Italien wird nicht den Italexit wählen

Targobank: Italien ist nicht Frankreich. In Frankreich erreicht zwar fast regelmäßig eine nich-ttraditionelle Partei die entscheidende zweite Wahlrunde; doch hier wird diese (immer) hart abgestraft – Frankreich scheut letztendlich das politische Risiko. In Italien ist das anders. Hier werden durchaus nicht-traditionelle Parteien mit einer Regierungsbildung betraut.

Um radikale Lösungen zu verhindern, sind im politischen Italien daher weise Männer mit viel Autorität und Integrität gefragt, die Schlimmeres verhindern. Davon gibt es in Italien einige. Gut für sie: Sie haben aktuell viele ökonomische Argumente auf ihrer Seite. Das Wirtschaftswachstum liegt in Italien deutlich über dem Durchschnitt der letzten 18 Jahre – also seit Einführung des Euros.

Die aktuellen Frühindikatoren signalisieren – ähnlich wie für Deutschland – für die kommenden Quartale eine leichte Verflachung des Wachstums, aber bei weitem keine Rezession. Darüber hinaus steigt die Staatsverschuldung nicht mehr, und Italien verfügt über einen positiven Außenhandelssaldo, was in den letzten 18 Jahren oftmals nicht der Fall war.

Fallende Lohnstückkosten signalisieren, dass die Richtung beibehalten werden könnte. Ein Problem allerdings ist die hohe Arbeitslosigkeit. Diese liegt immer noch fast doppelt so hoch wie vor Ausbruch der Finanzmarktkrise in 2007. Insgesamt aber bewegt sich Italien seit einigen Jahren wirtschaftlich in die richtige Richtung. Es könnte langfristig ein stabiles Euromitgliedsland werden.

Konsequenz für die Anlageentscheidung
Wir sind der Überzeugung, dass das konservative italienische Establishment eine Abkehr von diesem Weg verhindern wird. Es hat in Italien schon viele Krisen entschärft oder gemeistert. Jetzt gilt es, erst einmal Zeit zu gewinnen und den status quo zu stabilisieren. Das scheint zu gelingen, und dann kommt der nächste Step. Das wird die Unruhe an den Finanzmärkten vorerst nicht eindämmen, aber es geht uns heute mehr um die Festlegung der großen Richtung: Italien bleibt im Euroraum.

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