Stärkere Einkaufsmanagerindizes können Anlegervertrauen nicht verbessern

XTB: Alle, die nach der Ankündigung aus Nordkorea auf eine grüne Eröffnung hofften, wurden enttäuscht. Auch die stärker als erwarteten Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und Frankreich sorgten nicht für bessere Stimmung. Infolgedessen durchbricht der deutsche Leitindex seine kritische kurzfristige Unterstützungslinie bei 12.535 Punkten. Dieser Bereich wurde zusätzlich durch die untere Grenze eines bullischen Trendkanals gestützt. In diesem Kontext könnte man zukünftig mit einem stärkeren Rückgang rechnen, zumindest wenn die heutige Tageskerze unterhalb dieses Niveaus schließt.

Es scheint, als würde sich alles um die Erwartungen drehen, denn das würde die EUR-Abwertung nach den schwächeren EMIs rechtfertigen. Die Erwartungen der Ökonomen waren viel vorsichtiger und konnten somit einfacher erfüllt werden. Doch die Details sind nicht so rosig und sie ändern nicht die bereits weit verbreitete Ansicht, dass die europäische Wirtschaft im letzten Quartal 2017 vielleicht schon ihren zyklischen Höhepunkt erreicht hat. Wir weisen darauf hin, dass der deutsche EMI-Wert zum verarbeitende Gewerbe sein 9-Monatstief erreicht hat, obwohl mit 58,1 Punkten die Erwartungen übertroffen werden konnten.

Beim EMI zum Dienstleistungssektor wurde mit 54,1 Punkten allerdings ein höherer Wert als im Vormonat erzielt. Dies führte dazu, dass der Gesamtindex auf 55,3 Punkte stieg und die Prognosen von 54,8 übertroffen werden konnten. In Frankreich waren ähnliche Entwicklungen zu beobachten, da der EMI zum verarbeitenden Gewerbe mit 53,4 Punkten auf ein 13-Monatstief fiel, während sein Pendant zum Dienstleistungssektor mit 57,4 Punkten sein 2-Monatshoch erreichte.

Unter dem Strich ist die europäische Wirtschaft im zweiten Quartal nach den schwächeren ersten drei Monaten des Jahres wieder auf dem richtigen Weg. Selbst wenn das Wachstumstempo abnimmt, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht von einer wesentlichen Verlangsamung gesprochen werden. Da die EZB-Sitzung für diesen Donnerstag angesetzt ist, wird es interessant zu sehen sein, wie sehr die jüngste Reihe enttäuschender makroökonomischer Veröffentlichungen die Haltung der EZB beeinflusst.


Der deutsche Leitindex bewegt sich in der Nähe wichtiger technischer Niveaus. Quelle: xStation 5

Aus der charttechnischen Perspektive bewegt sich der DE30 aktuell in einem kritischen Bereich. Vor diesem Hintergrund könnte der heutige Handelstag für die Stimmung der nächsten Tage von großer Bedeutung sein (beachten Sie, dass die wichtigsten US-Indizes auch nahe an ihren technisch relevanten Niveaus liegen). Ein Schlusskurs unterhalb der 12.535 Punkte wäre möglicherweise mit einem Pullback verbunden. Bei einem Durchbruch der 12.400 Punkte-Marke wäre auch eine Fortsetzung dieser Bewegung nicht unrealistisch.


Kommen wir noch auf die asiatische Sitzung zu sprechen. Trotz positiver Entwicklungen in Nordkorea war die Stimmung an den Aktienmärkten eher weniger optimistisch. Der japanische Nikkei (JAP225) beendete den Handelstag 0,3% tiefer, der Shanghai Composite 0,1%, der Hang Seng (CHNComp) 0,4% und der australische S&P/ASX 200 (AUS200) 0,3%. In Europa verliert der DE30 0,15% an Wert, der CAC 40 (FRA40) 0,2% und der EuroStoxx 50 (EU50) 0,15%. Nur der britische FTSE 100 (UK100) scheint den Korrekturbewegungen in Europa zu widerstehen, da er unverändert blieb.

Unternehmensnachrichten

Fresenius Medical Care (FME.DE) gerät im frühen Handel unter Druck und belastet den gesamten Index. Zurückgeführt werden kann diese Entwicklung auf die gescheiterte Übernahme von Akorn, einem US-amerikanischen Hersteller generischer Krebsmedikamente, im Wert von 4,3 Mrd. US-Dollar. Als Grund könnten einige Probleme mit den Produktentwicklungsmethoden des Unternehmens angeführt werden. Darüber hinaus reduziert das Unternehmen sein Ziel für das Umsatzwachstum für das Jahr 2018 auf 5-7%. Vor der Anpassung wurde ein Umsatzanstieg von rund 8% prognostiziert.

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