Porsche geht (nochmal) an die Börse: Geldregen für VW-Aktionäre

CMC Markets: Der Countdown für einen der größten Börsengänge in Europa seit Jahren läuft. Am 29. September ist die Erstnotiz der Porsche AG an der Frankfurter Börse geplant. Der Mutterkonzern Volkswagen legte am Sonntag eine Preisspanne von 76,50 von 82,50 Euro je Aktie fest.

Die Bewertung für den Sportwagenbauer läge damit zwischen 70 bis 75 Milliarden Euro.

Beim Blick in den Kursteil der Tageszeitung fällt allerdings auf, dass eine Gesellschaft namens Porsche Automobil Holding SE, kurz PSE, bereits an der Börse notiert ist und auch fortlaufend Kurse für die Aktie gestellt werden.

Warum dann also ein Börsengang, könnte man sich fragen?

 

 

Nicht drin, was draufsteht
In der Tat ist Porsche bereits an der Börse notiert. Allerdings ist hier nicht wirklich drin, was draufsteht, zumindest nur zu einem kleinen Teil. Noch kann man sich an dem Sportwagenhersteller Porsche nicht direkt beteiligen, da die Porsche AG nach der gescheiterten Übernahme des VW-Konzerns voll und ganz im Wolfsburger Unternehmen aufgegangen ist.

Die Porsche AG gehört zu 100 Prozent zu Volkswagen und ist eine Konzerntochter wie Skoda und Seat.

Einen Unterschied gibt es im VW-Konzern lediglich bei Audi. Bei der Ingolstädter Tochter gibt es noch freie Aktionäre, die direkte Miteigentümer an Audi sind und die Aktie wird an der Börse gehandelt.

Gleiches ist jetzt bei Porsche geplant, das Unternehmen wird wieder aus dem VW-Konzern ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen an der Börse notiert, mit neuen und alten Aktionären.

 

Komplizierte Unternehmensstruktur
Die Porsche AG ist also das eigentliche Unternehmen, das die Sportwagen baut, die nahezu jedes Kind kennt und das von Volkswagen kontrolliert wird. VW wiederum ist im Besitz eben jener bereits börsennotierten Holdinggesellschaft Porsche SE, die einen Anteil von 31,4 Prozent an VW hält und mehr als 50 Prozent der Stimmrechte für sich beansprucht.

Die Marktkapitalisierung der gesamten Automobil-Holding beträgt derzeit rund 21 Milliarden Euro.

Allein die Beteiligung am VW-Konzern aber hat einen Wert von fast 29 Milliarden Euro, sodass die Aktien der PSE mit einem Abschlag von etwa 25 Prozent an der Börse gehandelt werden.

Dies lässt zwar auf den ersten Blick eine interessante Arbitrage-Möglichkeit für Anleger vermuten. Allerdings war dieser Abschlag in der Vergangenheit auch schon höher.

 

 

Fast zehn Milliarden Euro könnten an die VW-Aktionäre gehen
Die Bewertung der Porsche AG von bis zu 75 Milliarden Euro liegt zwar leicht unter den Erwartungen des Marktes, übertrifft aber deutlich den Wert anderer deutscher Automobilriesen wie BMW (48 Milliarden Euro) und Mercedes-Benz (61 Milliarden Euro).

Auf die Volkswagen-Aktionäre könnte mit dem Börsengang ein großer Geldregen niedergehen.

Dies wäre nach den mageren Jahren ein gewisser Trost. So spekuliert der Markt aktuell über eine Sonderausschüttung von bis zu 49 Prozent der Erlöse aus der Platzierung der neuen Aktien an die VW-Aktionäre.

Bei einer Bewertung von bis zu 75 Milliarden Euro könnte VW also rund 19 Milliarden Euro erlösen und davon 9,5 Milliarden Euro ausschütten.

 

VW-Aktienkurs hat Widerstand bei 160 Euro vor sich


Seit März 2021 steht der Aktienkurs von Volkswagen unter Druck und korrigiert den Anstieg nach dem Corona-Crash. Im Juli hat die Aktie den letzten Unterstützungsbereich bei 122 Euro erreicht und ist seitdem schon wieder um 30 Prozent gestiegen.

Auch nach einem erfolgreichen Börsengang der Porsche AG bleiben die 122 Euro ein zentraler Widerstand, den es zu halten gilt.

Gelingt es der Aktie, den Widerstandsbereich bei 159,76 Euro nach oben aufzubrechen, sind weitere Kursgewinne in Richtung 200 Euro möglich.

Fällt der Kurs unter 122 Euro, droht ein weiterer Abverkauf in Richtung des Corona-Tiefs bei 79 Euro.

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