Sparkassen 2018: Starkes Wachstum bei Einlagen und Krediten

DSGV: Die aktuell 384 deutschen Sparkassen (per 31.12.2018: 385 Sparkassen) haben im Geschäftsjahr 2018 gute Geschäftsergebnisse erzielt. „Sowohl auf der Einlagen-, als auch auf der Kreditseite konnten die Institute ein erfreuliches Wachstum verzeichnen“ sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, bei der heutigen Bilanzpressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe in Frankfurt/M.

Durch die Sparkassen wurden 2018 neue Kredite in Höhe 158,4 Milliarden Euro zugesagt. Das entspricht einem Plus von 5,2 Prozent zum Vorjahr. Kredite an Unternehmen und Selbstständige wurden sogar um 6,6 Prozent gesteigert, Wohnungsbaukredite um 5,4 Prozent. Insgesamt haben die Sparkassen Kundenkredite in Höhe von 823 Mrd. Euro in den Büchern – das sind 29,4 Milliarden Euro mehr als 2017.

„Die Sparkassen haben damit im vergangenen Jahr erneut unter Beweis gestellt, dass sie der entscheidende Finanzierungspartner des Mittelstandes und der Häuslebauer in Deutschland sind. Bei der Kreditvergabe wurde in besonderem Maße auf dauerhafte Werthaltigkeit geachtet, um auch in konjunkturell schwierigeren Zeiten auf der sicheren Seite zu sein“, so Schleweis.

 


 

950 Milliarden Euro Kundeneinlagen
Die Kundeneinlagen bei den Sparkassen stiegen 2018 um 4,3 Prozent auf insgesamt 950,3 Milliarden Euro. Die Einlagen der Privatkunden stiegen um 4,5 Prozent, die der Firmenkunden um 2,8 Prozent. Die Mittelzuflüsse erfolgten aufgrund des Niedrigzinsumfeldes ausschließlich in den Sichteinlagen – über die Hälfte aller Einlagen sind inzwischen täglich fällig.

„Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer Kunden, das in einem so starken Einlagenwachstum in einer Nullzinsphase zum Ausdruck kommt. Für die Sparkassen sind diese neuen Einlagen angesichts der jetzigen Zinssituation mit Negativzinsen allerdings eine Herausforderung. Deshalb war es wichtig, dass von den 39,1 Milliarden Euro an neuen Einlagen 29,4 Milliarden Euro in werthaltiges Kreditgeschäft umgewandelt werden konnten“, so der DSGV-Präsident.

Der hohe Anteil täglich fälliger Einlagen macht nach Einschätzung von Schleweis deutlich, dass viele Kunden derzeit keine für sie attraktiven Anlageformen sehen. Das Wertpapiersparen sei vor diesem Hintergrund für die breite Bevölkerung derzeit fast die einzige Möglichkeit, noch angemessene Vermögenszuwächse zu erzielen.

 


 

56 Milliarden Euro zusätzlichem Geldvermögen
Der Nettoabsatz von Wertpapieren hat bei den Sparkassen im vergangenen Jahr um plus 27,2 Prozent stark zugenommen. Mit einem Plus von 13,8 Milliarden Euro konnte hier der beste Wert seit über 15 Jahren erzielt werden. Gleichzeitig hat der Gesamtumsatz mit Wertpapieren um 11,8 Prozent nachgelassen.

„Das zeigt, dass die in Wertpapieren engagierten Kunden tendenziell ihre Engagements halten. Es zeigt aber auch, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Sparkassen und DekaBank, mehr Kunden zum Wertpapiersparen zu bewegen, schrittweise Wirkung zeigen. Wir sehen hier für die Zukunft noch große Chancen“, sagte Schleweis.

Die Kunden der Sparkassen haben im vergangenen Jahr so viel Geldvermögen gebildet wie niemals zuvor. Die Steigerung betrug über 56 Prozent. Das entspricht einer Summe von 56,2 Milliarden Euro zusätzlichem Geldvermögen. Schleweis: „Profitiert haben insbesondere unsere Privatkunden. Sie konnten ihr Geldvermögen um 47,5 Milliarden Euro steigern. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 26,4  Prozent.“

 


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