Rohöl: Produktion legt stärker zu als die Nachfrage
IG: Die rekordhohe Rohölförderung in den Vereinigten Staaten von Amerika könnte aktuell im Mittelpunkt der Anleger stehen. Rohölexperten schließen einen weiteren Druck auf den Ölpreis nicht aus.
Aktuell wird die Skepsis vor einer zu hohen Fördermenge in den USA durch eine Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) gestützt. Nach Angaben der EIA wird die Rohölproduktion außerhalb der OPEC-Mitgliedsstaaten stärker zulegen als erwartet.
In den letzten Wochen stieg die US-amerikanische Rohölförderung erstmalig über die Marke von 10 Millionen Barrel pro Tag und erreichte damit ein neues Rekordhoch bei 10,25 Millionen Barrel pro Tag.
WTI-Kurs mit Envelopes und Trendlinie

Chart erstellt mit IG Charts (WTI-Tageschart)
Fundamentale Einflüsse machen sich charttechnisch bemerkbar
Charttechnisch machen sich die fundamentalen Einflüsse stark bemerkbar. Die Bullen mussten nach Erreichung des Verlaufshochs am 25.01.2018 bei 66.59 US-Dollar rund 12 Prozentpunkte abgeben.
Aktuell wird der Rohölkurs auf 58,56 US-Dollar taxiert. Damit liegt das schwarze Gold rund 1,30 Prozentpunkte tiefer als am Vortag. Die Preisgabe der Oberseite des aufwärtsgerichteten Trends vor 6 Handelstagen beschleunigte den Abwärtsdruck.
Unteres Envelope und Trendunterseite bilden bedeutende Unterstützung
Bei der Anwendung von Envelopes mit starren Prozentbänder in Höhe von 9 Prozent. Die in etwa der impliziten Volatilität der letzten drei Monate entspricht, kann gezeigt werden, dass der Kurs sich weiter in Richtung der unteren Bandbreite bewegt.
Das untere Envelope bildet mit der Unterseite des aufwärtsgerichteten Aufwärtstrends eine markante Unterstützungsebene bei rund 57,59 US-Dollar. Sollten die im weiteren Handelsverlauf die Bären die Verluste weiter ausbauen, könnte zumindest ein Test dieser markanten Kursebene erreicht werden.
Gelingt den Bären eine erfolgreiche Übernahme auf Schlusskursbasis, könnte der Kurs kurzfristig auf die tiefere Unterstützung bei 57,10 US-Dollar fallen. Von hier aus könnten dann die Bullen einen neuen Pullback gen Norden starten.
RSI und Lagerbestände könnten weitere Indizien liefern
Hierfür müsste sich der Relative-Stärke-Index (RSI) aus seiner abwärtsgerichteten Haltung entfesseln und den überverkauften Bereich hinter sich lassen. Eine Rückeroberung des neutralen RSI-Bereichs könnte die Bullen vorzeitig schon in eine Trendumkehr bringen.
Weitere fundamentale Einflüsse können morgen durch die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Rohöllagerbestände den Rohölkurs triggern. Daher könnte morgen durchaus ein zumindest kurzfristiger Abverkauf beobachtet werden. Dieser kann durchaus auch das untere Envelope kurzfristig in Bedrängnis bringen.
Weitere Meldungen:
Deutscher Aktienindex hinter roten Vorzeichen
USD/JPY: Bullen verlieren bedeutende Unterstützung
Neue Bemerkungen vom CEO einer führenden Kryptobörse
Disclaimer & Risikohinweis
71% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.
Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar. Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. Diese Information wurde von IG Europe GmbH und IG Markets Ltd (zusammen IG) bereitgestellt. IG bietet ausschließlich eine beratungsfreie Dienstleistung. Der Inhalt dieser Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten dar. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. IG haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes. Folglich trägt der Anleger vollkommen alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Themen im Artikel
Infos über IG Europe
IG ist einer der führender Anbieter für professionelle Trading-Lösungen. IG ist bereits seit 50 Jahren am Markt und bietet seinen Kunden neben CFDs zahlreiche weitere Trading-Instrumente an. Dazu zählen auch Knock-Outs (Knock-Out Optionen) und klassischen Optionen, die 24 Stunden am Tag, fünf ...
IG Europe Nachrichten
-
Goldpreis: Nach der EZB ist vor der Fed
Für Goldanleger könnte insgesamt eine zufriedenstellende Handelswoche zu Ende gehen. Neben der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten sorgte auch die EZB-Sitzung für Aufsehen. Nun dürften sich Anleger...
-
Bitcoin: Anleger setzen erneut zum Sprung auf 100.000 Dollar an
Der Bitcoin hält sich weiter in Reichweite der 100.000-Dollar-Marke auf. Am Markt herrscht die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm. Der Geduldsfaden scheint allerdings bereits strapaziert....
-
Anleger aufgepasst! Umstrittene Verlustbeschränkung wird abgeschafft
Doppelt gute Nachrichten für Anleger und Trader: Zum einen können sie ab sofort wieder Verluste aus Termingeschäften in vollem Umfang mit Gewinnen aus Kapitalanlagen verrechnen....
-
Interview mit IG Europe über über die wichtigsten Trading-Strategien und den Auswirkungen von Handelskosten auf den Tradingerfolg
Wie in allen Bereichen der Geldanlage spielt der Faktor „Kosten“ auch beim kurzfristigen Handel eine entscheidende Rolle. Aber wie groß ist der Einfluss von Kosten...
-
Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahlen auf die Entwicklung am Aktien- und Anleihenmarkt
IG: US-Präsidentschaftswahlen sind nicht nur ein wichtiges politisches Ereignis, sondern wirken sich auch in hohem Maße auf den Aktienmarkt aus. Historisch gesehen haben sich die...






