Kommt der Dollar-Abwärtstrend wieder in die globalen Märkte?

  • Der Arbeitsmarktbericht enttäuschte mit +38.000 neuen Stellen gegenüber erwarteten +160.000.
  • Die USD-Schwäche war das vorherrschende Thema in der Kursbewegung am Freitag Morgen
  • Erwartungen einer Zinserhöhung werden immer deutlicher ausgeschlossen.


FXCM: Am Morgen des Freitags wurde der US-Arbeitsmarktbericht mit den tiefsten Zahlen in mehr als sechs Jahren veröffentlicht, denn es wurden im Mai nur 38.000 neue Stellen in der amerikanischen Volkswirtschaft geschaffen, weit unter den erwarteten +160.000. Die Arbeitslosenquote sank zwar gegenüber dem Vormonat von 5% auf 4,7%, aber dies hat wohl eher mit der massiv rückläufigen Erwerbsquote zu tun, die auf 62,6% sank, da mehr als 458.000 Arbeitssuchende aus Altersgründen ausgeschieden wurden. Aber die schlechten Nachrichten fuhren fort, denn wir sahen auch eine Revision des Arbeitsmarktberichts des Vormonats, wobei die April-Zahlen von 160.000 auf 123.000 neue Stellen korrigiert wurden (Reduktion von 37.000).

 

Zinserhöhung adé?
Die nahezu unmittelbare Auswirkung dieses großen Fehlschlags war ein dramatischer Rückgang des US-Dollar, da Zinserhöhungserwartungen für Juni und Juli stark gesunken sind; so dass es immer weniger wahrscheinlich wird, dass wir von der Federal Reserve eine tatsächliche Bewegung in ihren bevorstehenden Zinsentscheidungen sehen werden. Interessanterweise spricht Vorsitzende Janet Yellen am Montagmorgen in Philadelphia; so könnten wir ziemlich schnell einige Informationen von dieser Front bekommen. Im Mai waren Erwartungen für eine Anhebung fast nicht existent bei etwa 5% nach dem Fehlschlag der Non-Farm Payrolls (NFP) des letzten Monats.

 

 

Aber im Laufe des Monats kommentierten mehrere Fed-Mitglieder restriktiv zum Thema der zukünftigen Zinserhöhungen, was diese Zinserhöhungserwartungen scheinbar erhöhte; und als das Sitzungsprotokoll der Fed-April-Sitzung am 18. Mai veröffentlicht wurde, war die Fed sogar so weit gegangen zu sagen, dass sie das Gefühl hätten, dass die Börsen die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung im Juni unterbewerteten. Diese Aussage gab dem USD nur zusätzliche Kraft, da sie die Zinserhöhungserwartungen kräftigte.

Aber die große Enttäuschung des Beschäftigungsberichts mit der tiefsten Stellenzahl in mehr als sechs Jahren stellen diese Aussicht nun wieder in Frage, und die Chancen für eine Zinserhöhung im Juni sind wieder auf 5% gesunken. Dies sandte den US Dollar rasch tiefer, und viele Hauptwährungen erlebten einen Stoß dank dieser Schwäche.

Wenn der Dollar abverkauft wird, wer könnte davon profitieren?

 

Eins der Paare, das wir aufgrund der USD-Schwäche verfolgten, ist der Wechselkurs GBP/USD , denn April und Mai verhalfen dem Sterling zu einem Aufschwung, da die Angst vor einem Brexit aus dem Markt ausgeschlossen wurde. Diese Angst wurde aber zu Beginn dieser Woche wieder entfacht, denn zahlreiche Umfragen zeigten eine leichte Mehrheit für die Seite der Brexit-Befürworter, was dem Aufwärtstrend des GBP/USD schadete, an dem das Paar gearbeitet hatte. Aber in den vergangenen Tagen fand das GBP/USD eine Unterstützung, und nach der Flucht vor der USD-Schwäche heute morgen, ist das Paar sprunghaft in eine gut definierte Widerstandszone aufgestiegen.

Autor: James Stanley

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