Petition fordert geschütztes Depot für die Rente

Deutsches Institut für AltersvorsorgeSeit wenigen Tagen kann eine Petition an den Bundestag gezeichnet werden, mit der ein spezielles Depot für die Altersvorsorge gefordert wird.

Neun Wochen hat es seit der Einreichung gedauert, bis die Petition online ging. Nun steht sie unter der Nummer 112985 im Petitionsforum des Deutschen Bundestages zur Mitzeichnung.

Petent Gerald Baumann, ein IT-Unternehmer aus Dormagen, fordert darin ein spezielles Altersvorsorgedepot. Damit sollen bis zur Rente nur Einzahlungen, aber keine Entnahmen erlaubt sein. Als Gegenleistung für diese Beschränkung soll es gesetzlich vor Pfändungen und Verwertung beim Bezug von Sozialleistungen geschützt sein.

 


 

Damit sollen Sparer kostengünstig mit renditestarken Investmentfonds ein finanzielles Polster für das Alter aufbauen können, das auch in schwierigen Lebensphasen unangetastet bleibt. Gerald Baumann stört sich daran, dass es nur eine kleine Anzahl privilegierter Finanzprodukte gibt, die zum Beispiel im Fall einer Privatinsolvenz geschützt sind.

Er fordert mit seiner Petition also weder eine staatliche Förderung noch einen Steuervorteil. Sein Ziel ist lediglich ein Schutz der angesammelten Gelder bis zur Verwendung im Alter.

Quorum von 50.000 Unterstützern erforderlich
Wenn innerhalb von vier Wochen 50.000 Unterstützer die Petition mitzeichnen, erreicht sie das erforderliche Quorum. Damit erhält Petent Bauman dann Gelegenheit, sein Anliegen mit den Abgeordneten in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zu diskutieren. Unabhängig von der Anzahl der Unterstützer findet auf jeden Fall eine parlamentarische Prüfung seines Vorschlages statt.

Petition könnte Diskussion anstoßen
Die Petition könnte den Anstoß zu einer Diskussion über geeignete Wege der Altersvorsorge liefern. Schon vor rund zwei Jahrzehnten hatte der Bundesverband Investment und Asset Management einen ähnlichen Vorschlag für ein Altersvorsorgekonto ins Gespräch gebracht, in das Sparer verschiedene Kapitalanlagen einbringen können.

Auch die FDP schlug im Frühjahr mit einem Antrag im Bundestag ein aktienbasiertes Altersvorsorgekonto vor. Ähnliche Ideen stammen von den Verbraucherzentralen. Alle diese Konzepte sind aber bislang immer wieder in der Schublade gelandet. Vielleicht bringt eine Petition nun etwas Bewegung in die Angelegenheit.

Hier geht´s zur Petition auf der Webseite des Deutschen Bundestages.

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