Marktkommentar: Korrektive Bewegungen am US-Aktienmarkt

XTB: An der Wall Street waren am Dienstag an breiter Front Kursrückgänge zu beobachten. Alle drei großen US-Aktienindizes nehmen Abstand zu ihren vor Kurzem ausgebildeten Jahreshochs, wobei der Leitindex Dow Jones mit einem Verlust von -0,72% erneut underperformed und sich wieder der 26.000 Punkte-Marke annähert. Zu Beginn der Woche sorgte die Drohung von US-Präsident Donald Trump weitere US-Zölle auf europäische Waren im Wert von 11 Mrd. zu erheben für einen Dämpfer, während am Dienstag die neuen Wachstumsprognosen des IWF die Risikobereitschaft negativ beeinflusst haben könnten.

Für 2019 gab es eine Abwärtsrevision von 0,2% auf 3,3% – der niedrigste Stand seit der Finanzkrise. “Die Kluft zwischen der Stärke der globalen Aktien und der Trägheit der Realwirtschaft hat sich vergrößert”, sagte Norihiro Fujito, Chief Investment Strategist bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Seitens der USA werden sich die Anleger heute auf die VPI-Inflation als auch das FOMC-Sitzungsprotokoll konzentrieren.

 

 


 

 

Die EU-Staats- und Regierungschefs werden beim heutigen EU-Sondergipfel über das Ausmaß der Brexit-Verlängerung entscheiden, nachdem das britische Parlament weiterhin keine Einigung erzielen konnte. EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnte Theresa Mays Antrag auf eine kurze Verlängerung ab und sprach sich im Vorfeld für eine lange Fristverschiebung, aber dennoch für eine „flexible“ Handhabung aus. Durch einen solchen Ansatz könnte man eine Reihe von kurzen Verlängerungen und Sondergipfeln vermeiden und würde Großbritannien dennoch die Option gewähren, vor Auslaufen der Frist einen Austritt aus der EU zu vollziehen.

Bisher wurde der von der Premierministerin vorgelegte Brexit-Deal dreimal abgelehnt und das britische Parlament scheint auch weiterhin gespalten zu sein. Für May wäre eine lange Verlängerung eine weitere politische Niederlage und der letzte Versuch sind derzeit die mit der oppositionellen Labour-Partei aufgenommenen Gespräche, die bisher aber keine Früchte getragen haben.

Ein „No-Deal“-Szenario kann somit nicht gänzlich ausgeschlossen werden, während ein Durchbruch bei den Verhandlungen die Hoffnungen auf einen Verbleib in der Europäischen Zollunion wiederbeleben würde. Zeichen eines “weichen” Brexits könnten beim GBPUSD-Paar für einen Abpraller an der immer wieder angelaufenen Unterstützungszone um die 1,30er-Marke sorgen.

 

 

 

 

 

Am Dienstag fand in Brüssel das jährliche EU-China-Gipfeltreffen zwischen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang statt. Das Ergebnis sind Zusicherungen seitens China, ihre Märkte stärker zu öffnen und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Außerdem soll es keinen erzwungenen Technologietransfer mehr geben. Eine gemeinsame Erklärung war bis kurz vor dem Treffen am Dienstag jedoch keine Selbstverständlichkeit, da bei den Gesprächen am Wochenende keine Fortschritte erzielt werden konnten.

Chinesische Unternehmen tätigen seit längerem große Investitionen in Europa, während der Absatzmarkt in China für viele international ausgerichtete europäische Firmen immer weiter an Bedeutung gewinnt. Eine Neuausrichtung der Handelspolitik könnte vor allem nach der Zuspitzung der Handelskonflikte zwischen den USA und China eine Chance darstellen, wobei ein zu offener und marktfreundlicher Ansatz auch auf scharfe Kritik stößt.

Der heikle Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes ist hier beispielsweise zu nennen.

 

 

 

Der DE30 knüpfte am Dienstag an die Verluste des Vortages an und legte damit nach einem zweiwöchigen Anstieg eine kleine Korrektur ein.

Im heutigen frühen Handel während der Asien-Sitzung war bereits wieder eine leichte Aufwärtstendenz zu erkennen und zur europäischen Eröffnung setzen die Bullen ein weiteres Zeichen.

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