Ströer SE: Konzernumsatz um 24% gesteigert

  • Konzernumsatz wächst deutlich um 24 Prozent von 226 Millionen Euro auf 281 Millionen Euro
  • Operational EBITDA steigt um 20 Prozent von 46 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro
  • Bereinigtes Quartalsergebnis entwickelt sich positiv um 18 Prozent von 21 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro


Ströer SE: Die Ströer SE & Co KGaA setzt den profitablen Wachstumskurs auch im ersten Quartal 2017 weiter fort. Der Quartalsumsatz steigerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 Prozent von 226 Millionen Euro auf 281 Millionen Euro mit einem organischen Umsatzwachstum von nahezu neun Prozent. Das Operational EBITDA wuchs im ersten Quartal deutlich um 20 Prozent von 46 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro. Das bereinigte Quartalsergebnis entwickelte sich positiv und stieg um 18 Prozent von 21 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro. Zudem hat Ströer seinen dynamischen Verschuldungsgrad von 1,4 im Vorjahreszeitraum auf 1,3 in Q1 2017 gesenkt.

"Wir haben einen sehr positiven Start in das Geschäftsjahr 2017 hingelegt. Unsere Finanzkennzahlen haben sich ausgezeichnet entwickelt und alle Kernsegmente tragen zu dieser sehr guten Geschäftsentwicklung bei. Auch im zweiten Quartal werden wir diese positive Entwicklung fortsetzen", sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer. "Wir bestätigen unsere aktuelle Guidance von mehr als 320 Millionen Euro Operational EBITDA bei einem Konzernumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro für 2017."

Geschäftssegmente
Ströer Digital

Das Segment Ströer Digital konnte die Umsatzerlöse auch im ersten Quartal 2017 über alle Produktgruppen hinweg weiter ausbauen. Dabei haben Investitionen in andere digitale Geschäftsmodelle deren Umsatzbeiträge in die Produktgruppe Transactional eingehen, ebenfalls zum kräftigen Wachstum beigetragen.

Der Umsatz des ersten Quartals 2017 im Segment Ströer Digital steigerte sich um 59 Prozent von 93,2 Millionen Euro auf 147,9 Millionen Euro. Das Operational EBITDA entwickelte sich ebenfalls deutlich positiv und stieg um 46 Prozent von 24,0 Millionen Euro auf 35,2 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge gab leicht auf 23,8 Prozent nach.

Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Ergänzungs- und Erweiterungsinvestitionen sind die Segmentzahlen insgesamt jedoch nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Im Berichtszeitraum wurde die Integration und gezielte Restrukturierung der neu erworbenen Unternehmen weiter vorangetrieben. Dabei gelingt es immer wieder, sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite von Skalen- bzw. Synergie-Effekten zu profitieren.

Out-of-Home Deutschland
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte das Segment OOH Deutschland an die sehr guten Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen und diese in weiten Teilen nochmals ausbauen. In diesem Zusammenhang machte sich auch die stetig vorangetriebene Weiterentwicklung der lokalen Vertriebsorganisation insgesamt sehr positiv bemerkbar.

Das Segment konnte ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent von 108,3 Millionen Euro auf 114,0 Millionen Euro vermelden. Das Operational EBITDA zog um nahezu sechs Prozent von 24,9 Millionen Euro auf 26,3 Millionen Euro an. Die Operational EBITDA-Marge bewegte sich mit 23,1 Prozent auf Vorjahresniveau. Der Anstieg in den Umsatzerlösen wurde gleichzeitig von gestiegenen Umsatzkosten begleitet, die vornehmlich sowohl den umsatzbedingt höheren Pachtaufwendungen wie auch gestiegenen Bewirtschaftungskosten geschuldet waren.

Die Entwicklung, bezogen auf die einzelnen Produktgruppen, gestaltet sich uneinheitlich. Der Bereich Großformate, der neben nationalen auch regionale und lokale Kundengruppen adressiert, konnte nach zuletzt zweistelligen Wachstumsraten nicht ganz an das sehr hohe Niveau des Vorjahres heranreichen und blieb mit einem Umsatz von 46,2 Millionen Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres zurück (Vj.: 48,0 Millionen Euro).

Demgegenüber konnte die Produktgruppe Street Furniture, die eher auf nationale sowie internationale Kundengruppen ausgerichtet ist, gegenüber dem Vorjahr nochmals zulegen und mit 34,8 Millionen Euro einen neuen Spitzenwert markieren.

Auch im Bereich Transport verzeichnete das Segment weiter ansteigende Umsätze, wobei diese vor allem durch das Geschäft mit vielen lokalen Kunden beflügelt wurden. Noch deutlicher konnte die Produktgruppe Sonstige mit 18,8 Millionen Euro (Vj.: 13,7 Millionen Euro) vom stark wachsenden Geschäft mit regionalen und lokalen Kunden profitieren. Speziell bei diesen Kundengruppen werden traditionell mehr Full-Service Leistungen – inklusive der Produktion der Werbematerialien – nachgefragt als bei großen überregionalen oder nationalen Kunden. Darüber hinaus fließen in diese Produktgruppe, die mit lokalen Kunden erzielten, stetig wachsenden Umsätze aus der Vermarktung der neuen digitalen Roadside Screens ein.
 


Out-of-Home International
Im Segment OOH International sind die türkischen und polnischen Außenwerbeaktivitäten sowie das in der BlowUP-Gruppe gebündelte westeuropäische Riesenpostergeschäft zusammengefasst.

Im ersten Quartal 2017 erzielte das Segment Umsatzerlöse in Höhe von 26,6 Millionen Euro und schloss damit knapp 3,5 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Ausschlaggebend dafür war in erster Linie die fortdauernde angespannte politische Lage in der Türkei, in deren Folge sowohl die Türkische Lira als auch der türkische Werbemarkt erheblich unter Druck geraten sind. Beide Effekte haben sich entsprechend nachteilig auf die in Euro ausgewiesen Umsätze ausgewirkt. Gleichzeitig zeigte sich auch der polnische Werbemarkt als nach wie vor herausfordernd, sodass auch dieser Geschäftsbereich leichte Einbußen gegenüber dem Vorjahr hinnehmen musste. Lediglich das westeuropäische Riesenpostergeschäft konnte die nachteilige Entwicklung in der Türkei und in Polen leicht kompensieren und einen weiteren Umsatzanstieg vermelden.

Mit den rückläufigen Umsatzerlösen sind insbesondere in der Türkei, aber auch in Polen sinkende Umsatzkosten einhergegangen, wohingegen die BlowUP-Gruppe umsatzinduziert entsprechend höhere Kosten verzeichnete. Insgesamt erzielte das Segment im ersten Quartal ein Operational EBITDA in Höhe von -0,3 Millionen Euro (Vj.: 1,8 Millionen Euro) sowie eine Operational EBITDA-Marge von -1,2 Prozent (Vj.: 5,9 Prozent).

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