Marktlage: Weiter nach oben im Kriechgang?

XTB: USA: Die Börse ist keine Einbahnstraße: Nach zuletzt neun Handelstagen mit täglich neuen Bestmarken, hat die Rekordjagd an der Wall Street am Donnerstag einen Zwischenstopp eingelegt. Das Börsenbarometer Dow-Jones-Index büsste infolge von Gewinnmitnahmen 0,42% ein und beendete den Handelstag bei 18.517,23 Punkten. Mit 0,37% indes waren die Abschläge beim marktbreiten S&P-500 nicht ganz so hoch. Die Schlussnotierung hier lautete 2.165,50 Zähler. Weil die veröffentlichten US-Konjunkturzahlen ein eher gemischtes Bild zeichneten und den Anlegern somit wie auch die unveränderte Zinspolitik der Europäischen Zentralbank keine neuen Impulse bot, machten bei etwas lebhafterem Handel als an den Tagen zuvor die Quartals- und Halbjahres-Ergebnisse verschiedener Unternehmer die Kurse.

 

Besonders positiv fielen dabei General Motors, Ebay und der Chiphersteller Qualcomm auf, während die Zahlen von Intel die Anleger enttäuschten und den Kurs mit 4% in den Keller schickte. Für besonderen Gesprächsstoff sorgte eine Veröffentlichung in diversen Zeitungen, in der sich eine von JP Morgan-Chef Jamie Dimon angeführte Allianz von US-amerikanischen Investoren und Unternehmenschefs gegen die vierteljährlichen Gewinnprognosen ausspricht. Sie plädieren für eine langfristig ausgerichtete Finanzberichterstattung und eine Befreiung von dem dreimonatigen Rapport, sollte ein solcher den Aktionären keine Vorteile verschaffen. Da die Blicke vieler Investoren auch schon auf die nächste Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche gerichtet ist, rechnen viele Händler vorerst mit einer unter Umständen deutlichen Konsolidierung.

Asien: Groß war die Enttäuschung der Anleger über die Haltung der EZB in ihren gestrigen Zinsentscheidungen vor allem an der Tokioter Börse. Diese hat aus deren Sicht vorerst die Hoffnung einer konzertierten Aktion der wichtigsten Notenbanken zur Abfederung der Brexitfolgen zunichte gemacht. Zudem hatte der Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda dem Einsatz von Helikoptergeld eine klare Absage erteilt. Und so verabschiedete sich der Nikkei-Index mit einem Minus von 1,39% und einem Schlusskurs von 16576,90 ins Wochenende. Auch der Höhenflug des Yen belastetet den japanischen Aktienmarkt, der nach Händlerangaben von immer mehr Regulierungsvorschriften bei Restrukturierungsvorhaben gelisteter Unternehmen beeinflusst wird.

Europa: "The same procedere as last time" – Ohne einen neuen Zins-Impuls von EZB-Notenbankchef Mario Draghi dümpelte der DAX gestern um seinen Schlusskurs vom Vortag herum und schaffte in einem kleinen Endspurt zum Handelsende noch ein leichtes Plus von 0,14%. Der Schlusskurs von 10 156,21 Punkten lässt viele Optionen für den letzten Handelstag der Woche offen. Gewinnmitnahmen sind ebenso denkbar wie charttechnische bedingte Einkäufe, da man auch in den heute zur Veröffentlichung stehenden Konjunkturdaten nicht die Strahlkraft und Aussagefähigkeit sieht, um Kursphantasien zu beflügeln.

 

Dank eines überzeugenden operativen Gewinns im zweiten Quartal von 5,6% im Vergleich zum Vorjahr, präsentierte sich die Aktie von Daimler von ihrer Zuckerseite, während sich der Wert von Lufthansa nach einer Gewinnwarnung und infolge zunehmender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten auf Sinkflug begab. Am letzten Handelstag der Woche erwartet der Handel wegen den schwächeren Vorgaben aus USA und Asien auch beim deutschen Leitindex eher einen niedrigeren als einen höheren Kurs in der Schlussnotierung.

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