Linde AG: Konzernergebnis gesteigert auf über 1 Mrd. Euro!

  • Konzernumsatz auf 4,385 Mrd. EUR gewachsen (+6,6 Prozent; währungsbereinigt +4,2 Prozent)
  • Operatives Konzernergebnis auf 1,041 Mrd. EUR gesteigert (+5,7 Prozent; währungsbereinigt +3,1 Prozent)
  • Konzern-Ausblick 2017 bestätigt 

 
Linde AG: Das Geschäft des Technologiekonzerns The Linde Group hat sich im ersten Quartal 2017 gut entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte das Unternehmen sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern.


"Wir sind recht ordentlich in das neue Geschäftsjahr gestartet und liegen damit im Rahmen unserer Prognose", sagte Prof. Dr. Aldo Belloni, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG. "Die positive Geschäftsentwicklung ist Beleg unseres grundsoliden Geschäftsmodells. Zugleich beginnen die Ende 2016 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz ihre Wirkung zu zeigen."
 
Umsatz- und Ergebnisentwicklung durch positive Beiträge aus EMEA und Asien/Pazifik geprägt
Im ersten Quartal 2017 ist der Konzernumsatz aus fortgeführten Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 4,385 Mrd. EUR (Vj. 4,115 Mrd. EUR) gewachsen. Zu diesem Anstieg haben vor allem positive Entwicklungen in den Segmenten EMEA und Asien/Pazifik sowie ein höherer Umsatz der Engineering Division beigetragen. Das operative Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten konnte um 5,7 Prozent auf 1,041 Mrd. EUR (Vj. 985 Mio. EUR) gesteigert werden. Bereinigt um Währungseffekte lag der Konzernumsatz 4,2 Prozent über dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 3,1 Prozent. Die operative Konzernmarge lag mit 23,7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 23,9 Prozent).
 
Mit den Programmen "Focus" und "LIFT" verfolgt Linde auch im Jahr 2017 konzernweit nachhaltige Maßnahmen zur Steigerung seiner Effizienz. Für LIFT werden bis Ende 2017 voraussichtlich insgesamt Aufwendungen in Höhe von rund 400 Mio. EUR anfallen, die als Sondereinflüsse innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden. Davon wurden im vergangenen Jahr bereits 116 Mio. EUR realisiert. Im ersten Quartal 2017 wurden Aufwendungen in Höhe von 22 Mio. EUR als Sondereinflüsse klassifiziert. Darin enthalten sind auch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit Praxair.
 
Linde erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 ein Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten von 1,68 EUR (Vj. 1,65 EUR). Aufgrund des für 2017 geplanten Verkaufs von Gist wurde der Umsatz- und Ergebnisbeitrag dieses Geschäftsbereichs als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen und ist damit in den aktuellen Konzernzahlen nicht enthalten. Der operative Cash Flow ist im Vergleich zum Vorjahr um 25,2 Prozent auf 653 Mio. EUR (Vj. 873 Mio. EUR) gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf geringere erhaltene Anzahlungen im Anlagenbaugeschäft im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
 
Gases Division: Umsatz legt auf vergleichbarer Basis weiter zu
In der Gases Division erwirtschaftete Linde im ersten Quartal 2017 einen Umsatz von 3,799 Mrd. EUR und lag damit um 4,9 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 3,621 Mrd. EUR). Bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte, betrug das Umsatzplus 0,9 Prozent. Das operative Ergebnis ist währungsbereinigt um 2,4 Prozent auf 1,053 Mrd. EUR (Vj. 1,006 Mrd. EUR) gestiegen. Die operative Marge lag mit 27,7 Prozent (Vj. 27,8 Prozent) auf Vorjahresniveau. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich höhere Erdgaspreise negativ auf die operative Marge auswirkten.
 
Im Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) lag der Umsatz in den ersten drei Monaten 2017 mit 1,478 Mrd. EUR um 4,8 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vj. 1,410 Mrd. EUR). Auf vergleichbarer Basis entsprach dies einem Umsatzanstieg von 4,4 Prozent. Das operative Ergebnis erreichte 462 Mio. EUR und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent (Vj. 430 Mio. EUR). Die operative Marge erhöhte sich auf 31,3 Prozent (Vj. 30,5 Prozent). Zu dieser Verbesserung haben auch die 2015 und 2016 eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung beigetragen.
 
Im Segment EMEA haben sich nahezu alle Produktbereiche positiv entwickelt. Im On-site-Geschäft – also bei der Vor-Ort-Versorgung von Großkunden – konnte Linde in Nordeuropa und im Mittleren Osten & Osteuropa aufgrund von Anlagenhochläufen Umsatzzuwächse erreichen. In den Produktbereichen Flüssig-und Flaschengasen konnten in nahezu allen Regionen Umsatzsteigerungen erzielt werden.
 
Im Segment Asien/Pazifik hat Linde per Ende März 2017 einen Umsatz von 1,073 Mrd. EUR erzielt. Dieser Wert lag um 10,7 Prozent über dem Vorjahreswert (Vj. 969 Mio. EUR). Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz um 4,9 Prozent. Das operative Ergebnis lag mit 268 Mio. EUR um 5,5 Prozent über dem Vorjahr (Vj. 254 Mio. EUR). Dies entspricht einer operativen Marge von 25,0 Prozent (Vj. 26,2 Prozent). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein Einmaleffekt aus dem Verkauf von Vermögenswerten enthalten ist.
 
Auch im Segment Asien/Pazifik haben sich nahezu alle Produktbereiche gut entwickelt. Vor allem im Geschäft mit Flüssiggasen konnten solide Volumen- und Preissteigerungen erzielt werden. Im Raum Südpazifik konnte der Umsatzrückgang gestoppt werden. Des Weiteren zeigten die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen in dieser Region erste Erfolge und führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses.
 

 

Im Segment Amerika konnte Linde den Umsatz im ersten Quartal 2017 um 1,0 Prozent auf 1,297 Mrd. EUR (Vj. 1,284 Mrd. EUR) erhöhen. Bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte ging der Umsatz um 5,3 Prozent zurück. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 323 Mio. EUR (Vj. 322 Mio. EUR). Die operative Marge lag bei 24,9 Prozent (Vj. 25,1 Prozent).
 
Bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind gegenläufige Effekte zu berücksichtigen. Das On-site und das Geschäft mit Flüssiggasen in Nordamerika entwickelten sich erneut positiv. Hingegen sind im Healthcare-Geschäft in Nordamerika die Auswirkungen der Preisreduzierungen des letzten Jahres aufgrund staatlicher Ausschreibungen deutlich spürbar. Auch der im dritten Quartal 2016 getätigte Verkauf zweier Tochtergesellschaften von Lincare beeinträchtigte erwartungsgemäß die Umsatzentwicklung.
 
In den einzelnen Ländern Südamerikas – insbesondere in Brasilien und Venezuela – haben sich die Rahmenbedingungen im ersten Quartal 2017 nicht wesentlich verbessert. Die wirtschaftliche Situation der Region ist von einer hohen Inflation und niedrigem Wachstum
geprägt. Die Produktbereiche in Südamerika entwickelten sich positiv. Allerdings basieren die Zuwächse auf einem relativ niedrigen Vorjahresniveau.
 
Engineering Division: Marge im Rahmen der Erwartungen
Der Umsatz der Engineering Division stieg im ersten Quartal 2017 um 14,1 Prozent auf 648 Mio. EUR (Vj. 568 Mio. EUR). Das operative Ergebnis erhöhte sich ebenfalls auf 53 Mio. EUR (Vj. 46 Mio. EUR). Die operative Marge betrug 8,2 Prozent (Vj. 8,1 Prozent) und entspricht damit der Zielmarke, die das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr anstrebt.
 
Trotz des weiterhin anhaltend niedrigen Ölpreises und der damit verbundenen Nachfragezurückhaltung im Anlagenbau konnte der Auftragseingang per Ende März gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 457 Mio. EUR (Vj. 310 Mio. EUR) gesteigert werden. Der Auftragsbestand der Engineering Division betrug per Ende März 4,168 Mrd. EUR (31. Dezember 2016: 4,386 Mrd. EUR) und lag damit weiterhin auf einem soliden Niveau.
 
Ausblick
Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von 3 Prozent, wenngleich das herausfordernde Marktumfeld auch zu einem Rückgang von bis zu 3 Prozent führen könnte. Das währungsbereinigte operative Ergebnis soll auf Niveau des Vorjahres liegen und könnte um bis zu 7 Prozent steigen. In der Gases Division strebt Linde für das Geschäftsjahr 2017 einen währungsbereinigten Umsatz an, der bis zu 3 Prozent über dem Vorjahr liegt, wenngleich das herausfordernde Marktumfeld auch zu einem Rückgang von bis zu 2 Prozent führen könnte.

 

Die Veränderung des währungsbereinigten operativen Ergebnisses soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen und könnte um bis zu 6 Prozent steigen. Für die Engineering Division erwartet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz in der Bandbreite von 2,0 Mrd. EUR bis 2,4 Mrd. EUR und eine operative Marge von rund 8 Prozent.

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