Trump und König Salman – Niedrigere Volatilität als Möglichkeit

ThinkMarkets: In einer seiner bedeutendsten Rede in Saudi Arabien geriet Donald Trump nicht auf die schiefe Bahn. Er vermied seinen üblichen, freien Stil, den er während des Kampagnen-Modus adoptierte. Zwar kann man argumentieren, dass es viele Widersprüche gibt, wenn man seine Rhetorik während der Kampagne mit seinem Gesagten vergleicht, aber für Anleger war dies ein viel subtilerer Ansatz – zumindest vorerst.

 

Trump unterzeichnete am Wochenende ein Waffenabkommen mit dem saudischen König, das fast 109 Milliarden Dollar wert ist. Der Deal würde dem US-Verteidigungssektor, der während der Obama-Regierung unter einem starken Abschwung stand, viel Unterstützung bieten. Der nationale Arbeitsmarkt, über den Trump am meisten spricht, könnte in den kommenden Tagen viel Stärke erlangen, da große US-Firmen wie Lockheed Martin, Boeing und Raytheon ihre Arbeitskraft stärken werden. Trump und Saudi-Arabien haben eine neue Beziehung entwickelt, die beiden Ländern wirtschaftlich helfen würde, doch sein kritischer Ton über den Iran hat die Spannungen weiter verstärkt. Dies ist ein klares Warnzeichen für Anleger und der Grund warum diese immer Schutz für ihre Portfolios kaufen sollten.

 

Niedrigere Volatilität und Chance durch erhöhte Spannung zwischen Iran und Saudi-Arabien

Wenn die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA sich verstärken, dann kann man ohne Zweifel behaupten, dass die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran einen neuen Tiefstand erreicht haben. Der Präsident hat eine viel sanftere Haltung gegenüber Syrien angenommen, obwohl Russland sich dort stark engagiert. Russland und Iran haben eine besondere Beziehung, und die beiden Länder könnten ein eigenes, spezielles Abkommen treffen. Das würde die Spannungen weiter erhöhen und wenn es nur die leiseste Gefahr eines Krieges gibt, ist es das Edelmetall, das einen massiven Aufschwung erleben würde. Der Volatilitätsindex hat wieder einmal kein Glück, und erlitt eine kleine, kurze Preiserholung. Wir denken, dass es vielleicht keine schlechte Idee ist, einen Blick auf den Volatilitätsindex zu werfen, um eine Absicherung Ihres Portfolios zu erwerben. Darüber hinaus testet Nordkorea stetig seine ballistischen Raketen, was die Spannung in diesem Teil der Welt erhöht.

OPEC-Ereignis keine Wende
In dieser Woche dreht sich alles um Rohöl, da das OPEC-Treffen am Donnerstag stattfinden wird. Zwar wurde schon einberechnet, dass das Kartell die Ölproduktionskürzung über dieses Jahr hinaus verlängern wird, doch die Märkte könnten etwas volatil bleiben, da diese Woche immer mehr Schlagzeilen auftreten werden. Wir denken, dass das Kartell seine donnernde Macht verloren hat, die es aufgrund des neuen Marktteilnehmers hatte – die US-Schieferölproduzenten. Wir haben in einem unserer Artikel erwähnt, dass wir einen Nachfrageschock brauchen, damit der Preis eine sinnvolle Reichweite haben kann. Ohne jenem, denken wir, dass wir lediglich ein Katz- und Mausspiel spielen würden. Das Preisniveau über $42 ist mehr als gut genug für die US-Schieferölindustrie, um weiterhin Öl zu pumpen. Wenn die OPEC es ernst meint, dass sie das Überangebot loswerden möchte, muss sie mit US-Schieferölproduzenten zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden, oder aber den Schmerz für ein paar Monate ertragen, indem sie den niedrigeren Preis akzeptiert.

Autor: Naeem Aslam

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