Wochenausblick LYNX Broker KW 49

LYNX BrokerIn der neuen Handelswoche werden RBA, BoC, BoE und EZB den Markt bewegen. Ein weiteres Highlight sind die vielen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors aus Europa, den USA und China. Zusätzlich krönen die US-Arbeitsmarktdaten (NFP) am Freitag die Woche von der volkswirtschaftlichen Datenseite. Als Aktie der Woche wird Wincor Nixdorf näher vorgestellt.

 

Ausblick auf die Fundamentaldaten

 

DAX kratzt an der 10.000er-Marke – Rohölpreise brechen stark ein

In der abgelaufenen Handelswoche hätte der deutsche Leitindex DAX beinahe die psychologisch so wichtige 10.000er-Marke zurückerobert und hat auf Jahressicht weiter verlorenen Boden gutgemacht. Der Schlussstand im Xetra-Handel lag bei 9.980,85 Punkten. Die Handelswoche beendete der DAX mit einem Wochenplus von 2,55 Prozent. Auf Jahressicht steht er damit bei einem Plus von 4,49 Prozent, bleibt aber noch weit hinter der Jahresentwicklung der US-Märkte zurück. Der XDAX schloss um 22:15 Uhr mit 9.942,63 Punkten wieder deutlich schwächer. Beim Dow Jones betrug die Performance auf Wochensicht nur 0,10 Prozent, der Leitindex der Wall Street schloss mit 17.828,24 Punkten. Der NASDAQ 100 ging mit 4.337,785 Punkten und einem Wochenplus von 2,03 Prozent ins Wochenende. Der breiter gefasste S&P 500 beendete die Woche mit einem Plus von 0,20 Prozent und schloss mit 2.067,56 Punkten nach einem neuen Rekordhoch von 2075,76 Punkten. Rohöl der Nordseesorte Brent fiel auf Wochenbasis extrem um rund 13 Prozent und kostete zum Wochenschluss nur noch 70,15 US-Dollar das Fass. Auch der Preis für die Feinunze Gold kam ins Rutschen und notierte zum Wochenschluss bei 1.167,20 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro beendete die Woche mit einem Kurs von 1,2451 US-Dollar. Der Euro-Bund-Future (Dezember-Kontrakt) zog die Handelswoche über an der EUREX auf 152,97 Zähler an. Die zehnjährige Bundesanleihe rentiert mit rund 0,70 Prozent auf neuen Renditetiefs. Für den Monat Dezember plant die deutsche Finanzagentur nur noch zwei neue Auktionen. In der neuen Woche wird zunächst am Mittwoch, den 03.12.2014 eine „Bobl“ vom 11. Oktober um weitere 3 Mrd. Euro aufgestockt.

 

Woche der Zentralbanken und US-Arbeitsmarktdaten

Gleich vier wichtige Zentralbanken entscheiden in der neuen Handelswoche über ihre aktuelle Zins- und Geldpolitik. Am Dienstag die australische Notenbank RBA, am Mittwoch die kanadische BoC und am Donnerstag die BoE für Großbritannien sowie die EZB für die Eurozone. Aber vor allem die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat November am Freitag könnten die Märkte in Bewegung bringen.

 

OPEC lässt Ölpreis fallen – Stimulus nicht von der Hand zu weisen

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat sich gegen eine Förderverknappung des schwarzen Goldes ausgesprochen. Dies versetzte den zwei Leitkontrakten WTI (West Texas Intermediate) und Brent einen herben Schlag. Auf Wochensicht verlor zum Beispiel WTI über 13 Prozent, auf Jahressicht schon mehr als 37 Prozent. Beim Erdöl der Nordseesorte Brent sehen die Performancedaten nicht viel anders aus. Seit Juni 2014 fiel der Ölpreis von rund 115 US-Dollar auf 70 US-Dollar je Fass. Ein gigantischer Preisverfall um 45 US-Dollar. Einerseits kann man die Vorteile dieses Preisverfalls sehen. Alle Firmen, die von einem günstigen Ölpreis profitieren, wie auch die privaten Endverbraucher sind im Vorteil. Der Ölpreisabschwung stützt demnach einerseits klar die Konjunktur. Auf der anderen Seite stehen besonders die Zentralbanken als mögliche Verlierer da. Die EZB beispielsweise beabsichtigt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, die Inflation in der Eurozone anzuheizen. Die stark fallenden Ölpreise kommen der EZB hier jedoch derzeit in die Quere, trugen doch die Preise für Rohöl und dessen Nachfolgeprodukte in der Vergangenheit stark zu inflationären Tendenzen bei. Deutlich fallende Ölpreise sind also nicht nur ein Segen.

 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Die neue Börsenwoche liefert kurz nach der europäischen Markteröffnung am Montag eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes für den Monat November. Um 09:15 Uhr machen die spanischen Daten den Anfang, es folgen um 09:30 Uhr die Schweiz, um 09:45 Uhr Italien, um 09:50 Uhr Frankreich, um 09:55 Uhr Deutschland, um 10:00 Uhr die Eurozone und um 10:30 Uhr Großbritannien. Zudem werden um 10:00 Uhr der VDMA-Auftragseingang des deutschen Maschinenbaus für den November und das italienische BIP für das dritte Quartal publiziert; um 10:30 Uhr laufen außerdem die britischen Hypothekengenehmigungen, Verbraucherkredite und Daten zur Geldmenge M4 (alle Daten für den Oktober) über die Ticker. Um 15:30 Uhr trifft aus Kanada der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für den November ein. In den USA veröffentlicht Markit um 15:45 Uhr den Einkaufsmanagerindex November für das verarbeitende Gewerbe und um 16:00 Uhr ist der ISM-Einkaufsmanagerindex November für das verarbeitende Gewerbe zu bewerten. Nur rund zehn Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen, darunter Sears Holdings (USA).

 

Der Dienstag beginnt in der asiatisch-pazifischen Handelszeit um 00:50 Uhr mit der japanischen Geldbasis für den Monat November und setzt sich um 01:00 Uhr mit den neuseeländischen Rohstoffpreisen im November fort. Um 01:30 Uhr werden die australischen Baugenehmigungen für den Oktober und der australische Leistungsbilanzsaldo für das dritte Quartal ausgewiesen. Im weiteren Verlauf der Nacht werden um 02:30 Uhr die japanischen durchschnittlichen Nettoeinkommen für den Oktober veröffentlicht. Am frühen Morgen um 04:30 Uhr folgt der Zinsentscheid der australischen Notenbank RBA (Reserve Bank of Australia) mit dem geldpolitischen Statement der Notenbankführung. Mit einer Zinsänderung in Australien ist nicht zu rechnen – der Leitzins wird höchstwahrscheinlich bei 2,5 Prozent verbleiben. Um 09:00 Uhr wird die spanische Arbeitslosenzahl für den November veröffentlicht. Der Einkaufsmanagerindex des Bausektors für Großbritannien im November erreicht die Händler um 10:30 Uhr und um 11:00 Uhr werden die Oktober-Erzeugerpreise für die Eurozone ausgewiesen. Die ersten Daten des Nachmittags sind die US-Ladenkettenumsätze um 13:45 Uhr (interessant, da der Thanksgiving-/ Black-Friday-Einkaufsmarathon enthalten ist) und die Redbook-Einzelhandelsumsätze um 14:55 Uhr. Um 15:45 Uhr wird der ISM New York Index für den November veröffentlicht und um 16:00 Uhr werden zeitgleich die US-Bauausgaben für den November sowie das IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen für den Dezember publiziert. Am späten Abend um 23:30 Uhr liefert AIG den australischen Dienstleistungssektorindex für den November. Auf der Berichtsseite bleibt der Datenkalender leer.

 

Der Mittwoch beginnt um 01:01 Uhr mit den britischen BRC-Einzelhandelspreisen für den November und dem australischen BIP für das dritte Quartal um 01:30 Uhr. Um 02:00 Uhr folgt der chinesische CFLP-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im November und um 02:45 Uhr wird der chinesische HSBC-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im November publiziert. In Europa wird um 07:45 Uhr das Schweizer BIP für das dritte Quartal publiziert. Außerdem werden die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes im November erwartet, und zwar um 09:15 Uhr aus Spanien, um 09:45 Uhr aus Italien, um 09:50 Uhr aus Frankreich, um 09:55 Uhr aus Deutschland, um 10:00 Uhr für die Eurozone und um 10:30 Uhr aus Großbritannien. Um 10:00 Uhr wird zudem der Einkaufsmanagerindex Composite für die Eurozone im November veröffentlicht. Der Einzelhandelsumsatz der Eurozone im Oktober wird um 11:00 Uhr publiziert. Die ersten Daten aus den USA sind die MBA-Hypothekenanträge um 13:00 Uhr, gefolgt von den ADP-Beschäftigtenzahlen ex Agrar für den November um 14:15 Uhr und der US-Produktivität ex Agrar sowie den Lohnstückkosten (beide Daten für das dritte Quartal) um 14:30 Uhr. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im November wird um 15:45 Uhr bereitgestellt und der ISM-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors für den November folgt um 16:00 Uhr. Der Leitzinsentscheid der kanadischen Notenbank (Bank of Canada) mit dem geldpolitischen Statement läuft ebenfalls um 16:00 Uhr über die Ticker. Der kanadische Leitzins wird unverändert bei 1,00 Prozent gesehen. Rohölhändler achten auf die aktuellen US-Lagerbestandsdaten um 16:30 Uhr. Später um 20:00 Uhr wird das Beige Book der Fed veröffentlicht. Rund zehn Unternehmen berichten von ihren aktuellen Ergebnissen, darunter Abercrombie & Fitch (USA).

 

Der Donnerstag bringt zunächst den australischen Einzelhandelsumsatz und den australischen Handelsbilanzsaldo (beide Daten für den Oktober) um 01:30 Uhr. Erst um 09:00 Uhr folgt der britische Halifax-Hauspreisindex für den November und um 09:15 Uhr treffen Daten zur Industrieproduktion der Schweiz im dritten Quartal ein. Der Leitzinsentscheid der Bank of England sowie das geldpolitische Statement von Notenbankchef Carney und seinen Kollegen, die das Volumen des Anleihekaufprogramms (APT) wohl bei 375 Mrd. GBP belassen werden, erreichen die Märkte um 13:00 Uhr. Die ersten US-Daten des Tages, die Challenger-Stellenstreichungen für den November, sind zugleich Vorboten für die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Sie werden um 13:30 Uhr veröffentlicht. Highlight des Handelstages ist der EZB-Zinsentscheid um 13:45 Uhr (die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi beginnt um 14:30 Uhr). Um 14:30 Uhr werden die Erstanträge und die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA erwartet. Der kanadische Ivey-Einkaufsmanagerindex für den November wird um 16:00 Uhr publiziert. Spät am Abend veröffentlicht AIG seinen Index des australischen Bausektors für den November. Barnes & Noble (USA), Kroger (USA) und rund zehn weitere Konzerne berichten von ihren aktuellen Zahlen.

 

Am Freitag achten die Händler um 00:50 Uhr auf die Bekanntgabe der japanischen Devisenreserven im November und um 06:00 Uhr auf den Index der Frühindikatoren sowie den Coincident Index (beide für Oktober). Um 08:00 Uhr werden die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Oktober und um 09:00 Uhr die Devisenreserven der Schweiz im November veröffentlicht. Die britischen Inflationserwartungen werden um 10:30 Uhr ausgewiesen. Um 11:00 Uhr haben die Händler die BIP-Daten für die Eurozone im dritten Quartal zu bewerten. Die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB erscheinen wie gewohnt um 12:00 Uhr auf den Handelsschirmen. Ein Höhepunkt der Handelswoche sind einmal mehr die US-Arbeitsmarktdaten für den November (NFP – non-farm payrolls). Die US-Arbeitslosenquote, die neugeschaffenen Stellen und die durchschnittlichen Löhne werden die Märkte bewegen. Zeitgleich laufen die kanadischen Arbeitsmarktdaten für den August inklusive der kanadischen Arbeitslosenquote sowie der US- und der kanadische Handelsbilanzsaldo für den Oktober über die Ticker. Um 16:00 Uhr wird der US-Auftragseingang der Industrie im Oktober ausgegeben. Kurz vor US-Marktschluss werden um 21:00 Uhr die US-Verbraucherkredite im Oktober und um 21:30 Uhr der COT-Bericht ausgegeben. Von der Berichtsseite her bleibt der Datenkalender leer.

 

Wincor Nixdorf – höhere Dividende lockt Investoren

Die Wincor Nixdorf AG (ISIN: DE000A0CAYB2 / Symbol: WIN) ist ein global führendes Unternehmen für IT-Lösungen und -Services für Retail-Banken und Handelsunternehmen. Im Vordergrund des Leistungsspektrums steht der Optimierungsprozess von Geschäftsabläufen bei Banken und Handelsunternehmen, hauptsächlich in deren Filialen. Der Konzern ist in rund 130 Ländern präsent und unterhält in 42 Ländern Tochtergesellschaften. Heute beschäftigt das Unternehmen über 9.000 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte davon ist im Ausland tätig. Wer Wincor Nixdorf nicht kennt, der sollte sich zum Beispiel beim nächsten Gang zu seiner Bank den Geldautomaten näher ansehen. Fast zwei Drittel des Umsatzes erzielt der Konzern bei Banken.

Der Computerpionier Heinz Nixdorf gründete die Nixdorf Computer AG 1952, Mitte der 1980er Jahre wuchs Nixdorf zum viertgrößten Computerkonzern Europas heran. Nach dem Tod Nixdorfs übernahm Siemens 1990 den Konzern. Seitdem nannte man sich Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Der Konzern vollzog besonders in der Siemens-Zeit einen enormen Wandel, schärfte vor allem das Geschäftsfeld mit Banken und Handel. KKR (Kohlberg Kravis Roberts) und Goldman Sachs Capital Partners übernahmen nach der Herauslösung aus dem Siemens-Konzern das Ruder und brachten Nixdorf 2004 an die Börse. Am 19.05.2004 feierten die Papiere ihre Erstnotiz. Der Emissionspreis lag bei 20,50 Euro. Die Aktie der Wincor Nixdorf AG ist seit September 2004 Mitglied im MDAX.

HSBC, Berenberg, Bankhaus Lampe, UBS, Equinet, Commerzbank, Close Brothers Seydler, Deutsche Bank, Kepler Cheuvreux, Independent Research, Warburg, National Bank, Goldman Sachs, NordLB, DZ Bank und Hauck & Aufhäuser haben seit September 2014 Analysen zur Aktie der Wincor Nixdorf AG angefertigt. Überwiegend rieten die Analysten, die Aktie zu kaufen (zehn Analysen mit dem Votum „kaufen“ beziehungsweise „buy“), fünf Analysten empfahlen das Halten des Papiers, ein Analyst setzte die Aktie auf „verkaufen“ („sell“). Die Kurszielspanne reicht von 57,00 Euro (HSBC vom 20.10.2014) bis 31,50 Euro (Close Brothers Seydler vom 10.11.2014). Kumuliert man die Kursziele der 16 Analysen, so ergibt sich daraus ein durchschnittliches Kursziel in Höhe von 43,97 Euro. Die Aktie ging am Freitag mit einem Kurs von 39,855 Euro aus dem Xetra-Handel. 33,08 Mio. Aktien sind im Umlauf. Der Markt bewertet die Wincor Nixdorf AG folglich mit 1,32 Mrd. Euro.

In der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) für 2013 (bilanziert wird bei Wincor Nixdorf zum 30.09. gemäß IFRS) wies der Konzern einen Umsatz in Höhe von 2,465 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit betrug 124,3 Mio. Euro, das Beteiligungsergebnis lag bei 733.000 Euro, das Zinsergebnis fällt mit -5,8 Mio. Euro etwa 3,6 Mio. Euro besser aus als noch im Jahr zuvor. Als Jahresüberschuss wurden 87,1 Mio. Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies sogar 24,5 Mio. Euro mehr. Das Ergebnis je Aktie lag netto bei 2,93 Euro, die Ausschüttungssumme bei 44,1 Mio. Euro. Demnach zahlte Wincor Nixdorf 1,18 Euro je Stammaktie. Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte die Wincor Nixdorf AG laut Bilanz 8.826 Mitarbeiter. In der Bilanz für 2013 sind 43,2 Mio. Euro an liquiden Mitteln ausgewiesen, 334,6 Mio. Euro an wirtschaftlichem Eigenkapital, 33,1 Mio. Euro an gezeichnetem Kapital, Verbindlichkeiten in Höhe von 756,9 Mio. Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 165,6 Mio. Euro. Die Bilanzsumme beträgt damit 1,4 Mrd. Euro. In den Bilanzprognosen für 2014 und 2015 werden Umsätze in Höhe von 2,47 Mrd. Euro beziehungsweise 2,53 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT soll 2014 155,00 Mio. Euro betragen, 2015 sollen es 142,61 Mio. sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2014 auf 3,39 Euro steigen und 2015 wieder leicht auf 3,17 Euro sinken. Die Dividende könnte 2014 auf 1,75 Euro angehoben und 2015 auf 1,60 Euro je Anteilsschein leicht reduziert werden. Der Cashflow je Aktie soll 2014 bei 4,4737 Euro und 2015 bei 4,313 Euro pro Stück liegen. Für 2014 wird Wincor Nixdorf möglicherweise eine Nettoverschuldung in Höhe von 125,00 Mio. Euro und für 2015 mit 95,75 Mio. Euro einen leicht verringerten Nettoverschuldungsgrad ausweisen.

Die Aktie hat sich seit Ende Februar stark negativ entwickelt. Am 28.02.2014 stand sie noch bei 58,07 Euro. Bis zum 04.11.2014 verlor sie überdurchschnittlich bis auf das Zwischentief von 33,495 Euro. Auf 52-Wochen-Basis lag das Hoch bei 58,07 Euro und das Tief bei 33,31 Euro. Die größten Anleger sind die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH (Vermögensverwaltungsgeschäft der Deutsche Bank Gruppe) mit 7,61 Prozent, Highclere International Investors folgen mit 3,09 Prozent, Polaris Capital Management mit 3,06, Kiltearn Partners LLP mit 3,06 Prozent, die Zentralbank Norwegens mit 3,03 Prozent, Allianz Global Investors Europe mit 2,91 Prozent und Willam Blair & Company mit 2,80 Prozent. 9,99 Prozent der Papiere werden als eigene Anteile gehalten. Der Streubesitz liegt bei rund 64,43 Prozent. Vorstandsvorsitzender Eckard Heidloff hält immerhin 0,02 Prozent der Papiere. Aufsichtsratsvorsitzender ist Alexander Dibelius (kein Unbekannter in der europäischen Bankenszene, er gab jüngst seinen Rückzug als Deutschlandchef bei Goldman Sachs bekannt).

Erst am 10.11.2014 wies der Vorstand auf einer Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf den weiteren Weg für den Konzern auf. Der Vorstandsvorsitzende Eckard Heidloff gibt als Ziel eine moderate Steigerung des Umsatzes, einhergehend mit einem stärker anziehenden operativen Gewinn vor, doch er warnt auch vor zwischenzeitlichen Rückgängen durch die Ukraine-Russland-Krise, die vor allem das Russlandgeschäft verschlechterte. Aber auch das Türkeigeschäft stockt durch die Schwäche der türkischen Lira. Allgemein schwächelt das Segment Banken etwas, im Bereich Handel jedoch wuchs man stärker. Nur durch den Einmaleffekt des Verkaufs einer 20-Millionen-Immobilie in Singapur sieht die Bilanz des Konzerns derzeit freundlicher aus. Konzernchef Heidloff sieht dennoch mehr Marktwachstum in Schwellenländern – allein durch den demographischen Wandel. Er kann sich aber auch ein anorganisches Wachstum durch Zukäufe gut vorstellen.

Die Wincor Nixdorf AG stellt am 05.12.2014 ihren Geschäftsbericht für 2013/2014 online zur Verfügung, legt am 19.01.2015 den Zwischenbericht für das erste Quartal 2014/2015 vor und hält am selben Tag ihre Hauptversammlung ab.

 

Unser charttechnischer Ausblick – S&P-Future bleibt long

 

DAX-Future (Kontrakt 12-14)

Der DAX-Future schaffte erneut eine positive Woche und erreichte am Donnerstag die Marke von 10.000 Punkten. Auch am Freitag konnte diese nochmals angelaufen werden, der Wochenschlusskurs lag im Bereich um 9.950 Punkte. 200 Punkte hat der DAX somit zugelegt, was eine saubere Weiterführung des Trends bedeutet. Die Marke von 10.000 Punkten sollte erneut im Auge behalten werden. Das aktuelle Allzeithoch nur knapp darüber könnte zum einen Widerstand werden oder nach einem Durchbruch für Unterstützung sorgen. Der Weg dorthin gilt als sehr wahrscheinlich und somit könnte weiter nach Einstiegen in Long-Richtung gesucht werden. Rücksetzer an Unterstützungen könnten wie in den vergangenen Wochen Einstiegspunkte bieten. Das Ziel neuer Allzeithochs ist als realistisch einzustufen.

Chart

 

EUR.USD

Die erwarteten neuen Tiefs sind in der vergangenen Handelswoche beim EUR.USD noch nicht erreicht worden. Vorerst erholte sich der Markt etwas in Richtung 1,2550, bevor sich ab Donnerstag erneut ein leichter Short-Trend einstellte. Der Wochenschluss lag im Bereich 1,2450, gut 50 Ticks über der Vorwoche. Die Chance auf neue Jahrestiefs konnte der EUR.USD nicht wahrnehmen und somit ist etwas Vorsicht geboten, wenn man vorhat, den Short-Gedanken mit aggressiven Trading-Ideen umzusetzen. Generell bleibt der Trend aber weiterhin short und auch der Widerstand 1,2550 bleibt für den noch immer vorhandenen Short-Trend entscheidend. Ein Überschreiten dieses Widerstands könnte gegebenenfalls zu einem aggressiven Long-Versuch in Richtung 1,2615 führen.

Chart

 

Bund-Future (Kontrakt 12-14)

Lediglich am vergangenen Montag bildete sich eine kleine Abwärtsbewegung aus, bevor der Bund-Future ohne große Probleme in Richtung 153,00 Punkte wanderte. Vorhandene Widerstände waren zwar im Chart-Verlauf erkennbar, konnten die Entwicklung jedoch nur vorübergehend aufhalten. Rund 100 Ticks Plus waren somit zum Handelsende am Freitag abzulesen, der Kursverlauf endete knapp vor dem Widerstand bei 153,00 Punkten. Weitere Long-Bewegungen sind jetzt aufgrund des klaren Trends sehr wahrscheinlich. Bei Kursen oberhalb der Unterstützungen 152,50/ 152,00 könnten somit Long-Einstiege gesucht werden. Ein Trade-Szenario könnte ein Kauf an der Marke 152,50 darstellen – als Ziel wären 153,00 Punkte beziehungsweise sogar neue Hochs möglich.

Chart

 

S&P-Future (Kontrakt 12-14)

Die Long-Tendenz verließ den S&P-Future auch in der vergangenen Woche nicht, wobei die neuen Allzeithochs nur minimal über dem alten lagen. Das Wochenhoch lag an der Marke von 2.075,00 Punkten, das Wochentief wurde Montag an der Unterstützung bei 2.060,00 Zählern erreicht. Die Volatilität ließ merklich nach. Der Trend des Marktes ist weiterhin klar long. Aus aktueller Sicht könnten Käufe weiterhin bevorzugt werden. Auch sind neue Allzeithochs nicht auszuschließen. Eine etwas stärkere Konsolidierung und ein Short-Ausbruch aus der Vorwochen-Range könnten mögliche Szenarien für Long-Einstiege sein – eventuell an der Unterstützung bei 2.050,00 Punkten.

Chart

 

Aktie: Wincor Nixdorf (EUR)

Die Aktie von Wincor Nixdorf (ISIN: DE000A0CAYB2 / Symbol: WIN) hat in den vergangenen Jahren mehrere Höhen und Tiefen erlebt. Für Swingtrader ist beziehungsweise war der Wert daher recht interessant. Für Investoren eher nicht, da der Wert auf Fünfjahressicht etwa 20 Prozent im Minus tendiert. Die zwischenzeitlichen Auf- und Abwärtstrends waren größtenteils charttechnisch recht sauber, das Hoch lag im Bereich 63,50 Euro, das Tief um die Marke von 26,50 Euro. Aktuell befindet sich die Aktie in einem Abwärtstrend, welcher bei 59,00 Euro begann und sein aktuelles Zwischentief knapp über der Marke von 33,00 Euro fand. Der letzte Schlusskurs lag im Bereich kurz vor der 40,00-Euro-Marke. Käufe sind in diesem Wert aus charttechnischer Sicht derzeit nicht empfehlenswert. Der noch aktuelle Abwärtstrend wäre frühestens nach einem nachhaltigen Überschreiten der 44,00 Euro gebrochen, für Käufe wäre in diesem Fall jedoch eine erneute Analyse erforderlich. Momentan sind neue Tiefs nicht auszuschließen.

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