Japanische Inflation rechtfertigt Fortsetzung der lockeren Geldpolitik

  • Japans Inflation verfehlt Prognosen, weshalb die Geldpolitik in nächster Zeit nicht verschärft wird
  • Der USD setzt seinen Abwärtstrend im frühen Handel fort, USDJPY nähert sich technischen Schlüsselniveaus
  • Der chinesische Aktienmarkt steigt trotz lustloser Stimmung an den US-Märkten

XTB: Einen Tag nach der EZB-Pressekonferenz kann man sagen, dass Draghis zurückhaltende Rhetorik zumindest teilweise Wirkung gezeigt hat. Der EURUSD zog sich von der 1,25 zurück, allerdings reichte es nicht für eine stärkere Erholung des USD-Index aus, da dieser zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Analyse 0,4% niedriger gehandelt wurde.

Bei einem Blick auf die Sitzung in Asien muss man die japanische Inflation hervorheben. Diese fiel zwar unterdurchschnittlich aus, signalisiert Marktteilnehmern jedoch klar, dass die BoJ nicht in Eile sein wird, ihre außergewöhnlich lockere Geldpolitik aufzugeben.

Der Verbraucherpreisindex aus Japan wies im Jahresvergleich für Dezember einen leichten Rückgang auf (1,0%) , prognostiziert wurden 1,1%. Bei der Kernrate, abzüglich frischer Lebensmittel, konnten die Markterwartungen von 0,9% erfüllt werden. Es muss jedoch erwähnt werden, dass sich die BoJ stärker auf andere Kerninflationszahlen konzentriert hat, die sowohl frische Nahrungsmittel als auch Energie ausschließen.

Diese Rate blieb im Jahresvergleich gegenüber dem vorherigen Wert von 0,3% unverändert, Ökonomen rechneten allerdings mit einem Anstieg auf 0,4%. Im Großen und Ganzen sind die neuen Inflationsdaten natürlich kein “game changer” und könnten vielmehr als eine Bestätigung für die lockere Geldpolitik gesehen werden. Denken Sie daran, dass das Ziel der Zentralbank bei 2% angesetzt ist, so dass das Erreichen dieses Niveaus vermutlich noch ein langer Weg ist.

Inflationsziel in weiter Ferne
In diesem Zusammenhang sei auf Kuroda verwiesen, der am Donnerstag in Davos sagte: “Unser Inflationsziel von 2% ist noch ziemlich weit entfernt. Es ist unangemessen, über eine Ausstiegsstrategie oder eine Änderung der Politik zu sprechen”.

Er wies auch auf die Äußerungen des US-Finanzministers Mnuchin zum US-Dollar hin und behauptete, die G7-Staaten hätten vereinbart, dass sich die Wechselkurse stabil entwickeln und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegeln sollten. Der japanische Finanzminister Aso schloss sich Kuroda an und lehnte die Bemerkungen anderer Länder zum Devisenmarkt ab.

Was bedeutet dies nun für Devisenhändler?
Man könnte vermuten, dass das aktuelle Niveau des Yen für die japanischen Währungsbehörden noch kein Problem ist, könnte es aber werden, sollte sich der JPY in Zukunft verstärken. Daher sollten potenzielle Interventionen der BoJ am Devisenmarkt nicht ausgeschlossen werden.

USD JPY 26.01.2018
Der USDJPY zieht sich weiter zurück, entscheidende technische Unterstützungen könnten den Trend allerdings umkehren. Quelle: xStation 5

Aus charttechnischer Perspektive gab es nach wie vor keine bullischen Signale, die für eine Umkehrung des aktuellen Abwärtstrends sprechen. Jedoch nähert sich das Währungspaar der 109 bzw. 108,15. Bei einer bullischen Kerze könnten Käufer auf diesem Niveau möglicherweise eine Kaufgelegenheit sehen.


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