Marktlage: Was folgt auf die leichte Kurskorrektur?

XTB: USA: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist die Wall Street ins Wochenende gegangen. Einerseits konnten am vergangenen Donnerstag in einem historischen Moment gleich drei Indizes neue Höchstkurse markieren und damit die Voraussetzung dafür schaffen, dass die Handelswoche insgesamt auf breiter Basis im Plus endete. Andererseits klagten die Händler an allen Sitzungstagen über flaue Sommer-Umsätze. Zum Wochenschluss hin selbst tendierten die US-amerikanischen Aktienmärkte uneinheitlich. Der Dow-Jones mit seinen 30 Standardwerten beispielsweise, musste -0,20% abgeben und schloss auf einem Niveau von 18.576,47 Punkten.

 

Auf Wochensicht steht für das Börsenbarometer dank der Rekordnotierung von 18.635,19 Zählern dennoch ein moderates Plus von +0,17% in den Bilanzen. Auch der marktbreit aufgestellte S&P 500 beendete den Freitags-Handel im Minus-Bereich. Mit einem Abschlag von -0,08% oder 1,74 Punkten trat er mit einem Zählerstand von 2.184,05 Punkten die handelsfreie Zeit an. Die gesamte Woche indes weist ein moderates Plus von +0,05% aus. Auf der Gewinnerseite standen am Freitag der Nasdaq-Composite und  der von Technologie-Werten dominierte Nasdaq-100-Index. Für das  gut 5.000 Titel umfassende Börsenbarometer ging es um +0,09% aufwärts auf 5.232,89 Zähler. Der 100 Werte zählende Tech-Index folgte fast im Gleichschritt mit einem Aufgeld von +0,08% bis hin zum  Schlusskurs von 4.807,06 Punkten. Auf Wochensicht erhöhte sich der Wert des Composite um +0,17%, der des Spezial-Index um +0,33%.
 

Wenig überzeugende Daten aus dem Einzelhandel hatten bei den Aktienkäufern für Ernüchterung nach der Kursrallye am Donnerstag gesorgt und Gewinnmitnahmen initiiert. Besonders die Einzelhandelsumsätze im Juli blieben mit einer Stagnation weit unter den Erwartungen der Volkswirte, die mit einer Zunahme gerechnet hatten. Auch die Erzeugerpreise enttäuschten. Entgegen den Prognosen, die ein leichtes Plus in Aussicht gestellt hatten, sank dieser Wert. Dass dennoch kein echter Verkaufsdruck aufkeimte, ist dem Spirit der US-Anleger zugute zu schreiben. Denn immer weniger Investoren rechnen bereits im September mit Zinserhöhungen. Aktuell ist eine Wahrscheinlichkeit von 12% in den Kursen eingepreist – nach 18% in der Vorwoche. Der Handel am Freitag büßte nochmals deutlich ein. Wurden am Vortag noch 779 Millionen Aktien gehandelt, gingen zum Wochenschluss nur noch 711 Millionen Papiere über die Counter der Händler. Dabei standen den 1.447 Kursgewinnern insgesamt 1.560 Kursverlierer an der NYSE gegenüber. Auf identem Schlusskurs beendeten 122 Titel die Börsenwoche.

Asien: Mit uneinheitlichen Kursen nahmen die Börsen in Asien den Handel in die neue Woche auf. In Japan erhielt der Nikkei-225-Index einen leichten Dämpfer und musste um -0,15% zurückgenommen werden. Das Börsenbarometer ging mit einem Zählerstand von 16.895,14 Punkten aus dem Handel. Neuesten Konjunkturdaten zufolge ist die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal wegen der rückläufigen Exporte und der schwachen Unternehmensinvestitionen schwächer gewachsen als erwartet. So legte das BIP von Anfang April bis Ende Juni aufs Jahr hochgerechnet nur noch um +0,2% zu. Zum Jahresauftaktquartal betrug diese Zahl revidiert noch +2,0%. Auch die Geschäftsinvestitionen sanken zum wiederholten Male.

Wie Fachkreise betonen, ist der Markt extrem abhängig von den Konjunkturpaketen der Regierung unter Ministerpräsident Shinzo Abe. Um den Rückfall in eine Rezession zu verhindern, hatte dieser jüngst weitere stimulierende Maßnahmen beschlossen. Sollten sich die Negativ-Nachrichten häufen, rechnen Anleger jetzt mit einem erneuten kurzfristigen Eingreifen. In China wurden schwache makroökonomische Daten von neuen Spekulationen über eine Handelsverbindung der Börse in Shenzhen mit jener in Hongkong nach dem Vorbild Schanghai/Hongkong in den Hintergrund gedrängt. Damit würde den Marktteilnehmern die Möglichkeit eröffnet, jeweils Aktien auch des anderen Börsenplatzes zu handeln. Der Hang-Seng-Index legte um +0,83% auf 22.955,24 Punkte zu, der Shanghai-Composite schoss um +2,65% nach oben und endete bei 3.131,51 Punkten. In Südkorea ruhte der Handel wegen des Tags der Unabhängigkeit.

DAX: Kasse machen kurz vor Wochenschluss lautete das Motto der deutschen Anleger am vergangenen Freitag. Grund genug dafür hatten sie allemal, hatten sie den deutschen Leitindex DAX doch in teilweise atemberaubenden Sitzungen auf neue Jahreshöchstkurse gepusht. Insgesamt legte das Börsenmeter auf Wochensicht um satte +3,3% zu. Neben den Gewinnmitnahmen setzten zudem durchwachsene Konjunkturdaten dem Leitindex zu. Am Schluss des Handelstages stand ein Abschlag von -0,27% und ein Zählerstand von 10.713,43 Punkten in den Bilanzen. Der neue Jahres-Höchstkurs von 10.742 Zählern hingegen liegt dennoch in Schlagweite.

 

Auch der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, notierte schlussendlich -0,13% tiefer bei 3.044,94 Punkten. Damit konnte er das Niveau vor dem Brexit-Votum im Juni dennoch halten. Für den CAC-40-Index in Paris ging es leicht um -0,08% nach unten, der Londoner FTSE-100-Index konnte dank einer Kombination aus schwachem Pfund und niedrigen Kapitalmarktzinsen leicht im Plus schließen. Als Schlussnotierung hier sind 6.916,02 Punkte festgehalten. Weil sich die Bilanzsaison, die die Anleger in den vergangenen Wochen noch in Atem gehalten hat, ihrem Ende nähert und nur noch wenige deutsche Firmen aus der zweiten und dritten Reihe heute ihre Zahlen vorlegen, rechnen Händler für den Start in die neue Börsenwoche mit nahezu unveränderten Notierungen. Im weiteren Wochenverlauf könnte die ultra-lockere Geldpolitik von Notenbanken auf der ganzen Welt den DAX weiterhin beflügeln, der gegenüber der Wall Street noch einiges an Nachholpotenzial aufzuweisen hat. Wegen des Feiertags Mariä Himmelfahrt bleiben die Börsen in Österreich und Italien geschlossen.

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