewinne zwar bis Ende des Jahres unter dem starken Euro leiden, am Ende jedoch dürfte der konjunkturelle Trend stärker sein.

 

Das Aufholpotenzial der Unternehmensgewinne in der Eurozone ist mittelfristig nach wie vor signifikant.


 

Tipp der Redaktion: Wie hat sich der Euro entwickelt? Zum Währungsrechner !

 

 

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