Marktkommentar: Trump bewegt erneut die Märkte

XTB: Auch am gestrigen Mittwoch war es US-Präsident Donald Trump, der die Aktienmärkte bewegte. Diesmal sorgten seine Pläne, die Autozölle auf US-Importe aus der EU und Japan zu verschieben, für ein Aufatmen und bewahrten damit die Wall Street vor einem weiteren Ausverkauf. Der marktbreite S&P 500 setzte bereits kurz nach der US-Eröffnung zu einem erneuten Test der Unterstützungszone von 2.800 bis 2.820 Punkten an, drehte dann aber um und konnte innerhalb von nur zwei Minuten um 0,6% zulegen.

Am Ende schloss der US-Aktienindex leicht oberhalb der 2.850 Punkte-Marke.

Letztens wurden in Washington die Autoimporte in die USA (aus EU und Japan) als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft. Eine potenzielle Verschiebung von sechs Monaten könnte den Parteien mehr Spielraum verschaffen, um die künftigen Handelsbedingungen auszuhandeln. Eine endgültige Entscheidung zu einer Fristverlängerung muss bis zum 18. Mai (Samstag) fallen.

Andererseits dürfte die Angst, dass der Handelsstreit die Konjunkturverlangsamung intensiviert, am Donnerstag für die gemischte Asien-Sitzung sowie den Rückgang der Wall-Street-Futures verantwortlich gewesen sein. Die US-Sanktionen gegenüber dem chinesischen Handyhersteller Huawei als auch die schwachen Daten aus China und den USA verpassten der Risikostimmung ebenfalls einen Dämpfer.

Außerdem sieht der Geldmarkt zunehmend eine Chance für eine Zinssenkung in den USA. Bis September 2019 liegt die Wahrscheinlichkeit für solch einen Schritt bei über 50% und je nachdem, wie lange die zwei größten Volkswirtschaften der Welt noch brauchen, um ein Handelsabkommen zu finalisieren, könnte die Fed zum Handeln gezwungen sein.

Unterdessen scheint die Rhetorik nun auch in China eine aggressivere Richtung einzuschlagen: Aus internen Kreisen wurde berichtet, dass die Kommunistische Partei (KP) seit letzter Woche den einheimischen Medien genehmigt hat, nicht mehr von einem „Handelsstreit” sondern von einem „Handelskrieg” zu berichten.

Wie sich das auf die allgemeine Wahrnehmung sowie die kommenden Gesprächsrunden auswirken wird bleibt abzuwarten.

 


 

An der Datenfront sind die gestern veröffentlichten US-Einzelhandelsumsätze hervorzuheben. Die Headline sank im April um 0,2% im Monatsvergleich und verfehlte damit den Konsens von +0,2%. Enttäuschend war auch der Kernwert, da dieser nur einen Anstieg von 0,1% aufwies (Erwartung: +0,7%). Der schwächere Einzelhandelsumsatz wurde teilweise durch den deutlich besseren Empire-State-Herstellungsindex aus New York kompensiert: Dieser stieg nämlich von 10,1 auf 17,8 Punkte (Erwartung: 8 Punkte).

Der EURUSD verlor kurz nach den Daten leicht an Wert, entscheidend war wiederum die Reaktion auf die Nachrichten zu den Autozöllen, da das Paar bis auf 1,1240 stieg und im heutigen Handel versucht sich oberhalb der 1,12er-Marke zu halten.

Die deutsche Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,4% und dies wurde von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier als „erster Lichtblick“ bezeichnet. Insbesondere der Bausektor sowie die privaten Konsumausgaben trugen zu dem positiven Ergebnis bei.

Die Rezessionsgefahr ist in letzter Zeit zwar zurückgegangen, aber zahlreiche Abwärtsrisiken könnten der künftigen Entwicklung schnell einen Dämpfer verpassen.

Der zunehmende Protektionismus, die Brexit-Unsicherheit sowie die weiter schwächelnde Konjunktur in China sind hier als die größten Risikoquellen zu nennen.

 


 

Dem DE30 gelang nach einem Abpraller an der Unterseite des bullischen Trendkanals von Anfang des Jahres sogar ein Schlusskurs oberhalb der 12.050 Punkte-Marke. Dieser Bereich diente in den vergangenen zwei Monaten immer wieder als Widerstand und Unterstützung und scheint auch im heutigen frühen Handel eine zentrale Rolle einzunehmen.

Sollten die Gewinne nachhaltig sein, könnte dies die Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des Trends in Richtung Jahreshochs wiederbeleben. Um 10:45 wird der deutsche Leitindex bei 12.070 Punkten gehandelt.

 

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