Midterms in den USA – Die perfekte Welle

Bernstein Bank: Werden die Republikaner die Midterms überzeugend gewinnen oder nicht?

Und wie wird sich die mögliche Rote Welle auf die Wall Street auswirken?

Wir analysieren die politische Lage in den USA.

Bei den Zwischenwahlen stehen vor allem zwei große Themenkomplexe zur Debatte: Einerseits die Frage der Inflation und die zunehmende Verarmungsangst in weiten Teilen der Bevölkerung.

Plus die von linksradikalen Gruppen wie Antifa und BLM angefeuerte Gewalt bei steigender herkömmlicher Kriminalität und begleitendem Kuschelkurs der Justiz in den von Democrats regierten Gegenden. Was den Republikanern in die Hände spielt.

Andererseits die Frage der Abtreibung, die vor allem junge Wähler zu den Democrats zieht.

Auch die Einseitigkeit der Mainstream-Medien führt den Dems Stimmen zu.

 

Quelle: Bernstein Bank GmbH

Quelle: Bernstein Bank GmbH

Die Börse war zuletzt eher bullisch. Hier im Bild der Tageschart des S&P 500.

Laut den meisten Umfragen werden die Republikaner das House of Congress deutlich und den Senat knapp gewinnen.

Ein solcher Umschwung ist in den USA übrigens keinesfalls selten.

 

 

Bonds und Aktien rauf

Auch Perma-Bär Michael Wilson von Morgan Stanley hat sich angesichts eines möglichen republikanischen Sieges zuletzt immer mehr in Kauflaune gezeigt.

Sollten die Reps mindestens eine Kammer erobern, wäre dies ein möglicher Katalysator für niedrigere Bond-Renditen und höhere Aktienkurse – die Rallye im Bärenmarkt könnte sich dann erstmal fortsetzen.

Denn ein Durchmarsch der Reps dürfte zum Einfrieren von Staatsgeschenken und der Verschuldung führen, was bei den zehnjährigen Treasuries für Kauflaune sorgen würde.

Im Schlepptau der Bonds sieht Wilson ein Aufwärtspotenzial für den S&P 500 bis 4.000/4.150, sein Stop-Loss-Ziel setzt er bei 3.625 bis 3.650.

 

Steigende Vola bei Zweifeln

Public Policy Strategist Michael Zezas, ebenfalls von Morgan Stanley, sieht dagegen die Gefahr, dass es kein schnelles Ergebnis nach den Midterms gibt – was zu verstärkter Volatilität führen dürfte und sowohl Bullen als auch Bären Munition liefern würde.

Auch bei einem unerwarteten Sieg der Dems werde die Vola steigen. Denn damit würden die Democrats die Fesseln in Sachen Inflation ablegen – und de facto mit neuen Staatsausgaben gegen die Federal Reserve arbeiten. Ergebnis: Höhere Treasury Yields, stärkerer Dollar ein höherer Gipfel beim US-Leitzins.

Ein sicherer Sieg der Reps dagegen könnte zu neuen Haushaltsblockaden im Zuge des Budget Control Act führen und die Märkte belasten – weniger Wachstum, Verzögerung von Zinserhöhungen, aber dann umso stärkerer, verspäteter Effekt.

Zezas warnte auch vor trügerischen Signalen – genau wie bei der vorigen Wahl werde es eine Weile dauern, bis die Briefwahl ausgezählt sei, die meist an die Dems gehe.

 

 

Neue Tiefs möglich

Und noch ein Blick in die Historie: Analyst Julian Emanuel von Evercore ISI konstatierte, nach 19 Midterms seit 1946 seien die Aktienkurse geklettert. Nur eine Ausnahme habe es 2018 gegeben.

Dann aber liefert auch er eine Einschränkung: Unsicherheit über den Wahlausgang könne die Aktienkurse belasten. “The recent asset-market instability from politics in the UK and China” zeigten, dass kurzfristige politische Risiken bestehen, schrieb der Evercore-Experte an seine Kunden.

Ein unklares Ergebnis oder neue Vorwürfe wegen Wahlfälschung könnten dazu führen, dass der S&P 500 den Nasdaq 100 beim Test alter Tiefs begleitet.

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