Südkorea belastet Bitcoin, Euro belastet den DAX

IG: Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag berichtet, seien die Pläne südkoreanische Cyberwährungsbörsen zu verbieten, noch nicht abgeschlossen. Regierungsbehörden befänden sich derzeit noch in Gesprächen um über die Regulierung des Marktes zu entscheiden. Ein Verbot sei demnach eine Maßnahme in Gesprächen zur Eindämmung spekulativer Investitionen, sagte ein Mitarbeiter des Amtes für Regulierungspolitik.

 

Südkorea: geplantes Verbot für Cyberwährungen ist noch nicht abgeschlossen

Am 11. Januar teilte Justizminister Park Sang-ki mit, dass die Regierung einen Gesetzesentwurf vorbereite, um den Handel der virtuellen Währungen an inländischen Börsen zu verbieten. Solange die südkoreanische Regierung im Nebel stochert, können Anleger keinen Nährboden finden. Die ungewisse Lage schreckt ab und wirkt destabilisierend für den gesamten Cyberwährungsmarkt. Die südkoreanische Regierung stellt Einheimische sowie die komplette Cyberwährungswelt auf eine Geduldsprobe.

 

Bis heute ist nicht klar ersichtlich, zu welchen Maßnahmen es seitens der Regierung endgültig kommen wird. Dabei wäre eine Regulierung m.E. eher ein Fortschritt als ein Rückschritt und als ein Akzeptieren von Bitcoin und Co. zu werten. Digitale Währungen stehen somit in Südkorea am Scheideweg.

 

Die wichtigste und wertvollste Cyberdevise Bitcoin ist am Wochenende achterbahnfahrtmäßig umhergeirrt. Nachdem sich der Kurs am Freitag und Samstag der Plattform Bitstamp zufolge bis auf 14.419 (+14%) Dollar erholen konnte, wurden am Sonntag nahezu alle Gewinne abgegeben. Derzeit befindet sich der Kurs mit 13.590 Dollar weiterhin auf Richtungssuche (zum aktuellen Bitcoin Kurs in Euro).

 

Indonesische Zentralbank warnt vor Cyberwährungen

Laut Reuters hat die indonesische Zentralbank vor Bitcoin und Co. gewarnt. Cyberwährungen seien kein legales Tauschmittel und können für Geldwäsche und Terrorfinanzierung genutzt werden, so ein Sprecher der Bank. US- Finanzminister Mnuchin: Cyberwährungen sollen kein zweites „Schweizer Bankkonto“ werden US- Finanzminister Steven Mnuchin will verhindern, dass Cyberwährungen wie Bitcoin zum digitalen Äquivalent eines anonymen Schweizer Bankkontos werden.

 

Laut Bloomberg teilte er dies am Freitag vor dem „Economic Club of Washington“ mit. Unter anderem sagte er, dass die USA sehr eng mit den G-20 Staaten zusammenarbeiten werden um dies zu verhindern. Des Weiteren sei Mnuchin „überhaupt nicht“ besorgt, dass Russland Cyberwährungen verwende möchte um internationale Sanktionen zu umgehen.

 

Ein „Körperscanner“ für Investoren scheint unumgänglich und dürfte aller Voraussicht nach bald keine Zukunftsmusik mehr sein. Ob inflationäre Warnhinweise seitens der Notenbanken und Aufsichtsbehörden noch ernst genommen werden, ist m.E. durchaus anzuzweifeln. Verbote treffen da schon eher einen empfindlichen Nerv.

DAX: starker Euro dürfte belasten

Am vergangenen Freitag konnte der DAX aufgrund einer aufstrebenden Wallstreet noch ein Plus von 0,3 Prozent bis auf rund 13.245 Punkte erzielen und war sehnlichst um Schadensbegrenzung bemüht. Das Allzeithoch ist somit vorerst aus den Augen. Die derzeit aufstrebende europäische Gemeinschaftswährung ist kein Freund und Helfer für den deutschen Leitindex.

 

Die EZB kündigte in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll eine „behutsame“ Neuausrichtung ihrer Geldpolitik an. Das „Warmup“ auf eine zinspolitische Neuausrichtung im europäischen Sektor sorgt für ein „Cooldown“ im DAX. Bis der EU- Währungshüter allerdings den Griff an die Zinsschrauben wagt, könnte noch ein ganzes Jahr vergehen. Die Zinsschere zwischen den USA und der EU dürfte somit noch weiter auseinanderklaffen.

 

Bis zu drei Zinsschritte könnte die Notenbank Fed in diesem Jahr wagen. Die Aussicht auf die große Koalition (GroKo) ist m.E. nicht als wesentlicher Impulsgeber zu werten. Aus Anlegeperspektive dürfte diese dennoch mindestens eine Sorgenfalte zunichtemachen. Die Wallstreet bleibt zu Beginn der Handelswoche aufgrund eines Feiertages geschlossen.

 

Von Timo Emden, Head of DailyFX Germany

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