LYNX Broker: Wochenausblick Broker KW 07

LYNX Broker: Die abgelaufene Handelswoche brachte besonders für den deutschen Leitindex ein beeindruckendes Comeback und der DAX ging am Freitag mit einer Wochenperformance von 3,88 Prozent aus dem Handel. Die Wall Street präsentierte sich ebenfalls freundlich und wird auch in der neuen Woche von weiteren Unternehmensberichten beeinflusst werden. Außerdem betrachten wir diese Woche die Aktie der Deutschen Börse AG, die am Mittwoch Unternehmenszahlen vorlegen wird.

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

Märkte mit beeindruckender Wochenbilanz Die abgelaufene Handelswoche brachte besonders für den deutschen Leitindex ein beeindruckendes Comeback. Innerhalb von fünf Handelstagen erholte sich der DAX von seinem Tief bei rund 9.282 Punkten und ging am Freitag mit 9.662,60 Punkten aus dem Xetra-Handel. Die Wochenperformance lag damit bei 3,88 Prozent. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Handel bei 16.154,39 Punkten und legte damit letzte Woche um 2,28 Prozent zu. Der NASDAQ 100 stieg auf Wochensicht um 2,92 Prozent und schloss bei 3.664,55 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit einem Punktestand von 1.838,63 ins Wochenende. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum Wochenschluss 109,05 US-Dollar das Fass. Der Goldpreis tendierte deutlich fester und ging zu einem Kurs von 1.318,30 US-Dollar die Feinunze aus dem Handel. Auch die europäische Gemeinschaftswährung Euro erholte sich. Für einen Euro wurden zum Wochenschluss 1,3691 US-Dollar bezahlt. Der Euro-Bund-Future tendierte über die gesamte Handelswoche überwiegend seitwärts und ging an der EUREX mit 143,65 Zählern aus dem Handel. Damit rentiert die zehnjährige Bundesanleihe bei knapp 1,68 Prozent.

Italien mit neuem traurigem Rekord
Wieder schaut man nach Rom. Premierminister Enrico Letta ist bereits Geschichte. Italien befindet sich wieder in einer neuen Phase der Regierungsbildung. Insgesamt wäre das dann die 65. Nachkriegsregierung in Italien. Deutschland kann da mit acht Kanzlern seit 1945 nicht mithalten. In Italien hat ausgerechnet Silvio Berlusconi den Rekord mit der insgesamt längsten Amtszeit inne. Nun soll Matteo Renzi es richten. Gemäß der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" soll er von Staatspräsident Napolitano mit der Regierungsbildung beauftragt worden sein. Trotz aller politischen Unwägbarkeiten am Tiber hat die Ratingagentur Moody’s Italiens Kreditwürdigkeit nicht schlechter beurteilt. Das neue Rating für Italien steht unverändert bei "Baa2". Der Ausblick für Italien wurde sogar von „negativ“ auf „stabil“ angehoben, und das trotz des Rücktritts von Letta. Dennoch: „Baa2“ bedeutet zwei Stufen oberhalb des Ramschniveaus. Trotz aller Unkenrufe sind die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen sogar weiter gesunken. Es bleibt nun in der Zeit der Sondierungsgespräche sowie der Regierungsbildung offen, wie sich die BTPs (Long-Term Euro-BTP-Futures) an der EUREX entwickeln werden.

S&P 500, NASDAQ auf neuem Rekordkurs – Dow Jones hinkt hinterher
BoJ, ZEW für Deutschland, die Schweiz und die Eurozone, eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes sowie Verbraucher- und Erzeugerpreise aus Europa und Übersee bringen Bewegung in die neue Börsenwoche. Auch weitere Unternehmensberichte werden den Takt an der Wall Street angeben. Der S&P 500 erzielte schon in der Vorwoche ein fulminantes Comeback. Auch der NASDAQ Composite schaffte den höchsten Punktestand seit dem Jahr 2000 (5.048,62). Doch die Handelsvolumina gehen zurück. Die NASDAQ verzeichnet das niedrigste Handelsvolumen seit dem 3. Januar. Auffällig auch: Der Dow Jones steht immer noch deutlich unterhalb seines Rekordstands vom 31.12.2013. Die Arbeitsmarktdaten der weltgrößten Volkswirtschaft USA werden derzeit von Wetterkapriolen verzerrt, so die einhellige Meinung von Experten, Analysten und sogar Fed-Offiziellen. Möglicherweise ist aus diesem Grund auch kein weiterer schneller Schritt in Sachen Tapering zu erwarten. Die Fed könnte die nächsten zwei Monate eine abwartende Haltung einnehmen und auf diese Weise vielleicht auch wieder ein wenig Unsicherheit in den Markt zurückbringen. Das kann in diesem Markt kurzfristig positiv ausgelegt werden , doch die Berichtssaison in den USA geht dem Ende zu. Rund 75 Prozent der S&P 500-Konzerne haben bereits ihre Zahlen vorgelegt und größtenteils die Schätzungen der Analysten übertroffen. Wo soll danach weiteres Aufwärtspotenzial herkommen?

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Der Montag der neuen Börsenwoche hat nur wenige volkswirtschaftliche Daten zu bieten. Um 12:00 Uhr publiziert die Bundesbank ihren Monatsbericht für den Februar, und um 15:00 Uhr findet das Treffen der Eurogruppe in Brüssel statt. Zum Nachmittag werden Marktimpulse fehlen. Die Börsen in den USA bleiben bedingt durch den Feiertag „Washington’s Birthday“ beziehungsweise „President’s Day“ geschlossen. Die Minenbetreibergesellschaft BHP Billiton (AUS), Earthlink (USA) und rund 15 weitere US-Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

Der Dienstag beginnt in der asiatisch-pazifischen Handelszeit mit dem Sitzungsprotokoll der australischen Notenbank RBA (Reserve Bank of Australia) um 01:30 Uhr und der Sitzung der Bank of Japan (BoJ) um 04:00 Uhr. Die japanische Notenbank gibt ihren Zinsentscheid bekannt. Aller Voraussicht nach wird der Leitzins bei 0,1 Prozent verbleiben. Von Interesse werden die Ausführungen von Haruhiko Kuroda, dem Gouverneur der BoJ, zur derzeitigen Geldpolitik sein. Nach den ersten Tapering-Schritten der US-Notenbank schaut man nun nach Tokio auf die noch viel expansivere Notenbankpolitik der BoJ. Die europäische Session wird durch die Pkw-Neuzulassungen der EU-25 für den Monat Januar eröffnet (besonders für Engagements in Automobilwerten von Interesse). Zeitgleich wird die deutsche Erwerbstätigenzahl für Januar veröffentlicht. Das Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel findet ab 09:00 Uhr statt. Um 10:00 Uhr publiziert die EZB den italienischen Handelsbilanzsaldo für den Dezember und den Leistungsbilanzsaldo der Eurozone für den Dezember. Aus Großbritannien werden um 10:30 Uhr die Erzeuger-, Verbraucher- und Einzelhandelspreise für den Januar erwartet. Parallel dazu wird auch der britische Hauspreisindex für den Januar veröffentlicht. Der ZEW-Index für Deutschland mit den Konjunkturerwartungen im Monat Februar sowie das Pendant für die Eurozone folgen um 11:00 Uhr. Zum Nachmittag schalten sich auch die US-Börsen nach dem Feiertag wieder ins Handelsgeschehen ein. Um 13:45 Uhr werden die US-Ladenkettenumsätze publiziert, um 14:30 Uhr folgen der New York Empire State Manufacturing Index für den Februar und die kanadischen Wertpapierkäufe ausländischer Investoren im Dezember, und um 14:55 Uhr kommen die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze. Um 15:00 Uhr werden die US-Kapitalströme im Dezember und um 16:00 Uhr der  Hauspreisindex der National Association of Home Builders (NAHB) für den Februar ausgewiesen. Air Liquide (F), Coca-Cola (USA), TNT (NL) und rund 30 weitere US-Unternehmen berichten von ihren aktuellen Zahlen.

Der Mittwoch bringt um 00:30 Uhr den australischen Index der Frühindikatoren im Dezember des Conference Board und um 01:30 Uhr den australischen Arbeitskostenindex fürs vierte Quartal. Um 02:45 Uhr werden mit dem MNI-Geschäftsindikator (Market News International) Informationen zum chinesischen Geschäftsklima für den Februar veröffentlicht. Um 05:30 Uhr läuft der japanische Gesamtwirtschaftsindex für den Dezember und um 06:00 Uhr der Monatsbericht der Bank of Japan (BoJ) über die Ticker. Der europäische Datenkalender beginnt mit britischen Arbeitsmarktdaten und der Bekanntgabe der Arbeitslosenquote für den Dezember sowie des Sitzungsprotokolls der Bank of England (BoE). Für 11:00 Uhr werden die Schweizer ZEW-Konjunkturerwartungen für den Januar und die Produktion im Baugewerbe der Eurozone im Dezember erwartet. Die ersten US-Daten kommen mit den MBA-Hypothekendaten auf die Handelsschirme. Weitere US-Daten werden um 14:30 Uhr mit dem Erzeugerpreisindex für den Januar und den Baubeginnen und Baugenehmigungen im Januar veröffentlicht. Zeitgleich wird der kanadische Großhandelsumsatz für den Dezember publiziert. Um 20:00 Uhr haben die Märkte das US-FOMC-Sitzungsprotokoll zu bewerten. Um 22:45 Uhr treffen noch die neuseeländischen Erzeugerpreise fürs vierte Quartal ein. Der Onlinebroker comdirect (D), der Börsenplatzbetreiber Deutsche Börse (D), der Energiekonzern Iberdrola (E), der Mischkonzern Lafarge (F), der Energiekonzern OMV (A), der Automobilhersteller Peugeot (F) und weitere europäische Konzerne berichten von ihren aktuellen Zahlen, außerdem 40 US-Unternehmen, darunter Tesla Motors, Marriott und Garmin.

Der Donnerstag bringt gleich zu Beginn der asiatisch-pazifischen Session um 00:50 Uhr den japanischen Handelsbilanzsaldo. Um 01:00 Uhr wird das neuseeländische Verbrauchervertrauen für den Februar veröffentlicht. Um 02:45 Uhr folgt der chinesische Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Februar. Um 8:00 Uhr kommen aus der Schweiz der Handelsbilanzsaldo für den Januar und aus Deutschland die Erzeugerpreise für den Januar. Die französischen Verbraucherpreise werden um 08:45 Uhr veröffentlicht. Um 09:00 Uhr folgen die französischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und das Dienstleistungsgewerbe, um 09:30 Uhr dann die deutschen Pendants und um 10:00 Uhr die Versionen für die Eurozone (alle Februar). Ebenfalls um 10:00 Uhr werden der Einkaufsmanagerindex Composite für den Februar und der italienische Auftragseingang der Industrie für den Dezember ausgewiesen. Um 12:00 Uhr folgt der CBI-Index zu den Industrieauftragserwartungen im Februar. Mit den Erstanträgen und den fortgesetzten Anträgen auf Arbeitslosenhilfe, den US-Verbraucherpreisen und den US-Realeinkommen (beide Januar) laufen um 14:30 Uhr die ersten US-Daten über die Ticker. Um 15:00 Uhr gibt Markit den US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar aus. Um 16:00 Uhr folgen das Verbrauchervertrauen für die Eurozone im Februar, der US-Philadelphia-Fed-Index für den Februar und der US-Index der Frühindikatoren für den Januar. Rohstoffhändler achten um 17:00 Uhr auf die Ausgabe der US-Rohöllagerbestandsdaten. Einige Blue-Chips aus CAC40, DAX, SMI und Dow Jones wie Air France-KLM (F), Danone (F), Henkel (D), Schneider Electric (F), Swiss RE (CH), Wal Mart (USA) und rund 60 weitere Unternehmen aus Europa und den USA berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

Der Freitag beginnt mit dem Sitzungsprotokoll der japanischen Notenbank. Um 09:00 Uhr publiziert die Schweizer Nationalbank (SNB) ihr statistisches Monatsheft für den Januar, unter anderem mit genauen Angaben zur Geldmenge M3. Um 10:30 Uhr werden der Einzelhandelsumsatz und der öffentliche Finanzierungsbedarf für Großbritannien im Januar veröffentlicht. Um 12:00 Uhr werden wie gewohnt die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB publiziert. Die kanadischen Verbraucherpreise für den Januar und die kanadischen Einzelhandelsumsätze für den Dezember werden um 14:30 Uhr ausgewiesen. Die aktuellen Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Januar folgen um 16:00 Uhr, und kurz vor dem Wochenende um 21:30 Uhr kommt noch den Bericht der CFTC (der Commitment-of-Traders-Report). Zehn Konzerne aus Europa und den USA berichten von ihren aktuellen Zahlen, darunter auch der Versicherungskonzern Axa (F).

Deutsche Börse – globale Börsenorganisation aus Frankfurt am Main
Die Deutsche Börse AG (Börsensymbol: DB1) ist eine global agierende Börsenorganisation, eigenen Angaben zufolge eine der größten der Welt. Aktienhandel, Terminmarkthandel, Clearing, Settlement, Custody und Marktdaten – alles unter einem Dach. Die Entwicklung und der Betrieb der elektronischen Handelssysteme kommt hinzu. Mit Xetra und der Börse Frankfurt ist man Deutschlands größter Wertpapierbörsenbetreiber – die Tradegate Exchange (Berlin) gehört ebenso zur Gruppe. Obendrein organsiert die Gruppe Deutsche Börse mit EUREX und ISE (International Securities Exchange) einen der weltweit größten Terminmärkte. EUREX Clearing ist eines der weltgrößten Clearinghäuser. Mit den Marken „DAX“ und „STOXX“ vermarktet die Gruppe Deutsche Börse zudem Indizes. Die Deutsche Börse ist eine Institution mit Geschichte, denn sie organisiert den Markt für Wertpapiere bereits seit 1585. Seit dem 05.02.2001 ist die Deutsche Börse AG selbst börsennotiert. In den letzten Jahren hat sich der Markt zwar auch in Bezug auf Börsenorganisationen weiter konsolidiert, jedoch bleibt der Wettbewerb für die Frankfurter hart. Im direkten Kampf um Marktanteile steht man vor allem mit der ASX Limited, der CBOE Holdings, der Cetip SA – Mercados Organizados, der CME Group (unter dem Dach der CME Group befinden sich zum Beispiel die größten US-amerikanischen Terminmarktbörsen CME, CBOT, NYBOT, NYMEX usw.), MSCI und der NASDAQ OMX Group (seit dem Zusammenschluss 2007 befinden sich NASDAQ und OMX Group unter einem Dach). Die Deutsche Börse AG hat Partnerschaften, Joint Ventures und weitere partnerschaftliche Strukturen unter anderem mit der Korea Exchange, Deutsche Börse Commodities, Digital Vega FX Ltd., IDS SAS, Phineo gAG (gemeinnützige Aktiengesellschaft der Bertelsmann Stiftung), Taiwan Futures Exchange, der luxemburgischen Regierung, SIX Group, Cetip SA – Mercados Organizados, Orkla ASA und Tullett Prebon PLC. Betrachtet man die Umsatzzahlen und deren geographische Herkunft, so wird die Aufstellung des Konzerns in den globalen Märkten sichtbarer. Seit 2010 sind nur leichte Verschiebungen erkennbar. In Europa (ohne Deutschland und Großbritannien) hat man nur geringfügig Marktanteile verloren, dafür aber in den USA etwas dazugewonnen. Der Gesamtumsatz verteilt sich für 2012 auf 30,4 Prozent Europa (ohne Deutschland und Großbritannien), 26,2 Prozent Deutschland, 26,2 Prozent Großbritannien, 13,1 Prozent USA, 3,7 Prozent Asien/Pazifik und 0,5 Prozent Amerikas (ohne USA). Insgesamt erzielte der Konzern 2012 (die Zahlen für 2013 werden in der neuen Börsenwoche am Mittwoch vorgelegt) einen Umsatz in Höhe von 1,932 Mrd. Euro und einen Jahresüberschuss von 645,0 Mio. Euro. 386,5 Mio. Euro wurden ausgeschüttet. Die Dividende je Stammaktie betrug 2012 2,10 Euro. Per Bilanzstichtag 31.12.2012 hatte die Deutsche Börse 3.704 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Nach IFRS verfügte der Konzern 2012 über 20,1 Mrd. Euro an liquiden Mitteln, 2,6 Mrd. Euro Eigenkapital, 193,0 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital, 212,6 Mrd. Euro an Verbindlichkeiten – die Bilanzsumme betrugt 2012 216,5 Mrd. Euro. Für 2013 avisierte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 2,1 Mrd. Euro, für 2014 gibt die Bilanzprognose 2,26 Mrd. Euro und für 2015 2,36 Mrd. Euro an. Das EBIT könnte sich demnach von 937,80 Mio. Euro 2013 auf 1,03 Mrd. Euro 2014 und 1,13 Mrd. Euro 2015 steigern. Damit einhergehend könnte die Dividende von 2,10 Euro 2013 auf 2,25 Euro 2014 und 2,3377 Euro 2015 klettern. Die Nettoverschuldung des Konzerns könnte von 782,18 Mio. Euro im Jahr 2013 auf 689,64 Mio. Euro 2014 und 533,50 Mio. Euro 2015 signifikant reduziert werden. An der Börse wird der Konzern derzeit mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 11,56 Mrd. Euro gehandelt. Innerhalb der letzten 52 Wochen bewegte sich das Papier in einer Spanne von 44,51 Euro bis 63,29 Euro. Das Wertpapier befindet sich zu 78,75 Prozent im Streubesitz, größter Einzelaktionär ist BlackRock mit 5,64 Prozent. Die Deutsche Börse AG selbst hält 4,94 Prozent, The Capital Group Companies ist mit 3,12 Prozent beteiligt, auf den weiteren Plätzen finden sich Invesco, Franklin Mutual Advisers, UBS AG und Morgan Stanley. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG ist Dr. Reto Francioni. Die Aktie der Deutschen Börse AG ging am Freitag mit einem Kurs von 59,92 Euro aus dem Xetra-Handel. Betrachtet man die aktuelleren Analysen der Monate Januar und Februar, so findet man zunächst die Analystenbewertung der DZ Bank vom 09.01. mit dem Votum „kaufen“ und einem Kursziel von 66,00 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs gaben dem Papier am 13.01. ein Kursziel von 63,20 Euro und stuften es mit „neutral“ ein. Independent Research rät zum Halten der Aktie und sieht das Kursziel bei 58,00 Euro. Die Analysten des Hauses Equinet dagegen gaben dem Wertpapier nur ein Kursziel von 48,00 Euro und empfahlen am 04.02. den Verkauf. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux riet ebenfalls am 04.02. zum Reduzieren und sah das Kursziel der Aktie bei 55,00 Euro. Auch die Citigroup lieferte am 04.02. ein Update zur Aktie der Deutsche Börse AG und erwartete ein Kursziel von 56,00 Euro, verbunden mit dem Votum „neutral“. Am 13.02. gab Morgan Stanley der Aktie ein Kursziel von 64,00 Euro mit dem Votum „Equal-weight“. Das Analysehaus Warburg Research traute dem Papier am 14.02. ein Kursziel von 55,00 Euro zu, verbunden mit dem Votum „hold“. Aus den aktuellen Analysen ergäbe sich so ein Durchschnittskurs von 58,15 Euro. Die Aktie böte demzufolge nicht mehr allzu große Phantasie. Doch die Deutsche Börse könnte ein Gewinner der neuen Bankenregulierung werden. Zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten für Börsenorganisationen könnten sich einstellen, wenn viele Geschäfte (auch gerade im Sektor des Derivatehandels) vom außerbörslichen Handel beziehungsweise aus dem weniger transparenten OTC-Bereich wieder in die börslichen Strukturen zurückgeführt werden. Dies könnte für die Jahre ab 2015/2016 der Erwartung eines Anstiegs des operativen Ergebnisses (EBITDA) etwas Vorschub leisten, da wie erwähnt die Regulierung in Europa strukturelles Wachstum nach sich ziehen würde. Die aktuelle Situation der Deutschen Börse AG ist zumindest im ersten Monat des Jahres 2014 ernüchternd. Die Zahlen für die Terminbörse EUREX im Januar sind schwach ausgefallen. Schaut man auf die Bilanz der Aktie in den letzten Jahren, so kommt man gerade in einem sehr „bullischem“ Marktumfeld ins Grübeln (2009 bis 2014). Im Vergleich zu weiteren Aktien aus dem deutschen Leitindex DAX wie Volkswagen, BMW, Bayer, BASF oder auch Linde kommt die Aktie der Deutschen Börse AG wie ein Rohrkrepierer daher. Inwieweit die Börsenregulierungen hier ein „Upside“ werden rechtfertigen können, bleibt abzuwarten.

Unser charttechnischer Ausblick –  Hin und Her macht Taschen leer

DAX-Future (Kontrakt 03-14)
Der DAX entwickelte sich in den letzten fünf Handelstagen recht positiv und schloss am Freitag über der charttechnisch wichtigen Marke von 9.550 Zählern. Der angepeilte aggressive Kauf des Rücksetzers auf die 9.400 Punkte wie auch Käufe oberhalb von 9.550 Punkten hätte positiv abgeschlossen werden können. Der Schlusskurs lag an der Marke von 9.650 Punkten. Nach dem Durchlaufen der Schiebezonen in den Bereichen 9.250/9.400 sowie 9.400/9.550 Punkte ist der DAX-Future nun wieder recht klar von der Long-Seite aus zu betrachten. Kurse oberhalb der Marke von 9.550 Punkten können somit für Käufe genutzt werden. Ein Ziel könnte nun die 9.800-Punkte-Marke und etwas langfristiger sogar die historische Marke von 10.000 Punkten darstellen. Ideale Einstiege wären jeweils Rücksetzer auf die eingezeichneten Unterstützungen. Bei Kursen unterhalb von 9.550 Punkten sollte der Long-Handel jedoch etwas defensiver angegangen werden, eventuell sollte man hier sogar wieder eine Trade-Pause einlegen.

EUR.USD
Der EUR/USD blieb auch in den letzten Tagen in dem Szenario der sich auffächernden Seitwärtsbewegung; zum Schlusskurs am Freitag siegte allerdings die Long-Richtung. Knapp unter dem Widerstand bei 1,3700 beendete der EUR/USD seinen Handel, was einem Plus von etwa 50 Ticks entspricht. Die einzige erfolgreiche Möglichkeit des Handelns war der eine oder andere Long-Trade oberhalb der Marke 1,3650. In den nächsten fünf Tagen könnten sich oberhalb von 1,3650 weiter kleine Long-Trades anbieten, wobei keine Wunder zu erwarten sind. Gewinnmitnahmen sind also ebenfalls in die Trade-Gedanken einzubeziehen. Kurse zwischen 1,3650 und 1,3540 sollten eher gemieden werden. Aggressive Trader sollten das Verhalten des EUR/USD im Bereich um 1,3750/75 beobachten, da ein etwas stärkerer Rücksetzer nach neuen Hochs durchaus denkbar ist.

Bund-Future (Kontrakt 03-14)
Der Bund-Future hielt sich auch in den vergangenen Handelstagen über der Marke 143,00, was weiterhin den Fokus auf die Long-Seite lenkte, jedoch nicht zu übermäßigem Erfolg führte. Nach einem v–förmigen Ab und Auf schloss der Markt am Freitagabend im Vergleich zur Vorwoche minimal im Minus. Wirkliche Stärke konnte der Markt also nicht aufbauen. In den nächsten Tagen bleibt der Trade-Fokus ähnlich dem der Vorwoche. Kurse oberhalb der Marke 143,00 könnten für die Long-Seite sprechen. Mit etwas Vorsicht könnten somit weiterhin Long-Trades eingegangen werden. Aktuell noch als aggressiv einzustufen, könnte jedoch die Short-Seite unter Umständen eine Rolle spielen. An den Widerständen zu verkaufen oder nach einem neuen Hoch einen Short-Trade einzugehen, wäre für aggressive Trader einen Versuch wert. Ein Rutsch unter die 143er-Marke würde dann auch dem defensiv orientierten Trader Möglichkeiten auf der Short-Seite öffnen.

S&P-Future (Kontrakt 03-14)
Unbeirrt kletterte der S&P-Future in der letzten Woche weiter und erreichte ein Wochenplus von rund 40 Punkten. Das Wochenhoch lag nur wenige Punkte unter dem Bereich der Allzeithochs um die Marke von 1.844 Punkten. In den letzten neun Handelstagen erreichte der S&P ein Plus von rund 6 Prozent. Es bleibt nun spannend, wie der S&P mit dem Bereich um das Allzeithoch umgeht. Nach einem etwaigen Überschreiten wäre ein erneuter starker Anstieg nicht unwahrscheinlich. Kurse oberhalb der Unterstützungen von 1.810 beziehungsweise 1.802 Punkten sind somit long tendierend, und Trades könnten durchaus mit dem Ziel neuer Hochs versehen werden. Short-Trades sollten aus aktueller Sicht vorerst nicht eingegangen werden.

Aktie: Deutsche Börse (EUR) (Börsensymbol: DB1)
Auf den ersten Blick präsentiert sich die Aktie der Deutschen Börse etwas unsauber in ihren Bewegungen. Viele Überlappungen und keine sauberen Trendbewegungen – in der Vergangenheit nicht zwingend eine ideale Möglichkeit des profitablen Trendhandels. Gleichwohl befindet sich die Aktie nun seit Mitte 2012 in einem Aufwärtstrend, welcher aktuell bereits ein Plus von gut 65 Prozent gebracht hat. In den letzten Wochen fand eine kleine Konsolidierung statt; nun jedoch zeichnet sich ein erneuter Kursanstieg ab. Die Aktie ist also durchaus ein möglicher Kauf, es sollte aber das etwas unsaubere Verhalten der letzten Jahre berücksichtigt werden. Dem könnte jedoch mit einem etwas aggressiveren Nachziehen des Stops und gegebenenfalls einer Gewinnmitnahme begegnet werden. Ein Gewinn von rund 10 Prozent wäre aus aktueller Sicht durchaus als realistisch einzustufen.

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