Marktkommentar: Keine weitere Erholung bei EMIs aus China

XTB: Der marktbreite S&P 500 bildete am Montagabend im Intraday-Handel ein neues Allzeithoch aus, gab jedoch in der restlichen Handelszeit die meisten Gewinne rasch wieder ab. “Dies ist vielleicht die arbeitsreichste Woche vor allem in Bezug auf Katalysatoren”, sagte Art Hogan, Chefmarktstratege bei National Securities. Bisher deutete die US-Berichtssaison nicht auf eine von vielen befürchtete Gewinnrezession hin.

Knapp 80% der veröffentlichten Berichte von Unternehmen des S&P 500 konnten überraschenderweise die Erwartungen übertreffen und diese Woche werden 150 weitere Veröffentlichungen folgen. Eine Fortsetzung der bisher zu beobachtenden Entwicklung könnte für die Rallye am US-Aktienmarkt eine wichtige Stütze sein.

An der Datenfront sind die Inflationsdaten sowie das Update zu den Privatausgaben aus den USA hervorzuheben, die insgesamt ein gemischtes Bild aufzeigen. Die Konsumausgaben stiegen im März mit 0,9% im Monatsvergleich auf ein neuneinhalb Jahreshoch, während die PCE-Kerninflation im März mit 1,6% im Jahresvergleich auf den tiefsten Stand seit einem Jahr fiel und sich weiter vom gesetzten 2%-Ziel der Fed entfernt.

 

 

 


 

 

 

Das dürfte die US-Notenbank von einer geldpolitischen Veränderung abhalten und für einen weiterhin geduldigen Ansatz sprechen. Am Mittwoch, bei dem das FOMC die Ergebnisse ihrer zweitägigen Sitzung präsentiert, werden sich die Anleger auf die Einschätzungen der Zentralbanker konzentrieren und nach Hinweisen zum Thema Bilanzkürzung suchen. Die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell (20:30 Uhr) nach Bekanntgabe des Zinsentscheids wird hier entscheidend sein.

An den asiatischen Aktienmärkten war am Dienstag wiederum eine Risikoaversion zu erkennen, da die EMIs aus China die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Aufgrund der Verlangsamung der Wirtschaft sowie der umfangreichen Stimuli aus Peking stehen diese unter besonderer Beobachtung.

Der Herstellungsindex fällt im April von 50,5 auf 50,1 Punkte und kann sich gerade noch so im Expansionsbereich halten, während der Wert für den Dienstleistungssektor mit 54,3 Punkten auf deutlich bessere Konjunkturaussichten hindeutet.

Die neuen Daten zeigen, dass eine Stabilisierung seine Zeit braucht, zudem könnte dies eine Diskussion über weitere wachstumsfördernde Maßnahmen anregen, nachdem einige davor warnten, dass China diese zurückschrauben müsse.

 

 

 

 

 

 

Diese Woche rückt auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder in den Vordergrund. Beide Seiten sprachen immer wieder von Fortschritten und dass ein Deal in Reichweite sei. Genauere Details blieben bislang aus. Es sollen immer noch einige ungelöste Fragen geben, des Weiteren schloss eine mit der Thematik vertrauten Person nicht aus, dass US-Präsident Donald Trump den Verhandlungstisch verlassen könnte, sollte er mit den erzielten Ergebnissen nicht zufrieden sein.

Heute werden der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin in Peking die Gespräche mit Chinas Vizeministerpräsident Liu He wieder aufnehmen, sodass im Verlauf der Woche mit Neuigkeiten zu rechnen ist.

 

 

 

 

Der DE30 hält sich weiter in einem Konsolidierungsbereich nahe der Jahreshöchststände auf und versucht die während der heutigen Asien-Sitzung verzeichneten Verluste auszugleichen. Unterhalb der Unterstützung von 12.280 Punkten, die zum aktuellen Kursstand weniger als 50 Punkte entfernt ist, könnte sich die Stimmung am deutschen Aktienmarkt schnell verschlechtern.

Sollte dies den Bären nicht gelingen, wäre mit einer weiteren Seitwärtsbewegung zu rechnen. Ein neues Jahreshoch erscheint aus rein technischer Sicht eher unwahrscheinlich, sodass positive Nachrichten (Daten aus der Eurozone, Handelskonflikt, Brexit etc.) notwendig sind.

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