Währung im Fokus: EUR/USD – Experten erwarten Kurspotenzial wegen möglicher Erholungsbewegung
Zuletzt handelte das EUR/USD-Währungspaar im Bereich von 1,0222 bis 1,0835 Euro/USD.
Ob diese dann in der schon oft diskutierten Härte auch so eintreten, wird abzuwarten sein. Gegen Ende des ersten Quartals dürfte das Währungspaar EUR/USD charttechnisch ziemlich ausgebombt sein, technisch massive überverkauft sein. Demnach hätten dann auch wieder EUR/USD-Bullen eine neue Chance auf eine Erholungsbewegung, die zu einer alten Nackenlinie im Bereich der Marke von 1,06 zurückführen könnte.
EUR/USD Charttechnik:
- Die Widerstände kämen weiterhin bei den Marken von 1,0367/1,0456/1,0512/1,0601/1,0746 und 1,0835 in Betracht.
- Die Unterstützungen wären nach wie vor bei den Projektionen zur Unterseite von 1,0222/1,0133 und 0,9988 zu ermitteln.
EUR/USD – Interaktiver Chart
EUR/USD Kursziele
Für das Währungspaar EUR/USD ergibt sich ein potenzielles Kursziel bei der alten Nackenlinie im Bereich von 1,06, was auf eine mögliche Erholungsbewegung hinweisen könnte. Dieses Kursziel steht im Einklang mit den technischen Widerstandsmarken, die bei 1,0367 bis 1,0835 identifiziert wurden.
Anmerkung der broker-test.de Redaktion
Die meisten Analysten sehen den EUR/USD-Wechselkurs derzeit in einem klaren Abwärtstrend, der von mehreren Faktoren beeinflusst wird.
1. Kurzfristige Entwicklung
- Der EUR/USD eröffnete 2025 nahe einem Zweijahrestief bei 1,0331 USD und hat zentrale Unterstützungszonen wie 1,0340 USD durchbrochen.
- Die nächste wichtige Unterstützung liegt im Bereich von 1,0223 bis 1,0200 USD, wobei ein weiterer Rückgang auf 1,0090 USD möglich ist, falls diese Marke nicht hält.
- Intraday-Widerstände befinden sich bei 1,0274 USD, 1,0300 USD und 1,0344 USD, was kurzfristige Erholungen begrenzen könnte.
2. Mittelfristige Prognosen
Der Abwärtstrend könnte sich fortsetzen, mit Kurszielen bei 1,02 USD und möglicherweise 1,00 USD, falls weitere Unterstützungen brechen.
Die hawkishe Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) und die schwächere wirtschaftliche Dynamik in der Eurozone belasten den Euro zusätzlich.
3. Langfristige Perspektiven
Langfristig wird ein schwacher Euro erwartet, mit möglichen Kursen unter der Parität (1,00 USD) bis zum Jahr 2030. Einige Szenarien deuten sogar auf Notierungen um 0,80 USD hin.
Sollte der Euro jedoch die Widerstandsmarke von 1,1275 USD überwinden, könnte ein langfristiger Aufwärtstrend einsetzen.
4. Technische Analyse
Über 90 % der Signale aus gleitenden Durchschnitten deuten auf einen bärischen Trend hin. Dies wird durch die Unterschreitung wichtiger Fibonacci-Niveaus und gleitender Durchschnitte verstärkt. Der Kurs hat bereits 61,8 % der Aufwärtsbewegung von 2022 bis 2023 korrigiert und befindet sich in einer kritischen Phase.
Fazit
Die Analysten bleiben pessimistisch für den EUR/USD in der nahen Zukunft. Der Abwärtstrend dürfte anhalten, solange keine signifikante Erholung über die Widerstände bei etwa 1,0340 USD gelingt. Mittelfristig könnten Kurse unter 1,02 USD erreicht werden. Langfristig hängt die Entwicklung stark von der Geldpolitik und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den USA und der Eurozone ab.
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