Schnell handeln, schneller reich werden?

quirion: 400 Prozent Plus in nur einer Woche: Die Schlagzeilen um „Meme Stocks“, die durch Internetforen Kultstatus erreichten und ihren Wert allein deshalb in kürzester Zeit vervielfachten, sind noch gut in Erinnerung.

Die Aktien des Kinobetreibers AMC wurden im Sommer 2021 auf einen Wert von rund 60 US-Dollar hochgehandelt. Im Herbst 2022 notieren sie wieder um die 6 US-Dollar und damit etwa auf dem Niveau vor dem Hype.

Der Boom hat viele angelockt. So manche, die mitmachten, haben teuer dafür bezahlt.

Den Traum vom großen Trading-Erfolg gibt es nicht erst seit dieser Zeit. Steil nach oben, wieder nach unten – und danach das Ganze von vorn: Für einige sind kurzfristige Kurswechsel der Grund, sich vom Aktienmarkt fernzuhalten. Andere werden gerade davon angezogen.

Dank digitaler Plattformen ist der nächste Trade nur einen Klick entfernt. Insgesamt ist das Börsengeschehen kurzatmiger geworden.

Lag die durchschnittliche Haltedauer von Aktien laut einer Statistik der World Federation of Exchanges 1980 weltweit bei durchschnittlich 9,7 Jahren, betrug sie bis im Jahr 2020 nur noch rund 7 Monate.

Zu viel Spekulation

Schnell handeln und damit schneller reich werden: Wer darauf hofft, wird meistens enttäuscht. Das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen seit vielen Jahren.

So hat sich zum Beispiel der Finanzökonom Brad Barber in mehreren Studien mit dem Börsenerfolg beim Day-Trading beschäftigt, dem Handel innerhalb eines Tages. Dabei stellte er unter anderem fest: In einem typischen Jahr erzielen nur etwa 20 Prozent der Day-Trader überhaupt Nettogewinne.

Rund 80 Prozent machen also unter dem Strich Verluste. Und mehr als 75 Prozent der Day-Trader geben innerhalb von zwei Jahren auf.

Zu hohe Risikobereitschaft, zu häufiges Handeln – das ist oft der Grund für eine schlechte Wertentwicklung des Depots. Laut Behavioral Finance liegt die Neigung dazu unter anderem am „Overconfidence Bias“. Wer überzeugt ist, den besseren Durchblick oder das richtige Gespür zu haben, übersieht häufig die Risiken und wagt zu viel.

Verführerisch wirken darüber hinaus Berichte über Traumrenditen, die andere angeblich schon erzielen. Doch Vorsicht: Geschichten über schnellen Reichtum gibt es auch beim Lotto. Da ist eben nur offensichtlicher, dass es vom Zufall abhängt, ob man auf die richtigen Zahlen setzt.

Auch bei der Spekulation mit Einzelwerten oder speziellen Finanzprodukten kann man mit Glück das ein oder andere Mal gewinnen. Doch lässt sich das nicht langfristig und systematisch wiederholen.

Mangelnde Streuung und der Versuch, den vermeintlich richtigen Anlagezeitpunkt zu erwischen, sind auch über das kurzfristige Trading hinaus die Faktoren, die Anlegerrenditen immer wieder nach unten drücken.

 

 

Besser investieren

Die Marktwirtschaft zielt auf Wachstum – und Aktien beteiligen an den Unternehmen, die dieses Wachstum erzielen. Das ist der ökonomische Grund für Kursgewinne und die Erwartung langfristig steigender Aktienmärkte.

Welches Unternehmen im Einzelnen aber morgen oder im kommenden Jahr im Wettbewerb besonders gut dasteht, darüber lässt sich im Vorhinein nur spekulieren.

Glaubt man der Kapitalmarktforschung, ist es besser, sich auf diese Spekulation gar nicht erst einzulassen und dafür auf den Zusammenhang von Weltwirtschaft und Aktienmarkt zu setzen.

Die Kapitalmarktforschung verrät auch, dass sich mit einem möglichst breit angelegten Portfolio das Verhältnis von Rendite und Risiko in ein besonders gutes Verhältnis bringen lässt.

Auf solchen Erkenntnissen basiert das Anlagekonzept von quirion. Die Anlagestrategen spannen ein breites Netz über die weltweiten Märkte. Die globalen Portfolios sind in über 8.000 Aktien investiert. Das erhöht die Erfolgschancen. Und ist zudem für Anlegerinnen und Anleger wesentlich entspannter.

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