DAX, EURO, Gold: Die Volatilität bleibt hoch

Der deutliche Abgabedruck an den Aktienmärkten war in der abgelaufenen Handelswoche für kurzfristige Trader ein gutes Umfeld, um von fallenden Notierungen zu profitieren. Doch auch bei den Edelmetallen ging es in der Chartunterseite zur Sache.

In der kommenden Handelswoche ist davon auszugehen, dass sich die Volatilität nicht verringern wird. Das heißt:  Kurzfristige Tradinggelegenheiten dürften das Marktgeschehen dominieren.

 

Selektive Gelegenheiten in der Berichtssaison

In Deutschland steht am 26.03. Porsche im Fokus. Die Erwartung liegt bei 3,22 € Gewinn je Aktie. Doch der Ausblick dürfte die Gemüter mehr bewegen, als die puren Zahlen. Das heißt: Der Markt ist nervös. Gute Zahlen können schnell verpuffen, wenn der Ausblick nicht passt. Egal in welche Richtung der Markt ausschlägt, dürfte die Volkswagenaktie darauf reagieren und den DAX bewegen.

 

 

In den USA wird es am 27.03. bei Carnival Corp. spannend. Erwartet werden 0,18 $ Gewinn je Aktie bei 6,14 Milliarden Umsatz. Morgan Stanley hat die Aktie am 19.03. von „gleichgewichten“ auf „übergewichten“ hochgestuft und das Kursziel bei 31$ fixiert. Das passt in Bild. Der Analystenkonsens gibt der Aktie auf Kauf-Rating und ein mittleres Kursziel von über 37,00$.

 

Wirtschaftsdaten im Fokus

Dienstag: Der Realitätscheck für die Märkte

Die Einkaufsmanagerindizes sind diese Woche der erste echte Gradmesser. Deutschland und die USA liefern Zahlen für Industrie und Dienstleistungen.

Und genau hier wird es spannend: Die Industrie schwächelt seit Monaten. Der Dienstleistungssektor hat das bislang aufgefangen. Sollte dieser jetzt kippen, bekommt der Markt ein Problem.

 

 

Denn dann reden wir nicht mehr über eine Delle – sondern über eine echte Abkühlung. Und das wird direkt eingepreist. Bewegung ist dann vor allen Dingen im DAX und den US-Indizes zu erwarten.

 

Mittwoch: EZB erneut im Fokus

Am Mittwoch schaut vor allem Europa auf die Rede von Christine Lagarde. Und aktuell reicht ein Halbsatz von ihr, um den Markt zu bewegen, was dann spürbare Auswirkung auf den EURO und damit verbundene Währungspaare mit sich bringt.

Die EZB hat zuletzt klar gemacht: Die Risiken sind höher, als viele glauben. Geopolitik, Banken, Konjunktur – das ist kein entspanntes Umfeld. Wenn es schlimm kommt, stehen zukünftig Zinserhöhungen ins Haus, was der Kollaps für die Wirtschaft wäre.

Parallel kommt der ifo-Geschäftsklimaindex. Einer der wichtigsten Indikatoren für Deutschland. Wenn der schwach reinkommt, wird es schwer für den DAX, nach oben zu laufen. Kommt er stark – haben wir zumindest die Möglichkeit einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung.

 

Donnerstag: Der US-Arbeitsmarkt steht auf der Agenda

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind der nächste Trigger. Klingt unspektakulär – ist es aber nicht.

 

 

Der Arbeitsmarkt ist aktuell der Schlüssel für die Geldpolitik der Fed. Bleibt er stark, gibt es ein Risiko weniger für die Wirtschaft. Wird er schwächer, wird es für die FED noch komplizierter. Denn eine abschwächende Gesamtwirtschaft (inkl. Arbeitsmarkt) verlangt nach Zinssenkungen. Doch die drohende Inflationsgefahr ruft nach dem Gegenteil.

Und genau das wird direkt gespielt – im Dollar, im EURUSD, in den Indizes wie z. B. dem Nasdaq 100.

 

Geopolitik: Der massivste Risiko-Faktor bleibt bestehen.

Der Konflikt rund um den Iran ist ein massiver globaler Risikofaktor. Hauptgefahr ist und bleibt der Ölpreisschock, was Inflation antreibt und Wachstum bremst. Dadurch geraten Aktienmärkte unter Druck und Zentralbanken bleiben restriktiv. Im Worst Case droht Stagflation.

Zusätzlich werden Lieferketten gestört, Transportkosten steigen und die Industrie sowie die Bevölkerung leiden unter den Folgen. Das größte Risiko bleibt eine weitere Eskalation des Konflikts.

Insgesamt sorgt die hohe Unsicherheit für volatile Märkte und schnelle Kapitalumschichtungen. Tradingchancen bieten sich dabei in allen Bereichen an: Indizes, Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle

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