Wochenausblick: DAX und US-Märkte gehen weiter getrennte Wege

LYNX Broker: In der neuen Handelswoche nähert sich die Berichtsaison ihrem Ende. Neben der US-Industrieproduktion und US-Immobiliendaten werden unter anderem die ZEW-Indizes für Deutschland und die Eurozone ausgegeben. Als Aktie der Woche stellen wir den US-Konzern Home Depot näher vor.
 

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten – DAX und US-Märkte gehen weiter getrennte Wege

 Der deutsche Leitindex DAX bleibt auf Jahressicht im Krebsgang. Auch die Performance im Jahr 2014 bleibt mit -3,13 Prozent negativ. Am Freitag ging der DAX mit 9.252,94 Punkten aus dem Xetra-Handel, was einer Wochen-Performance von -0,42 Prozent entsprach. Der XDAX gab am späten Abend um 22:15 Uhr noch auf 9.235,02 Punkte nach. An der Wall Street baute der Dow Jones mit einem Punktestand von 17.634,74 und einem Wochenplus von 0,35 Prozent seine Kursgewinne leicht aus. Der NASDAQ 100 beendete den Freitagshandel an der Technologiebörse NASDAQ bei 4.225,986 Punkten mit einem stabilen Wochenplus von 1,55 Prozent nahe seinem Rekordhoch. Der breiter gefasste S&P 500 notierte zum Handelsende bei 2.039,82 Punkten und schloss mit einem Wochenplus von 0,39 Prozent noch in Reichweite zu den Rekordständen. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro gab sich stabil und stand zu Handelsschluss an den Forex-Märkten bei 1,2524 US-Dollar, einem Wochenplus von 0,60 Prozent. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Freitagabend 79,41 US-Dollar je Fass. Der Preis für eine Feinunze Gold legte auf Wochensicht um 0,95 Prozent zu und notierte zum Wochenschluss bei 1.189,50 US-Dollar. An der EUREX ging der Euro-Bund-Future mit 151,89 Zählern ins Wochenende. Entsprechend rentieren zehnjährige Bundesanleihen jetzt mit 0,78 Prozent und nähern sich dem Rekordtief von rund 0,72 Prozent.
 

G20-Treffen – geopolitische Spannungen verstärken Unsicherheit
Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, warnt vor einem Krieg mit Russland. Das G20-Treffen in Brisbane, Australien stand bis dato unter keinem guten Stern und weist einmal mehr in eine Richtung. Der Westen steht relativ geschlossen einem immer mehr isolierten Russland gegenüber. Russlands Präsident reiste sogar vorzeitig ab. Neben der sicherheitspolitischen Lage rund um den Ukraine-Russland-Konflikt wurden Diskussionen zum Zustand des globalen Finanzsystems und zur globalen Wirtschaft vor allem in den Medien stark in den Hintergrund gedrängt. Dennoch konnte man sich auf ein paar Parameter, etwa wie man Steuerschlupflöcher schließen kann, damit weltweit agierende Konzerne sich ihrer Steuerschuld nicht bis nahe null entziehen können, einigen. Die Wirtschaftsmächte wollen überwiegend Steuervermeidungsstrategien der Großunternehmen aushebeln. Ein weiterer wichtiger Punkt war im Abschlusskommuniqué des Gipfels zu lesen. Man will den Klimawandel stärker bekämpfen. Wichtigster Bestandteil ist jedoch ein über 800 Reformen umfassender Katalog von Wirtschaftsreformen der Einzelstaaten, dessen Einhaltung durch den IWF und die OECD überwacht werden soll.
 

Berichtsaison geht vor allem in den USA dem Ende zu
Die Berichtsaison (Earning Season) geht dem Ende zu. In den USA legt mit Home Depot der letzte Wert aus dem Dow Jones seine Zahlen vor. Aber auch weitere US-Einzelhändler sind dabei, darunter Target, Best Buy, Lowe’s Corporation, Ross Stores, Dollar Tree, Gap, Urban Outfitters, PetSmart und Staples. Aus dem DAX legt ThyssenKrupp Zahlen vor.
 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Die neue Börsenwoche beginnt am Montag mit dem italienischen Handelsbilanzsaldo für den September um 10:00 Uhr und dem Handelsbilanzsaldo für die Eurozone im September um 11:00 Uhr. Um 12:00 Uhr wird der November-Bericht der Bundesbank erwartet. Am Nachmittag um 14:30 Uhr wird der Empire State Manufacturing Index für den November ausgewiesen und um 15:00 Uhr hält EZB-Präsident Mario Draghi eine Rede in Brüssel. Um 15:15 Uhr werden die US-Kapazitätsauslastung und die US-Industrieproduktion für den Oktober publiziert. Rund zehn Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen, darunter Rofin-Sinar (D) und Tyson Foods (USA).

Am Dienstag veröffentlicht das Conference Board zur asiatisch-pazifischen Handelszeit den australischen Index der Frühindikatoren für den September, außerdem wird das Sitzungsprotokoll der RBA (Reserve Bank of Australia), die sogenannten Meeting’s Minutes, ausgegeben. Im weiteren Verlauf der Nacht wird um 02:30 Uhr der chinesische Hauspreisindex für den Oktober ausgewiesen und um 08:00 Uhr zum Start der europäischen Handelszeit folgen die ACEA-Kfz-Neuzulassungen der EU für den Monat Oktober (für Engagierte im Automobilsektor nicht uninteressant). Aus Großbritannien erwarten die Händler um 10:30 Uhr die britischen Verbraucher-, Erzeuger- und Einzelhandelspreise für den Oktober und zeitgleich den Hauspreisindex für den September. Die ZEW-Konjunkturerwartungen November für Deutschland und die Eurozone werden um 11:00 Uhr ausgewiesen. Am frühen Nachmittag um 13:45 Uhr laufen mit den US-Ladenkettenumsätzen die ersten US-Daten über die Ticker. Um 14:30 Uhr werden die US-amerikanischen Erzeugerpreise für den Oktober, um 15:00 Uhr das US-Redbook der Einzelhandelsumsätze und um 16:00 Uhr der NAHB-Hausmarktindex für den November veröffentlicht. Um 22:00 Uhr werden die US-Nettokapitalzuflüsse für den September publiziert und um 22:30 Uhr findet der Tag mit den API-Rohöllagerbeständen seinen Abschluss. Von Unternehmensseite treffen rund zehn Quartalsberichte ein, unter anderem von Home Depot (USA), EasyJet (GB) und zooplus (D).

Der Mittwoch bringt in der asiatisch-pazifischen Handelszeit um 00:30 Uhr die australischen Frühindikatoren für den September von Westpac, das chinesische MNI-Geschäftsklima für den Oktober um 01:45 Uhr und um 01:50 Uhr das Sitzungsergebnis der japanischen Zentralbank (Bank of Japan). Der Leitzins wird aller Voraussicht nach bei 0,10 Prozent verbleiben. Auch das im Anschluss an die Zinsbekanntgabe veröffentlichte geldpolitische Statement von BoJ-Chef Kuroda und seinen Kollegen und die Pressekonferenz der BoJ werden von Bedeutung sein. Um 05:30 Uhr werden der Gesamtwirtschaftsindex, der Leading Index und der Coincident Index für Japan (alle für September) veröffentlicht. In Europa läuft um 10:00 Uhr der EZB-Leistungsbilanzsaldo für den September über die Ticker. Um 10:30 Uhr folgt das Sitzungsprotokoll der BoE (Bank of England). Die Produktion im Baugewerbe der Eurozone im September und die Schweizer ZEW-Konjunkturerwartungen für den Oktober werden um 11:00 Uhr publiziert. Um 13:00 Uhr folgen die MBA-Hypothekendaten und um 14:30 Uhr stehen die Baubeginne und Baugenehmigungen für den Oktober aus den USA zur Bewertung an. Rohölhändler achten um 16:30 Uhr auf die aktuellen US-Rohöllagerbestandsdaten. Am Abend um 20:00 Uhr könnte die Händler das Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung der Fed interessieren. In der Nacht werden um 22:45 Uhr noch die neuseeländischen Erzeugerpreise für das dritte Quartal veröffentlicht. Rund 20 Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter Target (USA), Sears Holdings (USA) und Staples (USA).
 

Der Donnerstag beginnt um 00:50 Uhr mit dem japanischen Handelsbilanzsaldo für den Oktober und dem japanischen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den November von Nomura um 02:35 Uhr. Um 02:45 Uhr wird der chinesische HSBC-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im November erwartet. Der Monatsbericht der japanischen Zentralbank BoJ erreicht die Händler um 06:00 Uhr. Die europäische Session fängt mit dem Handelsbilanzsaldo der Schweiz für den Oktober um 08:00 Uhr an. Die November-Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungsgewerbes werden um 09:00 Uhr für Frankreich, um 09:30 Uhr für Deutschland und um 10:00 Uhr für die Eurozone veröffentlicht (obendrein wird noch der Einkaufsmanagerindex Composite für die Eurozone ausgegeben). Um 10:00 Uhr wird zudem der Auftragseingang der italienischen Industrie im September veröffentlicht. Weiter geht es um 10:30 Uhr mit dem britischen Einzelhandelsumsatz für den Oktober. Um 12:00 Uhr werden mit dem CBI-Index der Erwartungen zu den Industrieaufträgen für den November nochmals britische Daten publiziert. Um 14:30 Uhr werden in den USA die Erstanträge und die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe ausgewiesen. Zeitgleich werden der kanadische Großhandelsumsatz für den Monat September sowie die US-Verbraucherpreise für den Oktober veröffentlicht. Um 15:45 Uhr publiziert Markit den US-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den November. Um 16:00 Uhr folgen der US-Philadelphia-Fed-Index für den Monat November, das Verbrauchervertrauen für die Eurozone im November, der Index der Frühindikatoren der USA für den Oktober und der Verkauf bestehender Häuser in den USA im Oktober. Rund 30 Konzerne berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter Best Buy (USA), ThyssenKrupp (D) und Dollar Tree (USA).
 

Der Freitag beginnt mit den neuseeländischen Kreditkartenausgaben im Oktober um 03:00 Uhr. Weiter geht es um 09:00 Uhr mit der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt und um 10:30 Uhr mit dem öffentlichen Finanzierungsbedarf im Oktober für Großbritannien. Die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB werden um 12:00 Uhr ausgegeben. Am Nachmittag bestimmen voraussichtlich die kanadischen Verbraucherpreise für den Oktober das Geschehen an den Märkten. Der wöchentliche Commitment of Traders Report der CFTC wird um 21:30 Uhr publiziert. An der Terminbörse EUREX steht am Freitag der kleine Verfallstag besonders im Vordergrund (es verfallen Optionen auf Aktien und den DAX). Rund 15 Unternehmen geben ihre aktuellen Quartalsergebnisse bekannt, unter anderem Foot Locker (USA) sowie Lang & Schwarz (D).
 

Home Depot – die Nummer eins im Baumarktgeschäft Home Depot (Börsenkürzel: HD [NYSE] / ISIN: US4370761029) wurde 1978 gegründet. Im Juni 1979 eröffnete die erste Filiale. Heute bezeichnet sich das Unternehmen als größter Baumarktkonzern weltweit. Rund 2.200 Filialen gibt es in den USA (inklusive Puerto Rico, den U.S. Virgin Islands und dem Territorium von Guam) sowie in Kanada und Mexiko. Aktien von Home Depot hatten ihr IPO am 22.09.1981 zum Preis von 12,00 US-Dollar je Anteilsschein an der NASDAQ, seit dem 19.04.1984 wird man an der NYSE gehandelt, ist im Dow Jones Index und im S&P 500 zu finden. Der Konzern hat seinen Unternehmenssitz in Atlanta, Georgia. Wie auch in Baumärkten diesseits des Atlantiks, wird das Sortiment bei Home Depot vor allem von Artikeln wie Baustoffen, Produkten für den Heimwerkerbedarf, Gartenprodukten und allen möglichen damit zusammenhängenden Dienstleistungen geprägt. Home Depot bietet den Ratsuchenden unter den Do-it-yourself-Heimwerkern aber auch Hilfe bis hin zur Vermittlung von professionellen Handwerkern an.
 

Nicht nur private Verbraucher gehen bei Home Depot ihren alltäglichen Besorgungen nach. Auch Firmenkunden und sogar die US-Regierung, vor allem auch das US-Militär, nutzen die Dienstleistungen des Baumarktkonzerns. Nur ein Punkt aus vielen Bereichen einmal detaillierter vorgestellt: Home Depot engagiert sich für die Belange der US-Militär-Veteranen und hat zum Beispiel seit 2011 mehr als 80 Mio. US-Dollar für Wohnzwecke und weitere Belange der Veteranen investiert. Man will auf diese Weise denen etwas zurückgeben, die für das Land bereits viel gegeben haben. Über 15.000 Wohneinheiten für Veteranen wurden bis heute durch das Programm auf vielfältige Art gefördert.
 

Home Depot hat gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) 2013 (bilanziert wird zum 01.02. gemäß US-GAAP in US-Dollar) einen Umsatz von 78,812 Mrd. US-Dollar erreicht. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit des Konzerns lag bei 8,5 Mrd. US-Dollar, das Zinsergebnis betrug -699,0 Mio. US-Dollar und führte zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 5,4 Mrd. US-Dollar (seit 2010 hat man sich konsequent gesteigert). Das Netto-Ergebnis je Aktie lag bei 3,0144 US-Dollar und die Dividende je Anteilsschein betrug 1,2451 US-Dollar. Die Marge im operativen Geschäft lag bei 11,6 Prozent. Der ROI (Return on Investment) erreichte 20,9 Prozent. Der Bilanz zufolge waren konzernweit rund 365.000 Mitarbeiter beschäftigt (2010 waren es 317.000). Für das Geschäftsjahr 2013 verfügte Home Depot über 1,9 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln. Das Eigenkapital betrug 12,5 Mrd. US-Dollar, das gezeichnete Kapital belief sich auf 88,0 Mio. US-Dollar bei Verbindlichkeiten in Höhe von 23,0 Mrd. US-Dollar. Die Bilanzsumme betrug 40,5 Mrd. US-Dollar.
 

Die Aktie von Home Depot ging am Freitag mit einem Kurs von 98,24 US-Dollar aus dem Handel an der NYSE. Auf Sicht der letzten 52 Wochen notierte die Aktie mit 73,96 US-Dollar im Tief und 99,36 US-Dollar im Hoch. Die Papiere von Home Depot befinden sich zu 48,80 Prozent im Streubesitz, der Konzern hält 23,80 Prozent der eigenen Anteile. Die größten institutionellen Anleger sind Capital World Investors mit 8,10 Prozent, The Vanguard Group mit 3,90 Prozent, State Street mit 3,70 Prozent und BlackRock mit 2,90 Prozent.
 

Die Bilanzprognosen für die nächsten beiden Geschäftsjahre 2014/2015 weisen auf ein stabiles Wachstum bei Home Depot hin. Der Konzern könnte in den zwei Folgejahren einen Umsatz in Höhe von 82,68 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 86,20 Mrd. US-Dollar erzielen. Das EBIT würde gemäß den Prognosen für 2014 bei 10,37 Mrd. US-Dollar und 2015 bei 11,36 Mrd. US-Dollar liegen. Der Gewinn je Aktie könnte demnach zukünftig auf 4,505 US-Dollar für 2014 und 2015 sogar auf 5,2065 US-Dollar steigen. Entsprechend sollte die Dividende 2014 auf 1,88 US-Dollar und 2015 auf 2,19 US-Dollar anziehen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens jedoch könnte sich 2014 auf 14,90 Mrd. US-Dollar und 2015 sogar auf 15,40 Mrd. US-Dollar ausweiten.
 

Die Analysten gaben der Aktie in den letzten Wochen und Monaten im Schnitt noch überwiegend Unterstützung. Drei Analysten stuften die Aktie auf „buy“ ein (Jefferies vom 12.11.2014 mit Kursziel 113,00 US-Dollar, die Citigroup vom 20.08.2014 mit Kursziel 95,00 US-Dollar und die UBS vom 20.08.2014 mit einem Kursziel von 98,00 US-Dollar), JPMorgan riet am 12.11.2014 zu „overweight“ mit einem Ziel von 110,00 US-Dollar, Oppenheimer stufte die Aktie auf „outperform“ mit einem Ziel von 101,00 US-Dollar ein, SunTrust Robinson Humphrey sah das Papier neutral bei einem Kursziel von 95,00 US-Dollar und die Deutsche Bank empfahl mit dem Votum „hold“ das Halten der Aktie bei einem Kursziel von 98,00 US-Dollar. Insgesamt ist der Aktie demnach nicht mehr sehr hohes Potenzial beizumessen. Die Insidertransaktionen von 2014 liefern kein Kaufsignal für die Aktie.
 

Seit 2009 kennt die Aktie von Home Depot eigentlich nur eine Richtung. Die Kurse stiegen von rund 20,00 US-Dollar auf beinahe 100,00 US-Dollar. Das hier die Kurse nicht ewig weiter in den Himmel wachsen können, ist wohl jedem längerfristig am Aktienmarkt Engagierten klar. Ein Beispiel: Ab dem Jahr 2000 ausgehend fiel das Papier von knapp 70,00 US-Dollar auf 20,00 US-Dollar zurück. Die nächste Konsolidierungswelle hängt unter anderem auch von der weiteren Entwicklung am US-Häusermarkt ab.
 

Am 18.11.2014 legt der Konzern den neuesten Quartalsbericht vor. Als letzter Baustein aus dem Dow Jones wird sich Home Depot möglicherweise in die Zahlen anderer Einzelhändler einreihen und nicht sehr starke Zahlen berichten. Die Einzelhändler hatten zumindest keinen starken September ausgewiesen. Die Einzelhandelsumsätze im September sahen den ersten Einbruch seit acht Monaten. Der Einfluss des besonders seit dem Mai stärker gewordenen US-Dollars sollte aber begrenzt sein, da Home Depot hauptsächlich den US- und den restlichen nordamerikanischen Markt bedient.
 

Unser charttechnischer Ausblick – Eine Verschnaufpause der Indizes?

DAX-Future (Kontrakt 12-14) Mit dem anvisierten Kaufbereich um die Marke von 9.300 Punkten konnte bis Dienstag recht gut gearbeitet werden. Der DAX-Future schaffte es bis auf 9.400 Zähler, bis er an diesem Punkt in einen Konsolidierungsmodus zurückschaltete. Gerade am Mittwoch gab der Markt etwas stärker nach und fand am Donnerstag seinen Boden bei etwa 9.170 Punkten – knapp über der aktuell richtungsentscheidenden Unterstützung von 9.150 Punkten. Käufe an den Unterstützungen ergaben somit in der Summe plus/minus null. Der Schlusskurs von Freitagabend lag in dem Bereich von 9.230 Punkten. Durch die Bewegungen der vergangenen beiden Handelswochen bildet sich eine kleine Seitwärtsphase, welche im Tief an der Unterstützung 9.150 und im Hoch bei 9.450 Punkten ihre Grenzen findet. Etwas Vorsicht ist somit geboten, wobei der Trendvorteil weiterhin auf der Long-Seite liegt. Die Unterstützung 9.150 bleibt für diese Sichtweise weiterhin entscheidend. Kurse darunter sollten vorerst nicht für Käufe genutzt werden, für Short-Trades jedoch auch nur bei stärker aufkommendem Short-Momentum. Das Long-Ziel 9.400 ist durchaus nochmals realistisch und könnte somit als Wochenziel in Betracht gezogen werden.

Chart

EUR.USD Bis zum Ende des Donnerstagshandels konnte beim EUR.USD kaum eine Veränderung verzeichnet werden. Zwischen 1,2400 und 1,2500 ging es hin und her. Erst am Freitag nahm die Volatilität etwas zu und der Markt stieg bis zum Widerstand 1,2550. Trotz der leichten Long-Tendenz waren recht gute Short-Einstiege zu finden, welche teilweise auch im Plus geschlossen werden konnten. Der Freitagsschlusskurs lag bei 1,2525. Die Marke 1,2550 muss wie in der vergangenen Woche erneut an erster Stelle stehen. Kurse darunter würden weiterhin das Short-Bild untermauern und Einstiegspunkte für Verkäufe könnten weiterhin gesucht werden. Ein nachhaltiges Überschreiten dieser Marke würde jedoch vorerst das Short-Bild etwas eintrüben und der eine oder andere Kauf in Richtung 1,2650 könnte in Betracht gezogen werden.

Chart

Bund-Future (Kontrakt 12-14) Der Bund-Future zeigte einmal mehr sein Trendpotenzial und bot sowohl für Day- wie auch für Swingtrader hervorragende Einstiegspunkte. Das Wochenziel lag im Bereich der Unterstützung von 151,00 und das Wochenhoch nur kurz vor dem zweiten Wochenziel von 152,00 Punkten. Der Wochenschlusskurs befand sich minimal unter dem Wochenhoch im Bereich um die Marke von 151,90 Zählern. Der Markt könnte weiterhin von der Long-Seite aus betrachtet werden. Kurse über der Marke von 152,00 Zählern sind durchaus denkbar. Auch bleibt weiterhin die Unterstützung 151,00 als richtungsentscheidende Marke stehen, wobei Kurse unter 151,25 schon eine erhöhte Vorsicht erfordern würden. Die Short-Seite ist weiterhin nur bedingt in Trade-Gedanken einzubeziehen.

Chart

S&P-Future (Kontrakt 12-14) Nur minimal fiel der S&P in der vergangenen Woche ins Minus zurück. Hauptsächlich waren Long-Tendenzen zu verzeichnen und leichte Konsolidierungen waren gute Einstiegspunkte in Richtung neuer Allzeithochs, welche erneut mehrfach erreicht werden konnten. Das Wochenhoch lag kurz vor der Marke von 2.044,00 Punkten, das Wochentief am Montag bei rund 2.020,00 Zählern. Der Schlusskurs von Freitagabend war recht stark und lag nahe der Marke von 2.037,50 Punkten. Etwas Kraft scheint die Long-Seite aktuell zu verlieren, was das Potenzial einer größeren Konsolidierung leicht erhöht. Kurse oberhalb der Unterstützung 2.015,00 können jedoch vorerst weiterhin klar von der Long-Seite aus betrachtet werden. Auch neue Hochs sind nicht auszuschließen. Erst ein Unterschreiten der Marke von 2.015,00 Punkten und idealerweise auch ein aufkommendes Short-Momentum wären gegebenenfalls der Startschuss für den einen oder anderen Short-Versuch.

Chart

Aktie: Home Depot (USD) Um die 250 Prozent konnte die Aktie von Home Depot (Börsenkürzel: HD [NYSE] / ISIN: US4370761029) in den vergangenen fünf Jahren zulegen und dies mit einem nahezu perfekten Aufwärtstrend. Kurzfristig wie auch langfristig konnten Händler Trade-Erfolge verzeichnen. Das Tief lag bei 27,50 US-Dollar und das aktuelle Hoch kurz vor der Marke von 100,00 US-Dollar. Gerade auch in den letzten Wochen seit Mitte dieses Jahres ging es für die Aktie wieder stärker aufwärts, was die aktuelle Jahresperformance 2014 auf rund +20 Prozent bringt. Bis auf ein kleines Achtungszeichen scheint jetzt auch das Zukunftsbild charttechnisch recht positiv dazustehen. Weitere Käufe und neue Hochs sind nicht auszuschließen. Lediglich die Marke von 100,00 US-Dollar könnte aus aktueller Sicht zu einer leichten Konsolidierung führen. Dies jedoch aus weniger charttechnischen als psychologischen Gründen. Leichte Rücksetzer über der Marke von 90,00 US-Dollar könnten somit gute Einstiegsmöglichkeiten für Long-Trades darstellen.

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